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    Treppenlexikon

    Toleranzen

     

     

    Für Treppen regelt die DIN 18065 die Toleranzen im eingebauten Zustand. Unterschieden wird zwischen Sollmaß und Istmaß. Je nach Gebäudeart (Ein- Zweifamilienhaus, sonstige Gebäude) sind unterschiedliche Toleranzen für u.a. Auftritt, Steigungshöhe geregelt. Grenzmaße dürfen dabei nicht unter- bzw. unterschritten werden.

     

     
     

    Tragbolzen

     
    Tragbolzen

     

    Verbindungsteil zwischen zwei Stufen. Bei freitragenden Treppen üblicherweise an Wand- und Geländerseite. Bei Geländertragenden Treppen („Hängetreppen“) nur an der Geländerseite.

    Durch die Tragbolzen werden die Lasten über die Stufen in die Geschossdecken weitergeleitet.

    Als gestalterisches Element tragen sie stark zur Optik der Treppe bei. Ausführungen sind in Edelstahl, Holz oder beschichtetem Stahl möglich.

     
     

    Treppen gestern und heute

     
    Treppen gestern und heute

    Egal ob eine steile Leiter oder eine flache Rampe, jede Treppe dient zur Überwindung von Höhendifferenzen. Nicht nur konstruktive, bautechnische Anforderungen sondern auch viele gestalterische Gesichtspunkte sind bei der Planung einer Treppe maßgebend. Bei den Urvölkern der Waldregion war der Steigbaum die erste Form einer Treppe, bei den Bewohnern der Steppenregion waren es aufgeschichtete Steine. Es handelte sich hierbei um einfache geradläufige Treppen. Durch eine lang andauernde Entwicklung des Treppenbaus haben sich die Formen, die wir heute kennen, herauskristallisiert. Daneben haben die vielen Stilepochen (z.B. Barock) ihr Übriges dazu getan, um eine Treppe optisch wirken zu lassen. Heute wird eine Treppe zuerst unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit betrachtet, wobei sich Sicherheit und Schönheit einer Treppe durchaus verbinden lassen. Das Bild zeigt die Königinnentreppe in Versailles, welche von Louis Le Vau (1612 - 1670) im 17. Jahrhundert geschaffen wurde.

     
     

    Treppenantritt, Treppenantrittsstufe

     
    Treppenantritt, Treppenantrittsstufe

     

    Die erste, unterste Stufe eines Treppenlaufes wird als Treppenantrittsstufe bezeichnet.

    siehe auch Antritt, Antrittsstufe

     
     

    Treppenarten

     

    Grundsätzlich unterscheidet man zwei Treppenarten: Treppen mit geraden und Treppen mit gewendelten Läufen. Zu den geraden Läufen zählen u.a. die einläufig und zweiläufig geraden Treppen. Spindeltreppen sind hingegen den gewendelten Läufen zuzuordnen. Beispiele siehe Grundrissarten.

     
     

    Treppenauftritt

     
    Treppenauftritt

     

    Der Treppenauftritt ist das waagerechte Maß zwischen den Vorderkanten zweier benachbarter Stufen. Der Auftritt wird immer in der Lauflinie gemessen. Unterschneidungen werden für das Auftrittmaß nicht berücksichtigt.

     
     

    Treppenauge

     
    Treppenauge

    Als Treppenauge wird der freie Raum bezeichnet, welcher von Treppenlauf, Treppenpodest und Treppengeländer umschlossen wird.

     
     

    Treppenaustritt, Treppenaustrittsstufe

     
    Treppenaustritt, Treppenaustrittsstufe

    Die letzte, oberste Stufe eines Treppenlaufes. Sie kann auch Teil des (Austritts-)Podestes sein.

    Siehe auch Austrittsstufe



     
     

    Treppendurchgangshöhe

     
    Treppendurchgangshöhe

     Gebäudetreppen müssen mindestens eine lichte Durchgangshöhe von 200 cm haben. In Ein-, Zweifamilienhäusern darf die Durchgangshöhe und somit die Kopffreiheit auf einem ein- oder beidseitigen Streifen auf einer Breite von 25 cm, gemäß Abb. (DIN18065), eingeschränkt sein.

     

     
     

    Treppenlauf

     

    Ein Treppenlauf verbindet zwei Ebenen miteinander und beinhaltet eine ununterbrochene Folge von mindestens drei Steigungen.

     
     

    Treppenlaufbreite, nutzbare

     

    Die nutzbare Treppenlaufbreite unterscheidet sich von der gesamten Treppenlaufbreite.

    Die nutzbare Treppenlaufbreite wird waagerecht zwischen begrenzenden Oberflächen (z. B. fertige Wand) und Innenkante Handlauf gemessen. Diese beträgt bei Wohngebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen mindestens 80 cm, im Mehrfamilienhaus beträgt sie 100 cm.

    Die gesamte Treppenlaufbreite hingegen ist die gemessene Stufenlänge.

     
     

    Treppenlift

     
    Treppenlift

    Ein Treppenlift dient zur Beförderung von eingeschränkten Personen von einer Ebene zur nächsten. Diese Möglichkeit kann z.B. in öffentlichen Gebäuden vorgeschrieben sein (barrierefreies Bauen). Durch die Veränderung der Alterspyramide ist der Einsatz im privaten Bereich in den letzten Jahren ein verstärktes  Anliegen geworden.

    Je nach Hersteller ist es möglich den Lift an der Wand oder einer vorhandenen Treppe zu montieren. Bei einer Nachrüstung auf der Treppe ist zu beachten, dass die Treppe statisch nicht überlastet wird bzw. durch Arbeiten die Gewährleistung erlischt.

    KENNGOTT hat in Zusammenarbeit ein System entwickelt, welches in vielen Fällen eine nachträgliche Liftmontage am Geländer einer älteren Kenngott-Treppe ermöglicht, ohne die Stufen zu beschädigen.

     
     

    Treppenmaße

     

    Je nach Anforderung an die Treppe ist eine Vielzahl an Vorschriften zu beachten. Ebenso ergibt sich aus der Treppenform ein unterschiedlicher Platzbedarf. Hier sollte bereits in der Planungsphase ein Fachmann zur Berechnung einbezogen werden. Beim Bauen im Bestand muss umgekehrt ermittelt werden, was in der gegebenen Situation machbar ist.

    Eine erste Einplanung kann hier mit der KENNGOTT App "Planungshilfe" erfolgen (für Android und iOs erhältlich). Hier können Treppenformen und Beispiele ausprobiert werden. Weiterhin finden Sie dort Hinweise zur DIN 18065 und zur Treppensicherheit.

    Auf unserer Webseite www.kenngott.de finden Sie ebenso Normgrundrisse mit Maßen für viele verschiedene Treppenformen und Ausführungen zum Download.

     
     

    Treppensicherheit

     
    Treppensicherheit

    Unfälle auf Treppen stellen im privaten wie auch im öffentlichen Raum ein hohes Risiko dar. In Deutschland kommt es jährlich zu über 1000 Stürzen mit Todesfolge! Um das Risiko zu mindern, gibt es neben Vorschriften viele Parameter zur Vorsorge.

    Neben einer fachmännischen Stufenverziehung kann besonders auf das Stufenmaterial (Rutschhemmung), die richtige Beleuchtung und einen griffsichern Handlauf geachtet werden.

    Informationen und praktische Hinweise finden Sie in unserem Ratgeber „10 Tipps zu mehr Treppensicherheit“. Dieser steht zum kostenlosen Download bereit.

     
     

    Treppensteigung

     

    Das lotrechte Maß zwischen zwei benachbarten Trittflächen.

     
     

    Treppenstufe

     

    Bauteil einer Treppe, welches mit einem Schritt begangen werden kann.
    Eine Treppenstufe besteht aus Steigung und Auftritt.

     
     

    Treppenwange

     

    Bauteil, das die Stufen seitlich trägt und den Lauf meistens auch seitlich begrenzt.

     
     

    Trittfläche

     

    Das waagerechte, zu begehende Teil einer Trittstufe.

     
     

    Trittstufe

     

    Der waagerechte Teil einer Treppenstufe.