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    Treppenlexikon

    1m²-Treppe

     
    1m²-Treppe

    Mehr Sicherheit und Komfort beim Treppensteigen

    Der nicht dauerhaft benutzte Dachboden lässt sich ideal zu einem praktischen Hobbyraum, einem phantasievollen Kinderparadies oder einem ruhigen Platz zum Arbeiten umbauen. Um bequem in die nächste Etage zu gelangen, sollte eine sicher begehbare Treppe vorhanden sein.

    Doch konventionelle Raumspartreppen sind gefährliche Stolperfallen und gerade unsichere Menschen empfinden das Erklimmen der Stufen oft als unangenehm.

    Um auf den Dachboden oder die Galerie zu kommen, musste man bisher auf eine bequeme und sichere Treppe weitgehend verzichten, denn eine normale Raumspartreppe ist oft ein Kompromiss zwischen Begehbarkeit und Nutzen.

     

    Die „1m²-Treppe“ von KENNGOTT-TREPPEN ist eine echte Alternative zu Samba-, Raumspar- oder Leitertreppen und stellt insbesondere für die Erschließung von engen Räumen eine optimale Lösung dar. Sie besticht mit außergewöhnlicher Technik und garantiert dadurch eine hohe Sicherheit beim Treppensteigen.

    Das besondere Merkmal der Quadratmeter-Treppe ist ihr spiralförmig gewundener Mittelhandlauf aus Edelstahl.

     

    Die originelle „1m²-Treppe“ wurde aktuell mit dem red dot design award ausgezeichnet und trägt somit das begehrte Qualitätssiegel für ästhetische Formen und nachhaltige Trends: Das kleine Raumwunder vereint Design und Funktion in einem handlichen Format und garantiert bei einem minimalen Bedarf an Platz eine außerordentlich bequeme Begehbarkeit der Treppe – sowohl in der Aufwärts- als auch in der Abwärtsbewegung. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig, denn bei den Trittstufen stehen die unterschiedlichsten Werkstoffe zur Verfügung.

    Ob Massivholz, das strapazierfähige Material Longlife, Naturstein oder Glas – Materialien und Oberflächen können bei der Raumgewinntreppe individuell zusammengestellt werden und machen den Aufstieg in die nächste Etage sogar in kleinen Nischen oder engen Fluren zu einem echten Blickfang.

     
     

    2 x viertelgewendelter Grundriss

     
    2 x viertelgewendelter Grundriss
     
     

    Absturzhöhe

     
    Absturzhöhe

    „Absturz ist der Sturz einer Person mit einer Absturzhöhe von mehr als einem Meter.
    Absturzhöhe ist der Höhenunterschied zwischen einer Absturzkante, einem Arbeitsplatz oder Verkehrsweg und der nächsten tiefer gelegenen ausreichend breiten und tragfähigen Fläche."        
    (Quelle: BG Baugenossenschaft)

    Treppen für Wohngebäude
    mit bis zu zwei Wohnungen und innerhalb von Wohnungen
    EINFAMILIENHAUS
    Treppen für Gebäude im Allgemeinen,
    ab drei Wohnungen

    MEHRFAMILIENHAUS

    Freie Seiten von Treppenläufen und Geländern

    ab 1 m Absturzhöhe erforderlich

    Geländerhöhen lotrecht gemessen

    bis 12 m Gebäudehöhe
    90 cm 90 cm,
    Bauordnungsrecht nach Bundesland hat Vorrang
    ab 12 m Gebäudehöhe

    110 cm

    Wenn das Treppenauge kleiner als 20 cm ist, kann die Geländerhöhe auf 90 cm reduziert werden.

     

     

     
     

    Antritt, Antrittsstufe

     
    Antritt, Antrittsstufe

    Die untere Stufe eines Treppenlaufes wird als Antritt(stufe) bezeichnet. Sie unterscheidet sich weder in der Form noch im Material von den anderen Stufen.

     
     

    Antrittspfosten

     
    Antrittspfosten

    Der erste Pfosten des Geländers am Beginn der Treppe ist nahezu immer mit der Antrittsstufe verbunden.

     
     

    Asteiche

     
    Asteiche

    Eine Asteiche gibt es eigentlich nicht in der Natur, zumindest nicht als besondere Baumart. Denn wie jeder Baum hat auch jede Eiche ihre Äste. Doch Eichenholz, das besonders astig und damit rustikal wirkt, bezeichnet der Fachmann als Asteiche.

     

    Unser Stufenmaterial Asteiche Longlife vereint die typische rustikale Optik mit moderner Ausführung und lässt sich mit anderen Materialien wie Glas und Edelstahl kombinieren.

     
     

    Auftritt a

     
    Auftritt a

    Der Auftritt ist das waagerechte Maß zwischen den Vorderkanten zweier benachbarter Treppenstufen. Der Auftritt wird immer in der Lauflinie gemessen.

     
     
     
    Auge

    Das Treppenauge ist laut DIN 18065 der von den Treppenläufen, Treppenpodesten und Geländern umschlossene freie Raum. Der Begriff Treppenauge entstand aus dem kreisförmigen, nicht durch Konstruktionen verstellten zentralen Luftraum bei Wendeltreppen. Er wurde später ausgedehnt auf alle vorkommenden, durchgehenden Lufträume zwischen einzelnen Treppenläufen.

     

    Da von diesen Lufträumen in Treppenhäusern mit einer Höhe von 12 Metern die Absturzgefahr groß ist, ist ab einer Tiefe/Breite des Treppenauges von mehr als 20 cm ein Geländer mit einer Höhe von mindestens 1,10 m erforderlich.

     
     

    Ausschreibungstexte

     

    „Eine Ausschreibung ist die öffentliche, schriftliche Aufforderung, Angebote für die in der Ausschreibung genannten Lieferungen oder Leistungen abzugeben.“ (Wikipedia)

     

    Ausschreibungstexte für verschiedene Treppenarten von KENNGOTT zum Download www.kenngott.de/architekten/ausschreibungstexte/

     
     

    Austritt, Austrittsstufe

     
    Austritt, Austrittsstufe

    = die letzte (oberste) Stufe eines Treppenlaufes. Für die Austrittsstufe ist keine Unterschneidung unter eine darauf folgende Stufe erforderlich, deshalb verringert sich die Breite um das Maß der Unterschneidung. Austrittsstufen sind schmaler als reguläre Stufen im Treppenverlauf. Die Austrittstufe kann auch Teil eines Austrittpodestes sein. Somit ist sie nicht immer die letzte Stufe des realen Treppenlaufes.

     
     

    Austrittspfosten

     
    Austrittspfosten

    = der letzte Pfosten des Geländers am Ende eines Treppenlaufes.

     
     

    Bauschutz

     
    Bauschutz

    Jede KENNGOTT-Treppe wird mit einem individuell für diese Treppe gefertigten Bauschutz versehen, welcher die Stufen während des Transports und der Restbauphase vor Staub, Beschädigungen und Verunreinigungen schützt.

     
     

    Beleuchtung

     
    Beleuchtung

    Für die Vermeidung von Unfällen auf Treppen ist eine ausreichende Beleuchtung notwendig. Während es für Ein- und Zweifamilienhäuser diesbezüglich keine Anforderungen gibt, ist hingegen für Betriebsstätten eine Beleuchtungsstärke von 100 lx als Mindestwert gefordert. Die Lichtschalter müssen zudem in der Nähe der Treppenzu- und -abgänge liegen und gut zugänglich sein.

     

    Damit sich jede einzelne Stufenkante gut erkennen lässt, ist die Beleuchtung besonders wichtig. Das gilt vor allem am Beginn und am Ende des Treppenlaufes. Ältere Menschen benötigen in der Regel mehr Licht als jüngere.

     

    Nachträglich kann eine Treppe auch ohne Elektroinstallation über z.B. eine erhältliche Akku-Beleuchtung von KENNGOTT-TREPPEN nachgerüstet werden.

     
     

    Bequemlichkeitsregel

     

    Die Bequemlichkeitsregel errechnet sich aus Auftritt (A) und Steigungshöhe (S):
    A – S = 12 cm


    Die Formel wurde von dem französischen Ingenieur Francois Blondel im 17 Jahrhundert entwickelt.  Später wurde sie durch Versuche zum Energiebedarf des Menschen beim Treppensteigen bestätigt. Da der Mensch in der Entwicklung immer größer wird, findet diese Regel im Gegensatz zum Schrittmaß weniger Beachtung.

    Siehe auch Sicherheitsregel, Schrittmaßregel.

     
     

    Blockstufe

     

    Blockstufen sind Stufen mit rechteckigem Querschnitt, wobei die Stufenhöhe gleich der Steigungshöhe ist.

     
     

    Brüstungsgeländer

     
    Brüstungsgeländer

    Brüstungsgeländer sind im baurechtlichen Sinne Absturzsicherungen. Die Höhe liegt in der Regel bei 90 cm. Je nach Absturzhöhe und Gebäudeart kann sich diese bis auf 1,10 m erhöhen. Dies kann ergänzend zur DIN 18065 durch die Bauordnungen der Länder geregelt sein. Weitere Vorgaben z. B. Klettereffekt oder Öffnungsmaße sind ebenfalls geregelt. (siehe Treppengeländer)

     
     
     

     

    Computer Aided Design (rechnergestütztes Konstruieren).

    In vielen Bereichen heutzutage Standard und aus dem alltäglichen Arbeitsablauf nicht mehr wegzudenken.

    Für viele Bereiche gibt es maßgeschneiderte Programme. Bei KENNGOTT werden die Treppen ausschließlich mit 2D und 3D-CAD geplant. Über Jahrzehnte wurde handelsübliche Software für und durch uns weiterentwickelt und an unsere Anforderungen angepasst.

    Die Übergabe zur Produktion CAM

     
     
     

     

    CAM = Computer Aided Manufacturing (rechnergestütztes Fertigen).

    In der Produktion werden die CAD-Daten aus der Konstruktion importiert und umgesetzt.

    Stufen, Wangen und Handläufe können so optimiert und maßgenau gefertigt werden. Manuelle Arbeit wird dadurch vermindert bzw. erleichtert. Ebenso kann hierdurch eine konstantere Qualität sowie Reproduzierbarkeit erreicht werden.

     
     

    Deckenblende, Deckenrandverkleidung

     
    Deckenblende, Deckenrandverkleidung

    Um den Aufbau der Fußböden im Bereich der Deckenlochs bzw. Treppenöffnung zu schließen, können Deckenblenden bzw. Deckenrandverkleidungen zur Ausführung. Man nennt die Verkleidung des Deckenlochrandes auch Blendwange oder Deckenrandblende.

     

    Diese Gestaltungsmöglichkeit kann in dem ausgewählten Treppenstufenmaterial ausgeführt werden, um optisch eine harmonische Einheit zu bilden.

     

     
     

    Deckenloch

     
    Deckenloch

    Die Aussparung der Decke wird als Deckenloch bezeichnet. Für Treppen sollte diese ausreichend dimensioniert werden.

     

    Hierzu können die Normgrundrisse von KENNGOTT-TREPPEN zur Hilfe herangezogen werden.

    Die Treppenmaße geben die notwendige Öffnung in der Decke an.

     
     

    DIN 18065

     

    Vorschriften zum Treppenbau - neuste Ausgabe von 03/2015.

     

    Die DIN 18065 befasst sich mit der Konstruktion und Ausführung von Gebäudetreppen und gibt bestimmte Werte für die Steigung, Laufbreite und Auftritt einer Treppe vor. Sie regelt Begriffe, Messregeln, Toleranzen und Hauptmaße für Gebäudetreppen.

     

    Hierbei wird zwischen "Gebäuden im Allgemeinen" und "Wohngebäuden mit bis zu zwei Wohnungen und innerhalb von Wohnungen" unterschieden.

     
     

    Doppelbolzen

     
    Doppelbolzen

    Der Doppelbolzen (2 hintereinander angeordnete Tragelemente) wird eingesetzt, wenn keine Wände zur Befestigung der Wandanker vorhanden sind. Er dient zur Lastabtragung.

     

    Allerdings müssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein, wie zum Beispiel eine zu überbrückende Länge von nicht mehr als 1,20 m. Auf eine Stahlunterkonstruktion kann dann verzichtet werden.

     

    Diese Lösung wird vornehmlich im Bereich von Fenstern angewendet.

     
     

    Energiebedarf

     
    Energiebedarf

    Begeht man eine Treppe, so hat man einen 7-fach höheren Energiebedarf als beim normalen Begehen einer Ebene.

     
     

    Europäische Technische Bewertung (ETA)

     

     

    In der ETA (European Technical Assessment) oder ETB (Deutsch: Europäische Technische Bewertung) werden Bauprodukte und deren Verwendungszwecke beschrieben, die nicht (vollständig) in einer harmonisierten Norm geregelt sind. In diesem Verfahren wird auch auf spezielle Eigenschaften der Produkte eingegangen.

    Die Zuständigkeit liegt in Deutschland beim Deutschen Institut für Bautechnik in Berlin (DIBt). Die Ausstellung und Überwachung bietet dem Kunden hohes Maß an Sicherheit für das erworbene Produkt.

    Die Gültigkeitsdauer der ETB ist zeitlich unbeschränkt. Gegenüber einer nationalen Zulassung bietet die ETA eine größere Reichweite des Geltungsbereiches.

    Freitragende Treppen in Holz und Stein, Kragarmtreppe, HPL-Wangentreppe, KENNGOTT-Hängetreppe (geländertragende / handlauftragende Bolzentreppe) und weitere Treppensysteme sind bei KENNGOTT hier bewertet und zugelassen.

     
     

    Faltwerktreppe "Tokio"

     
    Faltwerktreppe "Tokio"

    Bei der modernen Variante der klassischen KENNGOTT-Treppe werden die Tragelemente durch Setzstufen ersetzt. Hierdurch entsteht eine geschlossene Optik. Durch die scheinbar nahtlose Verbindung von Tritt- und Setzstufen wirkt die Treppe von der Seite aus betrachtet wie ein faltetes Blatt Papier, erinnert an einen Leporello oder eine Ziehharmonika. Deshalb trägt sie auch den Namen Faltwerktreppe.

    Bei der Wahl des Geländers können Sie zwischen verschiedenen Optionen wählen - Reling und Glasgeländer. Die Treppenstufen können aus Longlife und unterschiedlichen Massivhölzer gefertigt werden.

    Der Wandabstand kann hierbei auch kleiner als 4 cm ausgeführt werden.


    Der Auftritt muss bei geschlossenen Treppen mindestens 26 cm betragen.

    Weitere Informationen und Beispiele zum Thema Faltwerktreppe



     
     

    Fingerfreiheit

     
    Fingerfreiheit

    Fingerfreiheit ist der Abstand von Handlauf zu angrenzenden Bauteilen wie z.B. einer Wand.
    Dieser ist mindestens mit 50 mm einzuhalten, um eine Quetschungsgefahr der Hände zu verhindern.

    Sinn der Fingerfreiheit besteht hauptsächlich in der Sicherheit. Dank des Abstandes kann die Hand beim Treppensteigen auf dem Handlauf gleiten.

     
     

    Flächenbedarf

     
    Flächenbedarf

    Aus der Geschosshöhe und den Anforderungen aus DIN / LBO ergeben sich Werte für das Steigungsverhältnis, Stufenanzahl, nutzbare Treppenlaufbreite und Lauflänge.

    Hierdurch kann der Flächenbedarf einer Treppe berechnet werden.

    In manchen Gebäuden steht aus funktionalen Gründen nur wenig Platz für die Anordnung der Treppe zur Verfügung. Dennoch gibt es praktikable Lösungen für flächensparende Treppen.

    Eine Möglichkeit ist die 1m²-Treppe von KENNGOTT, siehe Bild.

    Zur Berechnung der Treppe empfehlen wir unsere kostenlose App "Planungshilfe", verfügbar für Android und iOs.

     
     

    Fluchttreppe

     

    "Als Fluchttreppe bezeichnet man eine Treppe, die als Fluchtweg dient, um einem plötzlich auftauchenden, gefährlichen Ereignis, insbesondere einem Brand, auf sicherem Weg zu entkommen."
     (Quelle Wikipedia)

    Es gibt besondere Anforderungen an eine Fluchttreppe unter anderem bzgl. Brandschutz, Laufbreite, Handlauf etc.

    Fluchttreppen, auch Feuertreppen, werden in der DIN als notwendige Treppen bezeichnet.


     
     

    Gebäudeklassen

     

     

    Gebäude werden gemäß den Landesbauordnungen der einzelnen Bundesländer in Gebäudeklassen eingeteilt. Die Einstufung eines Gebäudes in eine Gebäudeklasse richtet sich nach der Höhe und nach der Fläche des Gebäudes.

    Die Einteilung der Gebäude in verschiedene Gebäudeklassen bringt unterschiedliche Anforderungen mit sich. Je höher die Gebäudeklasse ist, desto höher die Anforderungen.

    Die Höhenangaben in den folgenden Gebäudeklassen der Musterbauordnung bezeichnen die Höhe der Fußbodenoberkante des höchstgelegenen Geschosses, in dem ein Aufenthaltsraum möglich ist, bezogen auf das mittlere Geländeniveau.


    Gebäudeklassen

    GK 1 

    1a) freistehende Gebäude

    Gebäude mit einer Höhe
    bis zu 7 m und nicht mehr als zwei Nutzungseinheiten von nicht mehr als 400 m²

     

    feuerhemmend

     

    1 b) freistehende land- und forstwirtschaflich genutzte Gebäude

    GK 2

    Gebäude

    Gebäude mit einer Höhe bis zu 7 m und nicht mehr als zwei Nutzungseinheiten von insgesamt nicht mehr als 400 m²

    feuerhemmend

     

     

     

     

    GK 3

    sonstige Gebäude

    mit einer Höhe bis zu 7 m

    feuerhemmend

    GK 4

    Gebäude

    mit einer Höhe bis zu 13 m und Nutzungseinheiten mit jeweils nicht mehr als 400 m²

    hoch feuerhemmend

    GK 5

    sonstige Gebäude, einschließlich unterirdischer Gebäude

     

    feuerbeständig

     

     

     
     

    Gehbereich und Lauflinie

     
    Gehbereich und Lauflinie

    Infografik zur Erläuterung des Begriffs Gehbereich bei einer Treppe.Der Gehbereich liegt bei Treppen mit einer Laufbreite bis 100 cm im Mittelbereich der Treppe und hat eine Breite von 2/10 der nutzbaren Treppenlaufbreite. Im Gehbereich ist die Lauflinie angesiedelt, auf der der Auftritt der Treppe gemessen wird. Sie muss stetig verlaufen und darf keine Knickpunkte haben. Innerhalb des Gehbereiches kann die Lauflinie frei gewählt werden.


    Im gewendelten Bereich eines Treppenlaufs ist die Auftrittsbreite der Stufe die Länge der Sehne, welche sich durch die Schnittpunkte der gekrümmten Lauflinie mit den Stufenvorderkanten ergibt.

     
     

    Geländer

     
    Geländer

     

    an der freien Seite von Treppen, Balkonen, an Brücken o. Ä. angebrachte, einem Zaun ähnliche Vorrichtung zum Schutz vor dem Abstürzen und zum Festhalten.

     

    Die Form der Geländer von Treppen in Gebäuden ist in Deutschland in der DIN-Norm 18065 „Gebäudetreppen“, in den Landesbauordnungen und in den Unfallverhütungsvorschriften (UVV) geregelt.

     

    Treppengeländer müssen bei allen Treppen mit mehr als drei Stufen vorgesehen werden.Treppengeländer müssen – über die Stufenvorderkante gemessen – mindestens 90 cm hoch sein. Bei einer Absturzhöhe von mehr als 12 m beträgt sie 1,10 m. Diese sind unterschiedlich je nach Bundesland und in den jeweiligen Landesbauordnungen nachzulesen.

     
     

    Geländerfüllung

     
    Geländerfüllung

     

    Zwischen den Geländerpfosten und dem Handlauf befinden sich die Füllungen oder Stäbe oder ein bis zwei horizontale Kniestäbe.


    In Ein- und Zweifamilienhäusern gibt es keine Anforderungen an die Öffnungen der Geländer. Bei Gebäuden, bei denen mit unbeaufsichtigten Kleinkindern zu rechnen ist, darf der Lichtabstand bei senkrechten Stäben nur bis 12 cm betragen.

    Bei horizontalen Füllungen soll das Überklettern durch eine Scheibe bis 70 cm Höhe oder durch überstehende Handläufe, die mindestens 15 cm nach innen versetzt sind, erschwert werden.

     
     

    geradläufiger Grundriss

     
    geradläufiger Grundriss

    Beispiel

     
     

    Geschosshöhe

     
    Geschosshöhe

     

    Geschosshöhe ist der senkrechte Abstand zwischen der Oberkante des Fußbodens einer Ebene und der Fußbodenoberkante der darüberliegenden Ebene (Geschoss).

     
     

    Glastreppe

     
    Glastreppe

    Eine nicht alltägliche Art, verschiedene Wohnebenen zu verbinden, bietet eine Glastreppe. Durch ihre Transparenz und Leichtigkeit bleibt der Raum optisch in seiner gesamten Größe erhalten.

    Die Stufen der KENNGOTT-TREPPE oder der KENNGOTT-SPINDELTREPPE werden aus Plexiglas hergestellt.

    In Verbindung mit einer Stahlunterkonstruktion als Wanden- oder Spindeltreppe können auch Stufen aus rutschhemmendem Verbundglas mit einer hohen Tragfähigkeit hergestellt werden. Eine KENNGOTT-Glastreppe stellt mit Sicherheit die effektvollste Ausdrucksform des "Begehens" dar.

     
     

    Grenzmaße

     

    Die DIN 18065 „Gebäudetreppen – Begriffe, Messregeln, Hauptmaße“ gilt im deutschen Wohnungsbau als die wichtigste Regel für die Maße von Treppen. Sie beinhaltet alle Höchst- und Mindestmaße für Treppen.

     
     

    Grundrisse

     

    Es gibt 5 verschiedene Grundrissarten:

     

     

     

    geradläufig

     

    halbgewendelt

     

    viertelgewendelt

     

    2 x viertelgewendelt

     

    Spindeltreppe

     
     

    halbgewendelter Grundriss

     
    halbgewendelter Grundriss

    Beispiel

     
     

    Hängetreppe

     
    Hängetreppe

    Die KENNGOTT-Hängetreppe ist eine innenliegende geländertragende Geschosstreppe, die in Ein- oder Zweifamilienhäuser eingesetzt wird.

    Die Stufen sind an einem Massivholzhandlauf über Geländerstäbe aufgehängt. Der tragende Holzhandlauf ist mindestens 16 cm hoch. Die Stufen sind wandseitig mit Wandanker gelagert und an der Lichtseite über Bolzen verbunden.

     
     

    Handlauf

     
    Handlauf

    Treppen müssen mindestens auf einer Seite einen festen und griffsicheren Handlauf haben.

    Beim Anbringen eines Handlaufes ist zu beachten, dass dieser bequem benutzt werden kann. Die greifende Handlaufbreite beträgt mindestens 2,5 cm und maximal 6,0 cm (Handlaufprofil). Zu benachbarten Teilen muss der lichte Abstand mindestens 5 cm betragen (Fingerfreiheit).

    Die Höhe für den Handlauf bzw. Geländerhöhe darf nicht niedriger als 80 cm und nicht höher als 115 cm betragen. Das Maß hierzu wird senkrecht über der Stufenvorderkante bis Oberkante Handlauf gemessen.

    Bei der KENNGOTT-TREPPE ist die Höhe des Handlaufes auch gleichzeitig die Geländerhöhe.
    Zusätzlich ist zu beachten das der Handlauf durchgehend sein muss. Für notwendige Treppen in Wohngebäuden darf in den Ecken von Wendlungsbereichen unterbrochen werden. Dieser beträgt min. 5 cm und max. 20 cm. Zu beachten ist, dass die Höhe des ankommenden Handlaufs nicht über die Höhe des weiterführenden Handlaufes liegen darf.

     
     

    Handlaufprofil

     
    Handlaufprofil

    Um die Hand möglichst sicher und ergonomisch zu führen, sind Rundprofile oder daraus kombinierte Querschnitte besser geeignet als eckige Kantprofile. Die zu greifende Breite des Handlaufes muss laut DIN 18065 mindestens 2,5 cm und maximal 6 cm betragen.


    Darüberhinausgehend fordert die DIN 18040, dass Handläufe gut umgreifbar, rund oder oval mit einem Durchmesser von 3 bis 4,5 cm anzufertigen und zur besseren Orientierung kontrastreich ausgebildet sind.
    Für Handläufe eignen sich am besten Materialien, die glatt sind. Unter anderem kommen sowohl Vollholzprofile, verleimte Bohlen oder Holzwerkstoffe als auch Metallprofile und -rohre zum Einsatz.


     
     

    KENNGOTT 1m²-Treppe

     
    KENNGOTT 1m²-Treppe

    Das kleine Raumwunder vereint Design und Funktion in einem handlichen Format und garantiert bei einem minimalen Bedarf an Platz eine außerordentlich bequeme Begehbarkeit der Treppe – sowohl in der Aufwärts- als auch in der Abwärtsbewegung. Der Mittelhandlauf ersetzt das sperrige Geländer. Die "1m²-Treppe" wurde mit dem reddot design Award ausgezeichnet und trägt das Qualitätssiegel für ästhetische Formen und nachhaltige Trends.

    Die Maße sind individuell zwischen 1,00 m und 1,40 m möglich.

     
     

    KENNGOTT-TREPPE

     
    KENNGOTT-TREPPE

    KENNGOTT-TREPPE ist die Bezeichnung für eine wandfreie Zweibolzen (WF2)-Treppe. Die KENNGOTT-TREPPE ist eine selbsttragende Konstruktion, die ohne Wangenelemente oder tragende, großdimensionierte Handlaufholme auskommt.

    Das Treppenauge ist frei und transparent. Durch ihre Leichtigkeit hat die KENNGOTT-TREPPE den Charakter eines Möbels und integriert sich unaufdringlich in jedes Wohnambiente. Durch die höhenverstellbaren Tragelemente zwischen den Stufen und die Befestigung derselben an der Wand durch Wandanker bietet sie ein hohes Maß an Flexibilität. Durch die durchdachte variable Konstruktion ergeben sich kürzere Montagezeiten als bei anderen Systemen. Die Gummiauflage der Wandanker wirkt sich positiv auf das Schalldämmmaß und die Schwingungsdämpfung der gesamten Treppe aus.

    Durch die Kombinationsmöglichkeit mit vielen Geländer Ausführungen und die Verbindung verschiedener Materialien wird jede KENNGOTT-TREPPE zu einem Unikat. Sie ist ein Blickfang für jeden Eingangsbereich und ist ein Beitrag zur Aufwertung der Immobilie.

     
     

    Kindersicherheit

     
    Kindersicherheit

    Durch einfache bauliche Maßnahmen wie den Kinderschutzleisten kann das Durchschlüpfen durch Kinder verhindert werden.

    Kinderschutzleisten werden insbesondere bei Stufendicken unter 5 cm empfohlen, da der lichte Stufenabstand in der Regel durch die Steigungshöhe überschritten wird. Zusätzlich empfehlen wir handelsübliche Kinderschutztüren im Bereich des Antritts sowie am Austritt anzubringen.

    Im Ein- und Zweifamilienhausbereich (Wohngebäude mit bis zu 2 Wohnungen) gibt es gemäß DIN 18065 keine Anforderungen zum lichten Stufenabstand. Allerdings sind in diesem Zusammenhang die bundesweit verschiedenen Regelungen in den Landesbauordnungen (LBOs) zu berücksichtigen.
    Bei sonstigen Gebäuden (Gebäude im Allgemeinen) darf das Maß von Öffnungen zwischen Stufen darf in einer Richtung nicht größer als 12 cm sein.

    Für die Kindersicherheit im Ein- und Zweifamilienhaus sind Geländer mit senkrechten Geländerstäben oder Glasfüllungen ratsam. Eine Füllung aus Glas oder mit Stabelementen schließt bzw. verkleinert Geländer- oder Brüstungsöffnungen. Das verhindert ggf. das Überklettern des Geländers durch kleine Kinder.

     
     

    Kragarmtreppe

     
    Kragarmtreppe

    Dieser Treppentyp überzeugt durch seine innovative und gestalterische Optik. Anwendungsbereich für innenliegende Treppe in Gebäuden bis max. 18 Steigungen und einer Breite von 100 cm. Am besten eignen sich geradläufige Grundrisse, aber auch Viertels gewendelte und Podest Treppen. Befestigung an Betonwänden mit einer Wandstärke von mindestens 18 cm. Für alle anderen Wandtypen ist eine Lösung mit eingespannten Stahlstützen möglich.

    Mit einer gesamten Stufenstärke von ca. 8,5 cm und einem gleichbleibenden Querschnitt wird die harmonische Optik der Treppe erzielt. Von einer Umwehrung bis hin zu einem eleganten Glasgeländer werden in Abhängigkeit der örtlichen Anforderungen (LBO) der gestalterischen Freiheit nahezu keine Grenzen gesetzt.

     
     

    Lichte Durchgangshöhe

     

    Als lichte Treppendurchgangshöhe (auch Durchgangshöhe, Kopfhöhe, Kopflichte genannt) wird das „…kleinste lotrechte Fertigmaß zwischen einer gedachten, durch die Stufenvorderkanten verlaufenden Fläche und den Unterkanten und/oder –Flächen darüber liegender Bauteile“ bezeichnet.

    Siehe auch Lichtraumprofil.

    Gebäudetreppen müssen mindestens eine lichte Durchgangshöhe von 200 cm haben.

     
     

    lichter Stufenabstand

     
    lichter Stufenabstand

    Senkrechtes Maß zwischen Oberkante Trittfläche einer Stufe und Unterkante der darüberliegenden Stufe.

     
     

    Lichtraumprofil

     
    Lichtraumprofil

    Gebäudetreppen müssen mindestens eine lichte Durchgangshöhe von 200 cm haben. Lediglich auf einem ein- oder beidseitigen Streifen darf die Durchgangshöhe auf einer Breite von 25 cm eingeschränkt sein. Diese ist in der DIN geregelt.

    In der nachstehenden Abbildung können Sie die Ausmaße des Lichtraumprofils erkennen.

     
     

    Longlife-Stufen

     

    KENNGOTT bietet seine offenen Treppen ohne Unterkonstruktion mit Longlife-Stufen an. Diese haben große Vorteile wie hohe Widerstandsfestigkeit, Farb- und Strukturgleichheit, schöne gerundete Vorderkanten und sind pflegeleicht, um nur einige zu nennen. Optisch hochwertige Dekore wie Lofteiche, Nussbaum, Asteiche, Eiche Barrique, Eiche Trendline, Betonline und Schieferline sind gegen einen geringen Aufpreis zum Basissmodell wählbar und damit für jeden erschwinglich. Mehr Individualität und Wohnambiente sind das Ergebnis.

     

    Sehen Sie die Vorteile der Longlife-Oberfläche in unserem Kurzvideo.

     
     

    Materialien

     
    Materialien

    Bei der KENNGOTT-TREPPE ist die Auswahl an verschiedenen Materialien sehr groß. Als Stufenmaterial stehen Ihnen Massivhölzer in verschiedenen Qualitäten und Holzarten zur Verfügung. Alternativ zum Furnier stehen Longlife-Stufen zur Verfügung, die in optisch hochwertigen Dekoren wie Asteiche, Buche, Eiche Barrique oder Eiche Trendline, Whiteline, Nussbaum, Pinie Nordicline, Betonline und Schieferline wählbar sind.

     

    Im Steinbereich reicht die Materialauswahl von Betonwerkstein über Agglomarmor und Marmor bis hin zu edlem Granit. Nicht nur Stufen werden in vielen verschiedenen Materialien gefertigt, auch bei den Geländern und Tragelementen können Sie unter anderem zwischen Holz, Stahl, Edelstahl in vielen Varianten wählen. Dadurch wird jede KENNGOTT-TREPPE zu einem individuellen Bauteil, welchen Ihren Wohnraum verschönert.

    Zur bequemen Bemusterung Ihrer Treppe empfehlen wir unseren Online 3D-Treppenkonfigurator.

     

     
     

    Metalltreppe

     
    Metalltreppe

    Metalltreppen sind sowohl innen als auch außen einsetzbar. Eine Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten bieten sich bei einer Metalltreppe an. So können z.B. Wangentreppen mit einer Tragkonstruktion aus Flachstahl, Stahlkasten oder Profilstahl mit dazwischengeschweißter oder -geschraubter Stufenkonstruktion hergestellt werden.

    Steht eine Metalltreppe im Innenraum eines Hauses, so spielt natürlich die Ästhetik eine übergeordnete Rolle, dagegen wird an eine Außentreppe noch zusätzlich die Forderung an die Nutzbarkeit gestellt. Bei einer Aussentreppe eignen sich für die Trittsicherheit im Winter vorzugsweise Gitterroststufen oder gelochte Bleche.

    KENNGOTT liefert für die Metalltreppen ja nach Anforderungsprofil auch paßgenaue Stufenbeläge aus Granit, Marmor, Holz und Glas. Dadurch wird auch die KENNGOTT-Metalltreppe zu einem individuell gestalteten Objekt im Innen- oder Außenbereich.

     
     

    Neigung

     
    Neigung

    Aus dem Verhältnis der Tiefe des Auftritts einer Trittstufe zur Antrittshöhe einer Setzstufe errechnet sich die Neigung einer Treppe. Angegeben wird sie als Quotient = Steigungsverhältnis

    Zwischen einer Neigung von 20 und 45 Grad spricht man von einer herkömmlichen Treppe. Bei einer geringeren Neigung wird von einer Rampe oder einer Treppenrampe gesprochen.

    Bei einer Neigung von über 45 Grad wird meist von einer Steiltreppe oder Raumspartreppe gesprochen. Um eine Steigleiter handelt es sich, wenn der Neigungswinkel größer als 75 Grad ist.

     
     

    Pflege Ihrer Massivholztreppen

     
    Pflege Ihrer Massivholztreppen

    Die Pflege Ihrer Massivholztreppe ist durch die widerstandsfähige Oberfläche einfach. Abstauben reicht vollkommen aus. Schmutz können Sie mit einem feuchten Tuch (nicht nass!) abwischen. Verwenden Sie keine ammoniak- oder lösemittelhaltigen Reiniger und beachten Sie, dass keine Schlämmmittel (Kreide) enthalten sind (Schmiergelwirkung). Danach alle Holzflächen gründlich trocken reiben.

     
     

    Plattenstufe

     

    Bei Plattenstufen ist die Stufendicke wesentlich geringer als die Steigungshöhe. Plattenstufen werden in offenen und geschlossenen Treppen angeordnet. Die KENNGOTT-TREPPE besteht auf Plattenstufen.

     
     

    Platzbedarf Spindeltreppen

     
    Platzbedarf Spindeltreppen

    In untenstehender Tabelle kann man erkennen, welche Durchmesser und Laufbreiten bei Spindeltreppen für die verschiedensten Anwendungsgebiete besonders gut geeignet sind.

     
     

    Podeste

     
    Podeste

    Ein Zwischenpodest soll nach maximal 18 Steigungen angeordnet werden. Dies gilt jedoch nicht mehr für Treppen in Ein- oder Zweifamilienhäusern. Dabei muß die nutzbare Podesttiefe mindestens der nutzbaren Laufbreite des Treppenlaufes entsprechen.

     
     

    Psychologie

     

    Betrachtet man eine Treppe nach den psychologischen Gesichtspunkten, so ergibt sich eine psychologisch "günstige" Steigarbeit bei einem Treppen-Neigungswinkel von 30 Grad und bei folgendem Steigungsverhältnis: Stufenhöhe H / Stufentiefe T = 17 / 29.

     
     

    Raumgewinntreppe

     
    Raumgewinntreppe

    Mehr Sicherheit und Komfort beim Treppensteigen

     

    Der bisher ungenutzte Dachboden lässt sich ideal zu einem praktischen Hobbyraum, einem phantasievollen Kinderparadies oder einem ruhigen Platz zum Arbeiten umbauen. Um bequem in die nächste Etage zu gelangen, sollte eine sicher begehbare Treppe vorhanden sein. Doch konventionelle Raumspartreppen sind gefährliche Stolperfallen und gerade unsichere Menschen empfinden das Erklimmen der Stufen oft als unangenehm.

     

    Der Treppenhersteller Kenngott ist mit seiner innovativen Idee auf dem richtigen Weg – nach oben! Um auf den Dachboden oder die Galerie zu kommen, musste man bisher auf eine bequeme und sichere Treppe weitgehend verzichten, denn eine normale Raumspartreppe ist oft ein Kompromiss zwischen Begehbarkeit und Nutzen. Die „1m²-Treppe“ ist eine echte Alternative zu Samba-, Raumspar- oder Leitertreppen und stellt insbesondere für die Erschließung von engen Räumen eine optimale Lösung dar. Sie besticht mit außergewöhnlicher Technik und garantiert dadurch eine hohe Sicherheit beim Treppensteigen. Das besondere Merkmal der Quadratmeter-Treppe ist ihr spiralförmig gewundener Mittelhandlauf aus Edelstahl. Die originelle „1-m²-Treppe“ wurde aktuell mit dem red dot design award ausgezeichnet und trägt somit das begehrte Qualitätssiegel für ästhetische Formen und nachhaltige Trends: Das kleine Raumwunder vereint Design und Funktion in einem handlichen Format und garantiert bei einem minimalen Bedarf an Platz eine außerordentlich bequeme Begehbarkeit der Treppe – sowohl in der Aufwärts- als auch in der Abwärtsbewegung. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig, denn bei den Trittstufen stehen die unterschiedlichsten Werkstoffe zur Verfügung. Ob Massivholz, das strapazierfähige Material Longlife, Naturstein oder Glas – Materialien und Oberflächen können bei der Raumgewinntreppe individuell zusammengestellt werden und machen den Aufstieg in die nächste Etage sogar in kleinen Nischen oder engen Fluren zu einem echten Blickfang.

     
     

    Raumspartreppe

     
    Raumspartreppe

    Da der Wohnraum häufig knapp bemessen ist, wird oftmals das Dachgeschoss zu zusätzlichen Nebenräumen ausgebaut. Um nicht allzu viel Platz für eine Treppenanlage zu verschenken, die Räume aber erreichbar zu machen, bietet sich der Einbau einer Raumspartreppe an. Die Stufen sind bei diesen Treppen wechselseitig ausgeschweift oder verjüngt, um so einen möglichst geringen Platzbedarf zu erreichen, die Treppe aber dennoch sicher zu machen. Die Materialvielfalt bei KENNGOTT-Raumspartreppen erstreckt sich von Holz-, Metall- über Stein- bis hin zu Acryglastreppen. Als Treppenart eignen sich Wangen-, Samba- oder Spindeltreppen.

     
     

    Rohbautreppe

     
    Rohbautreppe

    Ermöglicht bereits beim Erstellen des Rohbaus ein sicheres Erreichen der einzelnen Geschosse und ein leichtes Transportieren der Materialien. Sie besteht aus leicht zu transportierenden Spindelrohrabschnitten und Einzelstufen, die in kürzester Zeit in der Höhe beliebig verstellbar montiert werden können. Sie passt sich daher jeder Geschosshöhe an. Treppenabschnitte bis zu 3 Geschossen können so übereinandergestellt werden. Ein Steckbügelgeländer gibt sicheren Halt. Der Abstand zu den Treppenhauswänden ist in der Regel groß genug, um die Wände ohne Behinderung verputzen zu können.

     
     

    Schrittmaßregel

     

     

     

    Die Schrittmaßregel ist eine Formel zum sicheren und bequemen Begehen einer Treppe und wurde von dem französischen Ingenieur François Blondel (1617–1686) entwickelt.

    Sie lautet: 2 x Steigung + Auftritt = 59 bis 65 cm.

    Ideal sind 63 cm. Diese Formel resultiert daraus, dass beim Laufen eines Menschen seine Schrittlänge 63 cm beträgt. Beim Treppensteigen verkürzt sich die Schrittlänge, da zusätzlich zur Waagerechten auch ein Höhenunterschied überwunden werden muss. Ein „empfehlenswertes Steigungsverhältnis“ liegt bei einem Auftritt von 26 cm und einer Steigung von 18,5 cm.

    Die Grenzmaße 59 und 65cm sind durch die Treppen-DIN 18065 vorgegeben.

    Siehe auch Sicherheitsregel, Bequemlichkeitsregel.

     
     

    Sicherheitsradius

     
    Sicherheitsradius

    Die Ausführung der Stufenvorderkante kann entscheidend zur sicheren Begehbarkeit einer Treppe beitragen. Ist sie zu scharfkantig entsteht eine Stolperkante.

    Dagegen verschwimmt die Stufenvorderkante für den Nutzer, wenn ein zu großer Radius angebracht wird. Eine deutliche Senkung des Unfallrisikos ergibt sich bei Radien zwischen 2 und 10 mm.

    Longlife-Stufen von KENNGOTT liegen mit einem Radius von 5 mm hier im Idealbereich. Durch die patentierte Ausführungsart der Formgebung und Beschichtung wird ein Abtreten der Vorderkante verhindert.

     
     

    Sicherheitsregel

     

    Die Sicherheitsregel errechnet sich aus Auftritt (A) und Steigung (S):

    A + S = 46 cm

     

    Siehe auch Schrittmaßregel, Bequemlichkeitsregel.

     
     

    Setzstufe

     
    Setzstufe

    Eine Setzstufe ist ein senkrechtes Stufenteil zwischen zwei Trittstufen. Ist der Raum zwischen zwei Trittstufen geschlossen, so nennt sich das lotgerechte bzw. annähernd lotgerechte Teil Setzstufe oder Stoßstufe.

    Sind Setzstufen in einem Lauf angeordnet so spricht man von einer geschlossenen Treppe.

    Offene Treppen hingegen haben keine Setzstufen.

    Zum Thema Kindersicherheit: Ist der Abstand zwischen den Stufen für Kleinkinder zu groß, können Baurechtsleisten eingezogen werden. Generell sollte der Abstand zwischen zwei Stufen sollte höchstens 12 cm betragen. Diese Querleisten sind meist aus Metall oder Holz und lassen Sie wieder entfernen, wenn die Kinder größer werden.

     
     

    Spindeltreppe

     
    Spindeltreppe

    Durch das schwungvolle Erscheinungsbild integriert sich eine Spindeltreppe hervorragend in den Wohnraum, zumal auch noch der Platzbedarf geringer ist als z.B. bei einer gewendelten Treppe. Zur Befestigung werden keine Umfassungswände benötigt, die Verankerung erfolgt an einem bauseitigen Deckenelement. Der spiralförmige Verlauf einer Spindeltreppe kommt besonders mit einer formverleimten Holzwange oder einem geschwungenen Holzhandlauf zur Geltung. KENNGOTT-Spindeltreppen tragen durch ihre Individualität und die Materialvielfalt in Bezug auf Stufen- und Geländerkombinationen zu einer Aufwertung des Wohnraumes bei.

     
     

    Spindeltreppe Grundriss

     
    Spindeltreppe Grundriss

    Beispiel

     
     

    Steigung

     
    Steigung

    Gemessen wird die Treppensteigung als lotrechtes Maß zwischen zwei benachbarten Trittflächen.

     
     

    Stufenanzahl

     

    Ein Treppenlauf besteht aus einer ununterbrochenen Folge von mindestens 3 Stufen.

    Die Anzahl der Stufen richtet sich unter anderem nach der zu überwindenden Höhe, dem zur Verfügung stehenden Platz, Schrittmaßregel, Anforderungen an die Treppe und Vorschriften.

    Eine Treppe mit 15 Steigungen hat üblicherweise 14 Stufen, da die letzte Steigung dann von der Austrittsebene (Geschossdecke) gebildet wird. Im Wohnungsbau sind bei Fertighöhen zwischen 270 und 300 cm meist 14 bis 16 Steigungen (13 bis 15 Stufen) üblich. Für bestimmte Gebäudearten kann es erforderlich sein nach 18 Steigungen ein Ruhepodest einzuplanen.

     
     

    Stufenarten

     
    Stufenarten

    Hier muss zwischen Ausführung der Stufen und Lage der Stufen innerhalb des Treppenlaufes unterschieden werden. Ebenso kann das Stufenmaterial ein Kriterium sein.

    Blockstufe

    Plattenstufe
    Winkelstufe

    Gewendelte Stufe
    Gerade Stufe
    Drachenstufe

    Holzstufe
    Steinstufe
    Metallstufe
    Glasstufe
    Holzwerkstoff

     
     

    Stufendicke

     

    Die Stufendicke (auch Stufenstärke) ist das Maß der Stufe von der Oberkante (Trittfläche) und Unterseite. Je nach Stufenmaterial und statischer Anforderung wird diese durch die ETB, Europäische Technische Bewertungm festgelegt.

    Bei Wangentreppen kann durch die Stufenstärke auch der Brandschutz beeinflusst werden. Bei vielen Holztreppen sind 40 mm als Stufendicke üblich.

    Bei der Kenngott-Treppe mit Natursteinstufen sind 60 mm ausgeführt. Die Bolzentreppe mit Longlife- und Massivholzstufen werden 65 mm gefertigt. Dies trägt, in Verbindung mit der Unterschneidung von 9 cm, auch zur Verringerung des lichten Stufenabstandes bei. Das Durchklettern wird erschwert (Zwängungskräfte).

     
     

    Stufenverziehung

     
    Stufenverziehung

    Für die Stufenverziehung bei gewendelten Treppen gibt es in der DIN 18065 genaue Vorgaben. Ebenso sind handwerkliche Verziehungsregeln zu beachten. Diese Regeln haben im Verlauf von Jahrhunderten entwickelt und tragen zur sicheren Begehbarkeit der Treppe bei.

     
     

    Toleranzen

     

     

    Für Treppen regelt die DIN 18065 die Toleranzen im eingebauten Zustand. Unterschieden wird zwischen Sollmaß und Istmaß. Je nach Gebäudeart (Ein- Zweifamilienhaus, sonstige Gebäude) sind unterschiedliche Toleranzen für u.a. Auftritt, Steigungshöhe geregelt. Grenzmaße dürfen dabei nicht unter- bzw. unterschritten werden.

     

     
     

    Tragbolzen

     
    Tragbolzen

     

    Verbindungsteil zwischen zwei Stufen. Bei freitragenden Treppen üblicherweise an Wand- und Geländerseite. Bei Geländertragenden Treppen („Hängetreppen“) nur an der Geländerseite.

    Durch die Tragbolzen werden die Lasten über die Stufen in die Geschossdecken weitergeleitet.

    Als gestalterisches Element tragen sie stark zur Optik der Treppe bei. Ausführungen sind in Edelstahl, Holz oder beschichtetem Stahl möglich.

     
     

    Treppen gestern und heute

     
    Treppen gestern und heute

    Egal ob eine steile Leiter oder eine flache Rampe, jede Treppe dient zur Überwindung von Höhendifferenzen. Nicht nur konstruktive, bautechnische Anforderungen sondern auch viele gestalterische Gesichtspunkte sind bei der Planung einer Treppe maßgebend. Bei den Urvölkern der Waldregion war der Steigbaum die erste Form einer Treppe, bei den Bewohnern der Steppenregion waren es aufgeschichtete Steine. Es handelte sich hierbei um einfache geradläufige Treppen. Durch eine lang andauernde Entwicklung des Treppenbaus haben sich die Formen, die wir heute kennen, herauskristallisiert. Daneben haben die vielen Stilepochen (z.B. Barock) ihr Übriges dazu getan, um eine Treppe optisch wirken zu lassen. Heute wird eine Treppe zuerst unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit betrachtet, wobei sich Sicherheit und Schönheit einer Treppe durchaus verbinden lassen. Das Bild zeigt die Königinnentreppe in Versailles, welche von Louis Le Vau (1612 - 1670) im 17. Jahrhundert geschaffen wurde.

     
     

    Treppenantritt, Treppenantrittsstufe

     
    Treppenantritt, Treppenantrittsstufe

     

    Die erste, unterste Stufe eines Treppenlaufes wird als Treppenantrittsstufe bezeichnet.

    siehe auch Antritt, Antrittsstufe

     
     

    Treppenarten

     

    Grundsätzlich unterscheidet man zwei Treppenarten: Treppen mit geraden und Treppen mit gewendelten Läufen. Zu den geraden Läufen zählen u.a. die einläufig und zweiläufig geraden Treppen. Spindeltreppen sind hingegen den gewendelten Läufen zuzuordnen.  siehe auch Grundrisse

    Der Begriff „Treppenart“ kann sich im Sprachgebrauch auf viele verschiedene Ausführungen oder Anforderungen beziehen. So kann es geometrisch gemeint sein, um die Bauart der Treppe, die Nutzungsanforderung oder um die Lage der Treppe im Gebäude / Gelände gehen.
    Ebenso wird nach Materialien unterschieden.
    (Zu einzelnen Punkten sind weiterführende Informationen unter dem jeweiligen Begriff hinterlegt)

    Geometrie:
    Neben den üblich gebräuchlichen Formen für Treppen wie geradläufig, viertel-, halbgewendelt,  ¾ gewendelte Treppe, Podesttreppe (einläufig, mehrläufig, gegenläufig), Spindeltreppe oder  Wendeltreppe, sind Ausführungen als Bogentreppe oder Freiformtreppe möglich.

    Material:
    Die häufigsten Materialien im Treppenbau sind:

    • Holz
      • - Massiv oder Holzwerkstoff
    • Stein
      • - Naturstein (Marmor, Granit, Quarzit, …)
      • - Kunststein (kunstharzgebundener Agglomarmor, zementgebundener Betonwerkstein,…)
    • Stahl
      • - Unterkonstruktion aus Stahl, kombiniert mit einem anderen Material für den Stufenbelag
      • - Treppe inklusive der Stufen (z.B. Gitterroststufen) aus Stahl
    • Beton
      • - Fertigteile oder vor Ort geschalt. Wird teilweise mit anderen Baustoffen belegt

    Weiterhin können Treppen z.B. aus Glas oder modernen Kunststoffen gefertigt werden.

    Bauart:
    Je nach Anforderung an die Treppe oder den örtlichen Gegebenheiten kann bzw. muss die Konstruktionsart gewählt werden. Entscheidend ist ebenso der Wunsch des Nutzers nach der Gestaltung.

    Die Lasten der Treppe müssen am An- und Austritt ausreichend in den Baukörper abgeleitet werden können. Teilweise sind für die Funktionsweise der Treppe tragfähige Wände notwendig:

    • Wangentreppe
      • - Eingestemmt
      • - Aufgesattelt
      • - Halbgestemmt
    • Bolzentreppe
      • - Freitragende Treppe WF1, WF2
    • Hängetreppe (geländertragend)
    • Zweiholmtreppe
    • Metallwangentreppe
    • Betontreppe
      • - Fertigteil vorgefertigt
      • - Geschalt (Baustelle)
    • Harfentreppe
    • Mittelholmtreppe
    • Gemauerte Treppe
    • Kragarmtreppe
    • Raumspartreppe


    Lage der Treppe:

    • Außentreppe (in Verbindung mit einem Gebäude)
    • Freitreppe (im Gelände, Gebäudeunabhängig)
    • Gebäudetreppe
      • - Haupttreppe
      • - Nebentreppe


    Nutzungsart:

    Hier sind weitere Anforderungen an die Ausführung der Treppe  neben der DIN 18065 zu beachten. Dies sind unter anderem die Vorgaben der Länder / Bundesländer, Berufsgenossenschaften

    • Haupttreppe für
      • - Gebäude im allgemeinen (z.B. im Mehrfamilienhaus oder öffentlichen Gebäuden)
      • - Gebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen oder innerhalb von Wohnungen (klassischer Wohnungsbau)
    • Nebentreppe für
      • - Gebäude im allgemeinen
      • - Gebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen oder innerhalb von Wohnungen
    • Fluchttreppe
    • Treppe in Arbeitsstätte
    • Treppen in Kindergärten u.ä., Altersgerechtes bauen
    • Treppen für Menschen mit Einschränkungen (barrierefreies Bauen)

     

     
     

    Treppenauftritt

     
    Treppenauftritt

     

    Der Treppenauftritt ist das waagerechte Maß zwischen den Vorderkanten zweier benachbarter Stufen. Der Auftritt wird immer in der Lauflinie gemessen. Unterschneidungen werden für das Auftrittmaß nicht berücksichtigt.

     
     

    Treppenaustritt, Treppenaustrittsstufe

     
    Treppenaustritt, Treppenaustrittsstufe

    Die letzte, oberste Stufe eines Treppenlaufes. Sie kann auch Teil des (Austritts-)Podestes sein.

    Siehe auch Austrittsstufe



     
     

    Treppendurchgangshöhe

     
    Treppendurchgangshöhe

     Gebäudetreppen müssen mindestens eine lichte Durchgangshöhe von 200 cm haben. In Ein-, Zweifamilienhäusern darf die Durchgangshöhe und somit die Kopffreiheit auf einem ein- oder beidseitigen Streifen auf einer Breite von 25 cm, gemäß Abb. (DIN18065), eingeschränkt sein.

     

     
     

    Treppenlauf

     

    Ein Treppenlauf verbindet zwei Ebenen miteinander und beinhaltet eine ununterbrochene Folge von mindestens drei Steigungen.

     
     

    Treppenlaufbreite, nutzbare

     

    Die nutzbare Treppenlaufbreite unterscheidet sich von der gesamten Treppenlaufbreite.

    Die nutzbare Treppenlaufbreite wird waagerecht zwischen begrenzenden Oberflächen (z. B. fertige Wand) und Innenkante Handlauf gemessen. Diese beträgt bei Wohngebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen mindestens 80 cm, im Mehrfamilienhaus beträgt sie 100 cm.

    Die gesamte Treppenlaufbreite hingegen ist die gemessene Stufenlänge.

     
     

    Treppenlift

     
    Treppenlift

    Ein Treppenlift dient zur Beförderung von eingeschränkten Personen von einer Ebene zur nächsten. Diese Möglichkeit kann z.B. in öffentlichen Gebäuden vorgeschrieben sein (barrierefreies Bauen). Durch die Veränderung der Alterspyramide ist der Einsatz im privaten Bereich in den letzten Jahren ein verstärktes  Anliegen geworden.

    Je nach Hersteller ist es möglich den Lift an der Wand oder einer vorhandenen Treppe zu montieren. Bei einer Nachrüstung auf der Treppe ist zu beachten, dass die Treppe statisch nicht überlastet wird bzw. durch Arbeiten die Gewährleistung erlischt.

    KENNGOTT hat in Zusammenarbeit ein System entwickelt, welches in vielen Fällen eine nachträgliche Liftmontage am Geländer einer älteren Kenngott-Treppe ermöglicht, ohne die Stufen zu beschädigen.

     
     

    Treppenmaße

     

    Je nach Anforderung an die Treppe ist eine Vielzahl an Vorschriften zu beachten. Ebenso ergibt sich aus der Treppenform ein unterschiedlicher Platzbedarf. Hier sollte bereits in der Planungsphase ein Fachmann zur Berechnung einbezogen werden. Beim Bauen im Bestand muss umgekehrt ermittelt werden, was in der gegebenen Situation machbar ist.

    Eine erste Einplanung kann hier mit der KENNGOTT App "Planungshilfe" erfolgen (für Android und iOs erhältlich). Hier können Treppenformen und Beispiele ausprobiert werden. Weiterhin finden Sie dort Hinweise zur DIN 18065 und zur Treppensicherheit.

    Auf unserer Webseite www.kenngott.de finden Sie ebenso Normgrundrisse mit Maßen für viele verschiedene Treppenformen und Ausführungen zum Download.

     
     

    Treppensicherheit

     
    Treppensicherheit

    Unfälle auf Treppen stellen im privaten wie auch im öffentlichen Raum ein hohes Risiko dar. In Deutschland kommt es jährlich zu über 1000 Stürzen mit Todesfolge! Um das Risiko zu mindern, gibt es neben Vorschriften viele Parameter zur Vorsorge.

    Neben einer fachmännischen Stufenverziehung kann besonders auf das Stufenmaterial (Rutschhemmung), die richtige Beleuchtung und einen griffsichern Handlauf geachtet werden.

    Informationen und praktische Hinweise finden Sie in unserem Ratgeber „10 Tipps zu mehr Treppensicherheit“. Dieser steht zum kostenlosen Download bereit.

     
     

    Treppensteigung

     

    Das lotrechte Maß zwischen zwei benachbarten Trittflächen.

     
     

    Treppenstufe

     

    Bauteil einer Treppe, welches mit einem Schritt begangen werden kann.
    Eine Treppenstufe besteht aus Steigung und Auftritt.

     
     

    Treppenwange

     

    Bauteil, das die Stufen seitlich trägt und den Lauf meistens auch seitlich begrenzt.

     
     

    Trittfläche

     

    Das waagerechte, zu begehende Teil einer Trittstufe.

     
     

    Trittstufe

     

    Der waagerechte Teil einer Treppenstufe.

     
     

    Unterkonstruktion

     
    Unterkonstruktion

     

    Wenn für eine Stufenbefestigung keine ausreichend tragfähigen Wände vorhanden sind, können die Stufen zum Lastabtrag auf einer Unterkonstruktion gelagert werden. Diese kann z.B. aus Stahl oder Holz (abgetreppte Wange) ausgeführt werden.

    Im Bereich von Treppenpodesten ist eine Unterkonstruktion zum Überspannen der Treppenhausbreite und die Auflagerung der Podeste erforderlich.

     
     

    Unterschneidung

     
    Unterschneidung

    Bei offenen Treppen, d.h. Treppen ohne Setzstufen sind die Stufen um mindestens 3 cm zu unterschneiden, um Sicherheit zu gewährleisten. Grundsätzlich muss Auftritt und Unterschneidung zusammen mindestens 26 cm ergeben. Mit der KENNGOTT-TREPPE liegen Sie auf der sicheren Seite, hier wird eine Unterschneidung von 9 bzw. 10 cm ausgeführt.

     
     

    Verkehrswege

     

    Als Verkehrswege werden Flächen bezeichnet, die von Personen, Fahrzeugen oder Gütern zur Fortbewegung und zum Transport genutzt werden.

    In Gebäuden sind dies unter anderem Flure und Treppen. Die Gestaltung richtet sich nach Nutzung (privat, öffentlich, Arbeitsstätte,..) und der zu erwartenden Personenanzahl. Es ist auf jeden Fall darauf zu achten, dass sie leicht und sicher zu begehen sind.

     
     

    viertelgewendelter Grundriss

     
    viertelgewendelter Grundriss

    Beispiel: Antritt ¼ gewendelt, rechtsläufig

    Antritt und Austritt liegen bei diesem Grundriss um 90° gedreht zueinander. Der Wendelungsbereich kann am Antritt, am Austritt oder auch mittig im Treppenlauf liegen.

     
     

    Vorschriften

     

    Vorschriften und Richtlinien zur Treppenplanung sind die DIN 18065 (Ausgabe 11/2019), die Landesbauordnungen der jeweiligen Bundesländer (LBO) bzw. die Musterbauordnung (MBO). Ebenso ist eine Vielzahl an Sondervorschriften zu beachten. Diese können u.a. sein: Arbeitsstättenverordnung, Versammlungsstättenverordnung, Krankenhausbauverordnung, Hochhausrichtlinien, Geschäftshausverordnung. Auch die Berufsgenossenschaften geben Richtlinien zur Errichtung von Treppenanlagen heraus.

    Um hierbei der Planung und Ausführung auf der sicheren Seite zu sein, ist es wichtig von Beginn an eine Fachfirma an der Seite zu haben.

     
     

    Wandabstand

     

    Zwischen Treppenlauf bzw. Treppenpodest und Wand (oder anderen angrenzenden Bauteilen wie z.B. Glasscheiben) darf der waagerechte Abstand gemäß DIN 18065 höchstens 6 cm betragen.

    Einzelne Landesbauordnungen haben hier auch max. 4 cm geregelt. Daher werden KENNGOTT-TREPPEN mit einem Wandabstand von 4 cm geplant und gefertigt, so dass keine Probleme bezüglich eines zu hohen Wandabstandes auftreten können.

     
     

    Wandanker

     

    Auch als Wandbolzen bezeichnet. Sie dienen bei bestimmten Treppensystemen zur Befestigung und zum Lastabtrag einzelner Stufen an einer (ausreichend tragfähigen) Wand (oder einem Ersatzbauteil).

     
     

    Wandhandlauf

     

    Bezeichnung für einen Handlauf, der nicht den oberen Abschluss des Geländers bildet, sondern unabhängig davon an der Seitenwand angebracht ist.

    Dies kann unter Umständen durch eine Vorschrift gefordert sein (barrierefreies Bauen, große nutzbare Laufbreiten,…). Die Fingerfreiheit zwischen Handlauf und Wand muss mindestens 5 cm betragen. Der Handlauf muss griffsicher sein und in einer Höhe zwischen 80 und 112 cm über den Stufen mitlaufen. Wird eine Bestandstreppe mit einem Wandhandlauf nachgerüstet, ist die verbleibende nutzbare Laufbreite zu beachten.

     
     

    Wangentreppe

     
    Wangentreppe

    Der Klassiker unter den Treppen. Eine Wangentreppe kann wandunabhängig eingebaut werden. Die Vielzahl an Varianten macht sie auch heute noch für viele Bauvorhaben attraktiv.

    Unterschieden wird unter anderem die eingestemmte und aufgesattelte Wangentreppe, sowie die offene (ohne Setzstufen) oder geschlossene (mit Setzstufen) Ausführung.

    KENNGOTT-Wangentreppen bieten neben diesen auch viele weitere Gestaltungsmöglichkeiten z.B. über die Geländerausführungen.

    Referenzen und weitere Infos: > Wangentreppen

     
     

    Zulassung

     

     

    In allen europäischen Staaten sind Zulassungen für Treppen erforderlich. Unsere Treppen (z.B. KENNGOTT-TREPPE mit Longlife- oder Steinstufen, HPL-Wangentreppe, handlauftragende Treppe oder Kragarmtreppe) sind bauaufsichtlich vom Deutschen Institut für Bautechnik zugelassen.


    siehe Europäische Technische Bewertung (ETB)

     

     
     

    Zweiholmtreppe

     
    Zweiholmtreppe

    Je nach Grundriss geeignet für Treppen mit nichttragenden Umfassungswänden. Die Stufen liegen auf zwei parallel verlaufenden Rechteckrohren. Eine Ausführung mit Stellstufen (geschlossenen Treppe) ist möglich. Die Stahlkonstruktion (einschließlich Geländer) wird grundiert ausgeliefert und ist als Rohbautreppe geeignet. Nach der Bauphase können die Stahlteile dann bauseits individuell gestrichen werden. Dieser Treppentyp ist oft eine kostengünstige Alternative zu anderen Treppenausführungen.

     
     

    Zweiläufig

     
    Zweiläufig

    Eine zweiläufige Treppe gehört zu den geradläufigen Treppen und wird deshalb oft auch zweiläufig gerade Treppe (mit Zwischenpodest) genannt.

    Die geradeläufige Treppe wird in ihrer heutigen Form seit Jahrhunderten geplant und gebaut. Sie zeichnet sich durch ihre klare Konstruktion aus und kommt vor allem in großzügigen Wohnsituationen zum Einsatz, da sie relativ viel Platz benötigt.

    In der Regel werden zwei Geschosse über zwei Treppenläufe und einem Zwischenpodest verbunden, da aus Sicherheitsgründen die Anordnung eines Treppenpodestes nach 18 Steigungen als Unterbrechung des Steigevorgangs erforderlich ist. Werden die Aufgänge mit einem Podest verbunden, spricht man von einer zweiläufigen Treppe.

    Bei Anordnung eines Zwischenpodestes kann die Bewegungsführung auf der Treppe geschwenkt werden. Daraus ergeben sich folgende Grundtypen:

        Einläufige gerade Treppen
        Zwei- oder mehrläufige gerade Treppe mit Zwischenpodesten (kein Richtungswechsel)
        Zweiläufige gewinkelte Treppe mit Eckpodest (Richtungswechsel um 90°)
        Zweiläufige gegenläufige Treppe mit Wendepodest (Richtungswechsel um 180°)


    Gerade Stufen ohne Wendelung. Erhöhter Platzbedarf im Vergleich zu gewendelten Treppen.