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    Treppenlexikon

    Toleranzen

     

    Zwischen Sollmaß und Istmaß von Treppensteigung und Treppenauftritt darf maximal ein Unterschied von 0,5 cm sein. Bei Treppenläufen in Gebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen darf das Istmaß der Steigung am Antritt um nicht mehr als 1,5 cm vom Sollmaß abweichen. Die Toleranzen gelten nicht für Grenzmaße.

     
     

    Treppen gestern und heute

     

    Egal ob eine steile Leiter oder eine flache Rampe, jede Treppe dient zur Überwindung von Höhendifferenzen. Nicht nur konstruktive, bautechnische Anforderungen sondern auch viele gestalterische Gesichtspunkte sind bei der Planung einer Treppe maßgebend. Bei den Urvölkern der Waldregion war der Steigbaum die erste Form einer Treppe, bei den Bewohnern der Steppenregion waren es aufgeschichtete Steine. Es handelte sich hierbei um einfache geradläufige Treppen. Durch eine lang andauernde Entwicklung des Treppenbaus haben sich die Formen, die wir heute kennen, herauskristallisiert. Daneben haben die vielen Stilepochen (z.B. Barock) ihr Übriges dazu getan, um eine Treppe optisch wirken zu lassen. Heute wird eine Treppe zuerst unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit betrachtet, wobei sich Sicherheit und Schönheit einer Treppe durchaus verbinden lassen. Das Bild zeigt die Königinnentreppe in Versailles, welche von Louis Le Vau (1612 - 1670) im 17. Jahrhundert geschaffen wurde.

     
     

    Treppenarten

     

    Grundsätzlich unterscheidet man zwei Treppenarten: Treppen mit geraden und Treppen mit gewendelten Läufen. Zu den geraden Läufen zählen u.a. die einläufig und zweiläufig geraden Treppen. Spindeltreppen sind hingegen den gewendelten Läufen zuzuordnen. Beispiele siehe Grundrissarten.

     
     

    Treppenauge

     

    Als Treppenauge wird der freie Raum bezeichnet, welcher von Treppenlauf, Treppenpodest und Treppengeländer umschlossen wird.

     
     

    Treppendurchgangshöhe

     

    Gebäudetreppen müssen mindestens eine lichte Durchgangshöhe von 200 cm haben. Lediglich auf einem ein- oder beidseitigen Streifen darf die Durchgangshöhe auf einer Breite von 25 cm eingeschränkt sein. In Bild A8 aus DIN 18065 : 2011-06 können Sie die Ausmasse des Lichtraumprofils erkennen.

     
     

    Treppenlauf

     

    Ein Treppenlauf verbindet zwei Ebenen miteinander und beinhaltet eine ununterbrochene Folge von mindestens drei Steigungen.

     
     

    Treppenlaufbreite, nutzbare

     

    Die nutzbare Treppenlaufbreite unterscheidet sich von der gesamten Treppenlaufbreite. Die nutzbare Breite wird waagerecht zwischen begrenzenden Oberflächen und Innenkante Handlauf gemessen. Daraus ergibt sich die mindestens für das Treppensteigen benötigte Breite. Diese beträgt bei Wohngebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen mindestens 80 cm, im Mehrfamilienhaus beträgt sie 100 cm. Die gesamte Treppenlaufbreite hingegen ist die gemessene Stufenlänge.

     
     

    Treppenstufe

     

    Hierunter versteht man ein Bauteil einer Treppe, welches mit einem Schritt begangen werden kann. Eine Treppenstufe besteht aus Steigung und Auftritt.

     
     

    Treppenwange

     

    Bauteil, das die Stufen seitlich trägt und den Lauf meistens auch seitlich begrenzt.

     
     

    Treppenwitz

     

    Im französischen wird der Treppenwitz "esprit d`escalier" genannt. Es ist die Bezeichnung für treffend-witzige Antworten, die einem zu spät, "beim Weggehen auf der Treppe", einfallen.

     
     

    Trittstufe, Trittfläche

     

    Die Trittfläche ist die begehbare, waagerechte Oberfläche einer Trittstufe.