mit bis zu zwei Wohnungen und innerhalb von Wohnungen EINFAMILIENHAUS | Treppen für Gebäude im Allgemeinen, ab drei Wohnungen MEHRFAMILIENHAUS | |
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Freie Seiten von Treppenläufen und Geländern | ab 1 m Absturzhöhe erforderlich | |
Geländerhöhen lotrecht gemessen | bis 12 m Gebäudehöhe | |
| 90 cm | 90 cm, Bauordnungsrecht nach Bundesland hat Vorrang | |
| ab 12 m Gebäudehöhe | ||
| 110 cm Wenn das Treppenauge kleiner als 20 cm ist, kann die Geländerhöhe auf 90 cm reduziert werden. | ||
Treppenlexikon - Kenngott-Treppen A-Z
Die Begriffe rund um den Treppenbau erklären wir in diesem Lexikon. Im umfangreichen Treppenlexikon von Kenngott-Treppen finden Bauherren und Architekten bzw. Planer Fachwörter von A-Z einfach erläutert.
Alle Begriffe und Nummern von 0 - 9
1m²-Treppe
Mehr Sicherheit und Komfort beim Treppensteigen
Der nicht dauerhaft benutzte Dachboden lässt sich ideal zu einem praktischen Hobbyraum, einem phantasievollen Kinderparadies oder einem ruhigen Platz zum Arbeiten umbauen. Um bequem in die nächste Etage zu gelangen, sollte eine sicher begehbare Treppe vorhanden sein.
Doch konventionelle Raumspartreppen sind gefährliche Stolperfallen und gerade unsichere Menschen empfinden das Erklimmen der Stufen oft als unangenehm.
Um auf den Dachboden oder die Galerie zu kommen, musste man bisher auf eine bequeme und sichere Treppe weitgehend verzichten, denn eine normale Raumspartreppe ist oft ein Kompromiss zwischen Begehbarkeit und Nutzen.
Die „1m²-Treppe“ von KENNGOTT-TREPPEN ist eine echte Alternative zu Samba-, Raumspar- oder Leitertreppen und stellt insbesondere für die Erschließung von engen Räumen eine optimale Lösung dar. Sie besticht mit außergewöhnlicher Technik und garantiert dadurch eine hohe Sicherheit beim Treppensteigen.
Das besondere Merkmal der Quadratmeter-Treppe ist ihr spiralförmig gewundener Mittelhandlauf aus Edelstahl.
Die originelle „1m²-Treppe“ wurde aktuell mit dem red dot design award ausgezeichnet und trägt somit das begehrte Qualitätssiegel für ästhetische Formen und nachhaltige Trends: Das kleine Raumwunder vereint Design und Funktion in einem handlichen Format und garantiert bei einem minimalen Bedarf an Platz eine außerordentlich bequeme Begehbarkeit der Treppe – sowohl in der Aufwärts- als auch in der Abwärtsbewegung. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig, denn bei den Trittstufen stehen die unterschiedlichsten Werkstoffe zur Verfügung.
Ob Massivholz, das strapazierfähige Material Longlife, Naturstein oder Glas – Materialien und Oberflächen können bei der Raumgewinntreppe individuell zusammengestellt werden und machen den Aufstieg in die nächste Etage sogar in kleinen Nischen oder engen Fluren zu einem echten Blickfang.
Alle Begriffe mit A
Abmessungen einer Treppe
Die Abmessungen von Treppen sind die Maße, die verwendet werden, um Treppen zu planen und zu bauen. Wichtige Aspekte der Treppenauftritt, die Treppensteigung, der Steigungswinkel und weitere Maße. Lokale Vorschriften und Nutzungsanforderungen sollten berücksichtigt werden.
Absturzhöhe
Ein Absturz ist der Sturz einer Person mit einer Absturzhöhe von mehr als einem Meter.
Das Bauordnungsrecht legt für eine mögliche Absturzhöhe bis zu 12 Meter eine Geländerhöhe von min. 90 cm vor. Dies gilt für Gebäude, die nicht unter die Arbeitsstättenverordnung (min. 100 cm bei Arbeitsstätten) fallen. Übersteigt die mögliche Absturzhöhe 12 Meter beträgt die Mindesthöhe für Geländer 110 cm.
Daher spielt die mögliche Absturzhöhe eine relevante Rolle für Platzierung und Gestaltung des Geländers.
Absturzsicherung
Die Absturzsicherung im Treppenbau bezieht sich auf Maßnahmen und Vorrichtungen, die zum Schutz vor Stürzen und Unfällen an Treppen verwendet werden.
Allgemeine Regel der Technik
Die "allgemein anerkannte Regel der Technik" (auch als "Stand der Technik" bezeichnet) ist ein Begriff aus dem deutschen Rechtssystem und bezieht sich auf den aktuellen technischen Standard, der in der Praxis angewendet wird. Es ist eine Art von Leitlinie oder Mindeststandard, der von Fachleuten und Experten in einem bestimmten Bereich als notwendig und angemessen angesehen wird.
Die allgemein anerkannte Regel der Technik wird oft in Rechtsstreitigkeiten verwendet, um zu beurteilen, ob eine Person oder ein Unternehmen fachgerecht gehandelt hat. Wenn jemand gegen die allgemein anerkannte Regel der Technik verstößt, kann dies als Fahrlässigkeit oder Verletzung der Sorgfaltspflicht angesehen werden.
Es ist wichtig zu beachten, dass die allgemein anerkannte Regel der Technik nicht immer mit dem neuesten technologischen Fortschritt oder der besten verfügbaren Technologie identisch sein muss. Es geht vielmehr darum, was in der Praxis als angemessen und akzeptabel angesehen wird.
Antritt, Antrittsstufe
Die untere Stufe eines Treppenlaufes wird als Antritt(stufe) bezeichnet. Sie unterscheidet sich weder in der Form noch im Material von den anderen Stufen.
Antrittspfosten
Der erste Pfosten des Geländers am Beginn der Treppe ist nahezu immer mit der Antrittsstufe verbunden.
Asteiche
Eine Asteiche gibt es eigentlich nicht in der Natur, zumindest nicht als besondere Baumart. Denn wie jeder Baum hat auch jede Eiche ihre Äste. Doch Eichenholz, das besonders astig und damit rustikal wirkt, bezeichnet der Fachmann als Asteiche.
Unser Stufenmaterial Asteiche Longlife vereint die typische rustikale Optik mit moderner Ausführung und lässt sich mit anderen Materialien wie Glas und Edelstahl kombinieren.
Aufmaß
Beim Aufmaß müssen nicht nur die grundlegenden Abmessungen des Rohbaus berücksichtigt werden, sondern auch die fertigen Baumaße, Metermarkierungen, Höhenunterschiede im Fußboden, Toleranzen sowie Abweichungen im Winkel der Bauteile. Zudem müssen Informationen über den Zustand der Baustelle selbst eingeholt werden, einschließlich der Eignung der tragenden Bauteile, der Art der Estriche und Wandbeläge, der Lage von Boden- und Wandinstallationen sowie potenzieller Hindernisse, die die Durchgangshöhe der Treppe beeinflussen könnten.
Für komplexe Aufgaben wie umfangreiche Treppenräume, gewölbte Wände oder bereits vorhandene gewendelte Treppenunterkonstruktionen können computergestützte Vermessungsgeräte zum Einsatz kommen, um die Genauigkeit zu gewährleisten. Diese helfen dabei, präzise Messungen durchzuführen und die komplexen Gegebenheiten zu erfassen.
Auftritt Treppen
Die Stufen einer Treppe setzen sich jeweils aus Auftritt und Steigung zusammen.
Der Auftritt ist das waagerechte Maß zwischen den Vorderkanten zweier benachbarter Treppenstufen. Der Auftritt wird immer in der Lauflinie gemessen.
Auge
Das Treppenauge ist laut DIN 18065 der von den Treppenläufen, Treppenpodesten und Geländern umschlossene freie Raum. Der Begriff Treppenauge entstand aus dem kreisförmigen, nicht durch Konstruktionen verstellten zentralen Luftraum bei Wendeltreppen. Er wurde später ausgedehnt auf alle vorkommenden, durchgehenden Lufträume zwischen einzelnen Treppenläufen.
Da von diesen Lufträumen in Treppenhäusern mit einer Höhe von 12 Metern die Absturzgefahr groß ist, ist ab einer Tiefe/Breite des Treppenauges von mehr als 20 cm ein Geländer mit einer Höhe von mindestens 1,10 m erforderlich.
Ausschreibungstexte
„Eine Ausschreibung ist die öffentliche, schriftliche Aufforderung, Angebote für die in der Ausschreibung genannten Lieferungen oder Leistungen abzugeben.“ (Wikipedia)
Ausschreibungstexte für verschiedene Treppenarten von KENNGOTT zum Download www.kenngott.de/architekten/ausschreibungstexte/
Außentreppe
Eine Außentreppe ist als eine Treppe außerhalb eines Gebäudes mit mindestens drei verbundenen Stufen definiert. Diese können sich im öffentlichen Raum oder an einer Gebäudeaußenseite befinden. In Privathäusern verbinden Außentreppen häufig Balkon und Garten. Weitere Möglichkeiten für Außentreppen sind Fluchttreppen oder Treppen am Hinterausgang. Die verwendeten Materialen sollten witterungsfest sein und rutschfeste Oberflächen aufweisen. Um Glätte vorzubeugen ist Entwässern, zum Beispiel durch Lochblech-Stufen, wichtig. Feuerverzinkter Stahl bzw. Edelstahl eignen sich als Material, da es den meisten Wetterlagen gut standhält und einfach zu pflegen ist. Siehe auch Kenngott-Außentreppe.
Austritt, Austrittsstufe
= die letzte (oberste) Stufe eines Treppenlaufes. Für die Austrittsstufe ist keine Unterschneidung unter eine darauf folgende Stufe erforderlich, deshalb verringert sich die Breite um das Maß der Unterschneidung. Austrittsstufen sind schmaler als reguläre Stufen im Treppenverlauf. Die Austrittstufe kann auch Teil eines Austrittpodestes sein. Somit ist sie nicht immer die letzte Stufe des realen Treppenlaufes.
Alle Begriffe mit B
Balustrade
Eine Balustrade ist eine Reihe wiederholender Baluster, kleine dekorative Säulen oder Pfeiler, die typischerweise aus Holz, Stein oder Metall gefertigt sind.
Balustraden als Geländer entstanden vor allem im 16. bis 18. Jahrhundert. Diese bestanden aus einer niedrigen, prunkvollen, Säulenreihe mit aufliegendem Handlauf. Aus der typisch bauchigen Form der Säule entstand wahrscheinlich der Name Balustrade. Dieser entstammt dem Italienischen oder Französischen für „Blüte des wilden Granatapfelbaumes“. Balustraden finden sich auch als Umwehrung an Balkonen und Dächern. Heute kommen Balustraden in einem moderneren Design oft für Außentreppen oder in Gartenanlagen zum Einsatz. Alternativen für den Innenbereich siehe Geländer.
Barrierefreiheit
Barrierefreiheit bezieht sich auf die Gestaltung von Umgebungen, Produkten, Dienstleistungen oder Informationen, um Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten, insbesondere Menschen mit Behinderungen, eine gleichberechtigte Teilhabe und uneingeschränkte Nutzung zu ermöglichen.
Das Ziel der Barrierefreiheit besteht darin, Hindernisse zu beseitigen, die den Zugang zu physischen Räumen, Informationen, Kommunikation und Technologien einschränken können.
DIN 18024: Diese Normreihe legt die Anforderungen für barrierefreie Wohnungen fest. Sie behandelt die Gestaltung von Wohnräumen, Badezimmern, Küchen und anderen Bereichen, um die Wohnungsnutzung für Menschen mit Behinderungen zu erleichtern.
Bauaufsichtliche Zulassung
Die bauaufsichtliche Zulassung bezieht sich auf die offizielle Genehmigung oder Anerkennung eines Bauprodukts, einer Bauart oder eines Bauelements durch die zuständige Bauaufsichtsbehörde. Sie bestätigt, dass das betreffende Bauprodukt den geltenden technischen Anforderungen und Sicherheitsstandards entspricht und somit für den Einsatz im Bauwesen geeignet ist.
Die bauaufsichtliche Zulassung ist in vielen Ländern gesetzlich vorgeschrieben, um sicherzustellen, dass Bauprodukte den nationalen Bauvorschriften und -normen entsprechen. Die Zulassung erfolgt in der Regel auf Basis von umfangreichen Prüfungen, Tests und Bewertungen des Bauprodukts. Dabei wird überprüft, ob das Produkt die erforderlichen mechanischen, bauphysikalischen, brandtechnischen, chemischen und sonstigen relevanten Anforderungen erfüllt.
siehe Europäische technische Bewertung
Baugesetze und Bauordnungen
Baugesetze und Bauordnungen sind zwei verschiedene rechtliche Instrumente, die in vielen Ländern zur Regelung von Bauprojekten verwendet werden.
Baugesetze: Baugesetze sind gesetzliche Regelungen, die allgemeine Vorschriften und Rahmenbedingungen für den Bau von Gebäuden und Infrastruktureinrichtungen festlegen. Sie legen die grundlegenden Anforderungen für Bauprojekte fest, einschließlich der Planung, Genehmigung, Durchführung und Überwachung von Baumaßnahmen. Baugesetze können sich auf verschiedene Aspekte beziehen, wie z. B. Bauqualität, Sicherheit, Energieeffizienz, Brandschutz, Barrierefreiheit und Umweltaspekte. Sie dienen dazu, die Interessen der Allgemeinheit zu schützen und sicherzustellen, dass Bauprojekte bestimmten Standards entsprechen.
Bauordnungen: Bauordnungen sind spezifische Rechtsvorschriften, die in den meisten Ländern oder Bundesländern erlassen werden, um die Umsetzung der Baugesetze auf regionaler oder lokaler Ebene zu regeln. Sie ergänzen und konkretisieren die allgemeinen Bestimmungen der Baugesetze und enthalten detaillierte technische Anforderungen und Verfahren für den Bau. Bauordnungen können beispielsweise Vorschriften für die Mindestgröße von Wohnräumen, den Brandschutz, die Statik von Gebäuden, den Lärmschutz oder die Abstandsflächen zwischen Gebäuden festlegen. Sie können auch Regelungen zur Beantragung von Baugenehmigungen, zur Baustellenüberwachung und zur Durchsetzung der Vorschriften enthalten.
Es ist wichtig zu beachten, dass die genauen Bestimmungen von Baugesetzen und Bauordnungen je nach Land und Region unterschiedlich sein können.
Bauschutz
Jede KENNGOTT-Treppe wird mit einem Bauschutz versehen, welcher die Stufen während des Transports und der Restbauphase vor Staub, Beschädigungen und Verunreinigungen schützt.
Baustellenaufmaß
Das Baustellenaufmaß ist von großer Bedeutung, da es den Bauprozess unterstützt und die Grundlage für die Planung, Kalkulation und Durchführung der Baumaßnahmen bildet. Es ermöglicht eine genaue Bestimmung der Treppenkonstruktion.
Dank präziser 3D-Aufmessung mit Lasertechnologie können wir Treppenstufen passgenau aus hochwertigem Longlife-Material fertigen.
Das Aufmaß ist auch im Bereich Renovierung wichtig, mehr dazu auf unserer Webseite Renovierung-> Treppenstufen erneuern
Behindertengerechte Treppe
Bei der Planung und Konstruktion von behindertengerechten Treppen ist es wichtig, die relevanten nationalen und lokalen Baunormen sowie die Bedürfnisse und Anforderungen der Menschen mit Behinderungen zu berücksichtigen.
zu den jeweiligen Landesbauordnungen sind DIN-Normen einzuhalten.
Die wichtigste ist die DIN 180401/2.
Beleuchtung
Für die Vermeidung von Unfällen auf Treppen ist eine ausreichende Beleuchtung notwendig. Während es für Ein- und Zweifamilienhäuser diesbezüglich keine Anforderungen gibt, ist hingegen für Betriebsstätten eine Beleuchtungsstärke von 100 lx als Mindestwert gefordert. Die Lichtschalter müssen zudem in der Nähe der Treppenzu- und -abgänge liegen und gut zugänglich sein.
Damit sich jede einzelne Stufenkante gut erkennen lässt, ist die Beleuchtung besonders wichtig. Das gilt vor allem am Beginn und am Ende des Treppenlaufes. Ältere Menschen benötigen in der Regel mehr Licht als jüngere.
Nachträglich kann eine Treppe auch ohne Elektroinstallation über z.B. eine erhältliche Akku-Beleuchtung nachgerüstet werden.
Bequemlichkeitsregel
Die Bequemlichkeitsregel einer Treppe errechnet sich aus Auftritt (A) und Steigungshöhe (S):
A – S = 120 mm
Sie ergibt Steigungsverhältnisse, die beim Treppensteigen den geringsten Kraftaufwand erfordern und lässt sich bei flach geneigten Treppen um 30° anwenden.
Die Formel wurde von dem französischen Ingenieur Francois Blondel im 17. Jahrhundert entwickelt. Später wurde sie durch Versuche zum Energiebedarf des Menschen beim Treppensteigen bestätigt. Da der Mensch in der Entwicklung immer größer wird, findet diese Regel im Gegensatz zum Schrittmaß weniger Beachtung.
Siehe auch Sicherheitsregel, Schrittmaßregel.
Beuth-Verlag und DIN Verlag
Beuth-Verlag und DIN Verlag sind deutsche Verlage, die sich auf die Veröffentlichung von technischen Normen und Standards spezialisiert haben.
Beuth-Verlag: Beuth-Verlag ist ein führender Verlag für technische Literatur, Normen und Dienstleistungen. Der Verlag hat seinen Sitz in Berlin und kann auf eine lange Geschichte bis ins Jahr 1924 zurückblicken. Beuth-Verlag veröffentlicht technische Normen, die von verschiedenen Organisationen entwickelt werden, darunter das Deutsche Institut für Normung (DIN) und internationale Normungsgremien. Diese Normen dienen als Richtlinien und Standards für verschiedene technische Bereiche und Industrien.
DIN Verlag: Der DIN Verlag ist der offizielle Verlag des Deutschen Instituts für Normung (DIN). Das DIN ist eine unabhängige Organisation, die Normen und Standards für eine Vielzahl von technischen und nichttechnischen Bereichen entwickelt. Der DIN Verlag veröffentlicht die vom DIN entwickelten Normen und stellt sie der Öffentlichkeit zur Verfügung. Die Normen des DIN Verlags werden in Deutschland und international verwendet, um einheitliche Anforderungen, Qualität und Sicherheit in verschiedenen Branchen zu gewährleisten.
Sowohl Beuth-Verlag als auch DIN Verlag spielen eine wichtige Rolle bei der Verbreitung und Anwendung von Normen und Standards in Deutschland und darüber hinaus.
BG-Regeln
BG-Regeln (Berufsgenossenschaftliche Regeln) sind Vorschriften und Empfehlungen der deutschen Berufsgenossenschaften, die in verschiedenen Branchen und Arbeitsbereichen Anwendung finden. Sie dienen der Arbeitssicherheit und dem Gesundheitsschutz der Beschäftigten. Die BG-Regeln werden von den Berufsgenossenschaften in Zusammenarbeit mit den zuständigen Fachexperten erarbeitet. Sie basieren auf aktuellen Erkenntnissen der Technik.
Die BG-Regeln tragen dazu bei, ein hohes Maß an Sicherheit und Gesundheitsschutz in den Arbeitsbereichen sicherzustellen. Sie sind jedoch keine rechtlich bindenden Vorschriften, sondern dienen als Leitlinien und Orientierungshilfen. Dennoch werden sie in der Praxis oft als anerkannte Standards betrachtet und bei der Umsetzung von Arbeitsschutzmaßnahmen herangezogen.
Sie sind über die Internetseiten der jeweiligen Berufsgenossenschaften oder über den zentralen Regelkatalog der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zugänglich.
Für Treppen gilt die BGI/GUV-I 561
Bischofsmütze
Im Treppenbau bezieht sich der Begriff "Bischofsmütze" auf eine bestimmte Form der Sockelverkleidung. bzw. Randverkleidung eines Treppenlaufes.
Diese Ausformung ähnelt der Form einer Bischofsmütze, daher der Name.
Blockstufe
Blockstufen sind Stufen mit rechteckigem Querschnitt, wobei die Stufenhöhe gleich der Steigungshöhe ist.
Bolzentreppe
Freitragende Treppen, auch Bolzentreppe genannt. Durch die lichtdurchlässige, freitragende Konstruktion erhält dieser Treppentyp seinen offenen und großzügigen Charakter.
Eine freitragende Treppe mit Treppenstufen verzichtet auf Wangen und tragende, groß dimensionierte Handlaufholme. So wirkt die Treppe sehr leicht und lässt Räume größer erscheinen. Ermöglicht wird dies durch die wandseitige Verankerung der Stufen.
Im Treppenbau werden zwei unterschiedliche Bolzen eingesetzt. Zum einen die Tragbolzen, also jene Metallverbindungen, die die Treppenstufen miteinander verbinden und auf Abstand halten sowie die Wandlager, auch Wandbolzen oder Wandanker genannt. Die Wandanker dienen bei bestimmten Treppensystemen zur Befestigung und zum Lastabtrag einzelner Stufen an einer (ausreichend tragfähigen) Wand (oder einem Ersatzbauteil). Wir empfehlen wir Ihnen die KENNGOTT-TREPPE (WF2)
Brandschutz(vorschrift)
Jedes Stockwerk eines Gebäudes mit Aufenthaltsräumen muss für den Notfall über mindestens eine Treppe zugänglich sein.
In den meisten Fällen entspricht die „notwendige Treppe“ der Fluchttreppe. Daher gelten für notwendige Treppen besondere Vorschriften, sodass diese auch im Brandfall genutzt werden kann. Die Anforderungen definieren die Landesbauverordnungen der Bundesländer. Die DIN 18065 benennt notwendige Treppen als Teil des Rettungsweges. Über diesen Rettungsweg können Menschen das Gebäude bei Gefahr verlassen und Rettungskräfte ihren Einsatzort erreichen. Erfüllt die Treppe im Innenbereich die Vorschriften des Brandschutzes nicht, ist eine außen anliegende Fluchttreppe nötig. Dies gilt vor allem für Leiter-, Auszieh- oder Schiebetreppen, die zu Aufenthaltsräumen führen. Für Ein- und Zweifamilienhäuser sind jedoch keinen spezifischen Fortschriften für den Brandschutz der Treppen festgelegt.
Weitere Informationen bezüglich der geltenden DIN-Normen und Brandschutzverordnungen der Bundesländer finden Sie hier.
Brüstungsgeländer
Brüstungsgeländer sind im baurechtlichen Sinne Absturzsicherungen. Die Höhe liegt in der Regel bei 90 cm. Je nach Absturzhöhe und Gebäudeart kann sich diese bis auf 1,10 m erhöhen. Dies kann ergänzend zur DIN 18065 durch die Bauordnungen der Länder geregelt sein. Weitere Vorgaben z. B. Klettereffekt oder Öffnungsmaße sind ebenfalls geregelt. (siehe Treppengeländer)
Alle Begriffe mit C
CAD
Computer Aided Design (rechnergestütztes Konstruieren).
In vielen Bereichen heutzutage Standard und aus dem alltäglichen Arbeitsablauf nicht mehr wegzudenken.
Für viele Bereiche gibt es maßgeschneiderte Programme. Bei KENNGOTT werden die Treppen ausschließlich mit 2D und 3D-CAD geplant. Über Jahrzehnte wurde handelsübliche Software für und durch uns weiterentwickelt und an unsere Anforderungen angepasst.
Die Übergabe zur Produktion CAM
CAM
CAM = Computer Aided Manufacturing (rechnergestütztes Fertigen).
In der Produktion werden die CAD-Daten aus der Konstruktion importiert und umgesetzt.
Stufen, Wangen und Handläufe können so optimiert und maßgenau gefertigt werden. Manuelle Arbeit wird dadurch vermindert bzw. erleichtert. Ebenso kann hierdurch eine konstantere Qualität sowie Reproduzierbarkeit erreicht werden.
CE-Kennzeichnung
Die CE-Kennzeichnung (CE steht für "Conformité Européene") ist ein gesetzlich vorgeschriebenes Zeichen, das in der Europäischen Union (EU) verwendet wird, um die Konformität von Produkten mit den geltenden EU-Richtlinien und -Normen zu bestätigen. Die CE-Kennzeichnung zeigt an, dass das Produkt die grundlegenden Anforderungen in Bezug auf Sicherheit, Gesundheit, Umweltschutz und Verbraucherschutz erfüllt.
Die CE-Kennzeichnung ist für eine breite Palette von Produkten erforderlich, darunter Maschinen, elektrische und elektronische Geräte, Spielzeug, Medizinprodukte, Bauprodukte, persönliche Schutzausrüstung und viele andere. Durch die Anbringung der CE-Kennzeichnung erklärt der Hersteller, dass das Produkt alle relevanten EU-Richtlinien erfüllt und eine Konformitätsbewertung durchgeführt wurde.
Es ist wichtig zu beachten, dass die CE-Kennzeichnung keine Qualitätsaussage ist, sondern lediglich angibt, dass das Produkt den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Die CE-Kennzeichnung wird in der Regel von einer benannten Stelle überwacht, die die Konformitätsbewertung des Produkts überprüft. Die Verwendung der CE-Kennzeichnung ohne entsprechende Konformität kann rechtliche Konsequenzen haben.
CPL-Treppenstufen
CPL-Treppenstufen bezieht sich auf eine Art Treppenstufe, die aus einem Material namens Compact Laminat (CPL) hergestellt wird. CPL ist ein Hochdruck-Schichtstoff, der aus Schichten von mit duroplastischen Harzen imprägniertem Kraftpapier besteht, die unter hohem Druck und Hitze miteinander verschmolzen werden. Dieser Herstellungsprozess führt zu einem äußerst robusten und steifen Material mit verschiedenen vorteilhaften Eigenschaften.
Alle Begriffe mit D
Dachbodentreppe
Dachbodentreppen, auch bekannt als Speichertreppen oder Ausziehleitern, sind spezielle Treppenkonstruktionen, die für den Zugang zum Dachboden oder Speicherbereich eines Gebäudes entwickelt wurden. Sie ermöglichen es den Bewohnern, sicher und bequem auf den Dachboden zuzugreifen, um zusätzlichen Stauraum zu nutzen oder Wartungsarbeiten durchzuführen.
Dachbodentreppen sind in der Regel zusammenklappbar oder ausziehbar, um Platz zu sparen, wenn sie nicht verwendet werden. Sie sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich, darunter aus Holz, Metall oder Kunststoff. Die Konstruktion kann aus einer oder mehreren Teilen bestehen, je nach dem gewünschten Design und den Platzanforderungen.
Die meisten Dachbodentreppen sind mit einer Scherentreppe oder einer ausziehbaren Leiter ausgestattet. Sie sind in der Regel mit einer Handlauf- und Geländersystem ausgestattet, um die Sicherheit beim Auf- und Abstieg zu gewährleisten. Einige Modelle verfügen über zusätzliche Funktionen wie Dichtungen, um die Energieeffizienz zu verbessern, oder Dachbodenleiterboxen, um den Zugang zu erleichtern und Staub oder Schmutz fernzuhalten.
Es ist wichtig, dass Dachbodentreppen ordnungsgemäß installiert und regelmäßig gewartet werden, um die Sicherheit der Benutzer zu gewährleisten. In einigen Ländern können spezifische Bauvorschriften oder Normen für die Installation und Verwendung von Dachbodentreppen gelten, um sicherzustellen, dass sie den erforderlichen Standards entsprechen.
Dachluken Treppe
Diese Art von Treppe ist so konzipiert, dass sie bei Bedarf leicht ausgeklappt oder ausgezogen werden kann, um einen sicheren Aufstieg auf das Dach zu ermöglichen. Sie bieten Stabilität und Sicherheit während des Auf- und Abstiegs und sind oft mit Handläufen oder Geländern ausgestattet.
Dachluken-Treppen werden häufig in Wohn- und Gewerbegebäuden eingesetzt, in denen regelmäßiger Zugang zum Dach erforderlich ist, beispielsweise für Wartungsarbeiten, Reparaturen oder Inspektionen. Sie sind eine praktische Alternative zu Leitern.
Deckenblende
Um den Aufbau der Fußböden im Bereich der Deckenlochs bzw. Treppenöffnung zu schließen, können Deckenblenden bzw. Deckenrandverkleidungen zur Ausführung. Man nennt die Verkleidung des Deckenlochrandes auch Blendwange oder Deckenrandblende.
Diese Gestaltungsmöglichkeit kann in dem ausgewählten Treppenstufenmaterial ausgeführt werden, um optisch eine harmonische Einheit zu bilden.
Deckenloch
Die Aussparung der Decke wird als Deckenloch bezeichnet. Für Treppen sollte diese ausreichend dimensioniert werden.
Hierzu können die Dateien für Treppengrundrisse von KENNGOTT-TREPPEN zur Hilfe herangezogen werden.
Die Treppenmaße geben die notwendige Deckenöffnung in der Decke an.
DEGA-Empfehlung 103
Die DEGA Empfehlungen 103 mit deren Hilfe der an Schalldämmqualität interessierte Bauherr, Käufer und Mieter privatrechtliche Vereinbarungen zum Schallschutz treffen kann. Diese ist eine Erweiterung der DIN 4109-1.
Die DEGA (Deutsche Gesellschaft für Akustik e.V.) ist eine wissenschaftliche Fachgesellschaft, die sich mit der Erforschung von Schall und Schwingungen beschäftigt. Die DEGA hat eine Empfehlung für den Schutz gegen Lärm herausgegeben, die DEGA-Empfehlung 103. Diese Empfehlung beschäftigt sich ebenfalls mit Lärmschutzmaßnahmen, basiert aber auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und Technologien im Bereich der Akustik und der Schallausbreitung.
Die DEGA Empfehlung in den Klassen A* bis D liefern sehr gute Orientierungshilfen, um den zu vereinbarenden Schallschutz zwischen Planer und Bauherr festzulegen.
DIN 18040-1/2
Die DIN 18040 besteht aus mehreren Teilen und bezieht sich auf das Thema "Barrierefreies Bauen". Die Teile DIN 18040-1 und DIN 18040-2 behandeln spezifisch die Anforderungen an barrierefreies Bauen für öffentlich zugängliche Gebäude sowie für Wohnungen.
DIN 18040-1: Barrierefreies Bauen - Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude
DIN 18040-2: Barrierefreies Bauen - Teil 2: Wohnungen
Die DIN 18040-1 legt die Anforderungen und Empfehlungen für die Planung, Gestaltung und Ausführung von öffentlich zugänglichen Gebäuden fest, um eine weitgehende Barrierefreiheit zu gewährleisten. Sie gilt für Gebäude wie Bürogebäude, Geschäfte, öffentliche Einrichtungen, Schulen, Krankenhäuser, Museen und andere Gebäude, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind.
Die DIN 18040-2 legt die Anforderungen an die Barrierefreiheit von Wohnungen fest. Sie richtet sich an Planer, Architekten, Bauträger und andere Fachleute, die für die Planung und Gestaltung von Wohnungen verantwortlich sind. Das Ziel ist es, Wohnungen so zu gestalten, dass Menschen mit unterschiedlichen körperlichen und sensorischen Beeinträchtigungen selbstständig und weitgehend barrierefrei leben können.
Die Norm behandelt verschiedene Aspekte wie beispielsweise die Zugänglichkeit von Wohnungen, Bewegungsflächen, Türen, Schwellen, Treppen, Aufzüge, Küchen, Badezimmer, Licht- und Schallschutz sowie Kommunikations- und Orientierungshilfen. Sie bietet Leitlinien und Empfehlungen, um Wohnungen so zu gestalten, dass sie den Bedürfnissen und Anforderungen von Menschen mit Behinderungen gerecht werden.
DIN 18065
Vorschriften zum Treppenbau - neuste Ausgabe von 08/2020.
Die DIN 18065 befasst sich mit der Konstruktion und Ausführung von Gebäudetreppen und gibt bestimmte Werte für die Steigung, Laufbreite und Auftritt einer Treppe vor. Sie regelt Begriffe, Messregeln, Toleranzen und Hauptmaße für Gebäudetreppen. DIN 18065 enthält alle Mindest- bzw. Höchstmaße für Treppen.
Hierbei wird zwischen "Gebäuden im Allgemeinen" und "Wohngebäuden mit bis zu zwei Wohnungen und innerhalb von Wohnungen" unterschieden.
Ausgenommen sind einschiebbare Treppen, Rolltreppen/Fahrtreppen sowie Freitreppen im Gelände. Die Norm gilt werkstoffunabhängig für Treppen aus beliebigen Materialien und deren Kombinationen und für beliebige Bauarten.
Diese Norm wurde vom Arbeitsausschuss NA005-09-86AA „Treppen“ im DIN-Normenausschuss Bauwesen (NABau) erarbeitet.
DIN 4109-1 und DIN 4109-5
DIN 4109-1 und DIN 4109-5 sind zwei Teile der deutschen Norm DIN 4109, die sich mit dem Schallschutz im Hochbau beschäftigen.
DIN 4109-1: Mindestanforderungen und Schutzziel
DIN 4109-1 trägt den Titel "Schallschutz im Hochbau - Teil 1: Mindestanforderungen und Schutzziel". Diese Norm legt die Mindestanforderungen für den Schallschutz in Wohn- und Nichtwohngebäuden fest. Sie definiert Parameter wie den Luftschalldämm-Maß (Rw-Wert) und den Trittschallschutz, um eine akzeptable Schallübertragung zwischen den Räumen und zwischen den Gebäuden sicherzustellen. DIN 4109-1 dient als Grundlage für die Planung, Ausführung und Bewertung des Schallschutzes in Bauprojekten.
DIN 4109-5: Maßnahmen zur Verbesserung des Schallschutzes
DIN 4109-5 trägt den Titel "Schallschutz im Hochbau - Teil 5: Maßnahmen zur Verbesserung des Schallschutzes". Diese Norm beschreibt verschiedene Maßnahmen und Techniken, die zur Verbesserung des Schallschutzes in Gebäuden angewendet werden können. Sie gibt Empfehlungen für bauliche Maßnahmen, den Einsatz von Schallschutzprodukten und die Auswahl von Baustoffen, um eine bessere Schallisolierung zu erreichen.
Beide Teile der Norm, DIN 4109-1 und DIN 4109-5, sind wichtige Referenzdokumente für den Schallschutz im Hochbau in Deutschland. Sie tragen dazu bei, eine angemessene Schallübertragung in Gebäuden zu gewährleisten und das Wohlbefinden der Bewohner zu verbessern.
DIN-Normen
DIN steht für "Deutsches Institut für Normung" und ist eine Organisation, die in Deutschland Normen entwickelt und herausgibt. Diese Normen werden von verschiedenen Branchen und Bereichen als Richtlinien und Standards verwendet, um einheitliche Anforderungen und Spezifikationen festzulegen. Die DIN-Normen dienen dazu, die Qualität, Sicherheit, Kompatibilität und Effizienz von Produkten, Verfahren und Dienstleistungen zu gewährleisten.
Es gibt eine Vielzahl von DIN-Normen, die verschiedene Bereiche abdecken, darunter Bauwesen, Maschinenbau, Elektrotechnik, Informationstechnologie, Automobilindustrie, Chemie, Medizin, Umwelt und viele mehr. Diese Normen werden kontinuierlich überarbeitet, aktualisiert und erweitert, um den technologischen Fortschritt und die Anforderungen der jeweiligen Branchen zu berücksichtigen.
Die DIN-Normen werden oft durch Zahlen und Buchstaben gekennzeichnet, z.B. DIN EN ISO 9001:2015, wobei "DIN" für das Institut steht, "EN" für Europäische Norm und "ISO" für Internationale Organisation für Normung. Die Nummer und das Jahr geben die spezifische Norm und ihre Version an.
Die Einhaltung von DIN-Normen ist oft freiwillig, kann aber in einigen Fällen vertraglich oder gesetzlich vorgeschrieben sein. Unternehmen und Organisationen nutzen die DIN-Normen, um ihre Produkte zu standardisieren, die Qualität zu verbessern, die Interoperabilität zu gewährleisten und die Sicherheit zu erhöhen. Die Einhaltung der DIN-Normen kann auch dazu dienen, das Vertrauen der Kunden und die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt zu stärken.
Die wichtigste DIN Norm im Treppenbau ist DIN 18065
Doppelbolzen
Der Doppelbolzen (2 hintereinander angeordnete Tragelemente) wird eingesetzt, wenn keine Wände zur Befestigung der Wandanker vorhanden sind. Er dient zur Lastabtragung.
Allerdings müssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein, wie zum Beispiel eine zu überbrückende Länge von nicht mehr als 1,20 m. Auf eine Stahlunterkonstruktion kann dann verzichtet werden.
Diese Lösung wird vornehmlich im Bereich von Fenstern angewendet.
Alle Begriffe mit E
Einläufige gerade Treppe

Eine einläufige Treppe nach DIN 18065 ist eine Treppe, die ohne Zwischenpodeste oder Richtungswechsel direkt von einem Stockwerk zum nächsten führt.
Einläufige halbgewendelte Treppe

Eine einläufige halbgewendelte Treppe nach DIN 18065 verläuft im Antritt und Austritt geradlinig und dreht sich in der Mitte um 180 Grad, wodurch ein Richtungswechsel erfolgt.
Einläufig, 1/4-gewendelt

Eine einläufige viertelgewendelte Treppe verläuft im Antritt und Austritt geradlinig und dreht sich in der Mitte um 90 Grad, wodurch ein Richtungswechsel ermöglicht wird.
Einläufig, im Antritt 1/4-gewendelt

Eine einläufige viertelgewendelte Treppe im Antritt dreht sich am Antritt um 90 Grad und ermöglicht somit einen Richtungswechsel.
Einläufig, im Austritt 1/4-gewendelt

Eine einläufige viertelgewendelte Treppe im Austritt dreht sich am Austritt um 90 Grad und ermöglicht somit einen Richtungswechsel.
Einläufige zweimal viertelgewendelte Treppe

Eine einläufige zweimal viertelgewendelte Treppe ändert zweimal um 90 Grad die Richtung, meist einmal am Anfang und einmal am Ende. Dadurch werden zwei Richtungswechsel ermöglicht.
Energiebedarf
Begeht man eine Treppe, so hat man einen 7-fach höheren Energiebedarf als beim normalen Begehen einer Ebene.
Einschubtreppe
Eine Einschubtreppe, auch bekannt als Ausziehtreppe oder Scherentreppe, ist eine spezielle Art von Treppe, die zur temporären Nutzung entwickelt wurde. Sie wird häufig in Räumen wie Dachböden oder Speichern eingesetzt, um einen einfachen Zugang zu diesen Bereichen zu ermöglichen, wenn er benötigt wird, und Platz zu sparen, wenn die Treppe nicht in Gebrauch ist.
Eine Einschubtreppe besteht aus einer falt- oder schiebbaren Konstruktion, die in der Regel in einem Gehäuse oder einer Abdeckung verstaut ist. Wenn der Zugang zum Dachboden benötigt wird, wird die Treppe aus dem Gehäuse gezogen oder ausgeklappt und entfaltet sich zu einer voll funktionsfähigen Treppe. Sie kann dann sicher betreten und benutzt werden.
Die Einschubtreppe ist oft leicht und platzsparend, sodass sie bei Bedarf einfach aus- und eingefahren werden kann. Sie besteht in der Regel aus Materialien wie Holz, Metall oder Kunststoff und kann verschiedene Sicherheitsmerkmale wie Handläufe, Anti-Rutsch-Stufen und Verriegelungssysteme aufweisen.
Es ist wichtig, dass eine Einschubtreppe ordnungsgemäß installiert, regelmäßig gewartet und entsprechend den geltenden Sicherheitsstandards verwendet wird. Die genauen Spezifikationen und Anforderungen können je nach Hersteller und Modell variieren. Bei der Auswahl und Installation einer Einschubtreppe sollten die örtlichen Bauvorschriften und Normen beachtet werden, um sicherzustellen, dass sie den erforderlichen Sicherheitsstandards entspricht.
EN 13501-1-2:2010
Die Norm EN 13501-1-2:2010 bezieht sich auf das Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen. Sie beschreibt die Prüfverfahren und Klassifizierungskriterien für das Brandverhalten von Bauprodukten gemäß den europäischen Anforderungen.
Hier sind einige wichtige Aspekte, die in der Norm behandelt werden:
Prüfverfahren: Die Norm definiert verschiedene Prüfverfahren, die angewendet werden, um das Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen zu bestimmen. Dazu gehören Prüfungen zur Bestimmung der Entflammbarkeit, der Wärmefreisetzung, der Rauchentwicklung, der Flammenausbreitung und anderer relevanter Parameter.
Klassifizierung: Die Norm legt Kriterien fest, anhand derer die Ergebnisse der Prüfungen interpretiert und die Brandverhaltensklasse eines Bauprodukts bestimmt werden kann. Die Klassifizierung erfolgt in Bezug auf Entflammbarkeit, Rauchentwicklung, Flammenausbreitung und/oder Wärmefreisetzung.
Brandverhaltensklassen: Die Norm definiert verschiedene Brandverhaltensklassen, die von A1 bis F reichen. Diese Klassen repräsentieren das unterschiedliche Brandverhalten der Baustoffe und Bauteile, wobei A1 für nicht brennbare Materialien steht und F für stark brennbare Materialien.
Anwendungsbereich: Die Norm gilt für eine Vielzahl von Bauprodukten, einschließlich Baustoffen, Bauteilen und Baukomponenten. Sie dient dazu, die Sicherheit im Brandfall zu gewährleisten und den Einsatz von Bauprodukten in verschiedenen Bauwerken zu regulieren.
Die Einhaltung der EN 13501-1-2:2010 ist wichtig, um sicherzustellen, dass Baustoffe und Bauteile den erforderlichen Brandschutzstandards entsprechen. Dies trägt zur Sicherheit von Gebäuden und zum Schutz von Menschenleben und Eigentum im Brandfall bei.
Europäische Technische Bewertung (ETA)
In der ETA (European Technical Assessment) oder ETB (Deutsch: Europäische Technische Bewertung) werden Bauprodukte und deren Verwendungszwecke beschrieben, die nicht (vollständig) in einer harmonisierten Norm geregelt sind. In diesem Verfahren wird auch auf spezielle Eigenschaften der Produkte eingegangen.
Die Zuständigkeit liegt in Deutschland beim Deutschen Institut für Bautechnik in Berlin (DIBt). Die Ausstellung und Überwachung bietet dem Kunden hohes Maß an Sicherheit für das erworbene Produkt.
Die Gültigkeitsdauer der ETB ist zeitlich unbeschränkt. Gegenüber einer nationalen Zulassung bietet die ETA eine größere Reichweite des Geltungsbereiches.
Freitragende Treppen in Holz und Stein, Kragarmtreppe, HPL-Wangentreppe, KENNGOTT-Hängetreppe (geländertragende / handlauftragende Bolzentreppe) und weitere Treppensysteme sind bei KENNGOTT hier bewertet und zugelassen.
Alle Begriffe mit F
Faltwerktreppe "Tokio"
Bei der modernen Variante der klassischen KENNGOTT-Treppe werden die Tragelemente durch Setzstufen ersetzt. Hierdurch entsteht eine geschlossene Optik. Durch die scheinbar nahtlose Verbindung von Tritt- und Setzstufen wirkt die Treppe von der Seite aus betrachtet wie ein faltetes Blatt Papier, erinnert an einen Leporello oder eine Ziehharmonika. Deshalb trägt sie auch den Namen Faltwerktreppe.
Bei der Wahl des Geländers können Sie zwischen verschiedenen Optionen wählen - Reling und Glasgeländer. Die Treppenstufen können aus Longlife und unterschiedlichen Massivhölzer gefertigt werden.
Der Wandabstand kann hierbei auch kleiner als 4 cm ausgeführt werden.
Der Auftritt muss bei geschlossenen Treppen mindestens 26 cm betragen.
Zur Webseite mit weiteren Informationen und Beispielen zur Faltwerktreppe
feuerbeständige Treppe
Feuerbeständige Treppen (F90, F120) bestehen aus nichtbrennbaren Baustoffen und behalten ihre Tragfähigkeit sowohl unter Einwirkung von Feuer als auch Löschwasser bei. Sie sind so konstruiert, dass sie den Durchgang von Feuer für eine Prüfzeit von 90 Minuten (F90) oder 120 Minuten (F120) verhindern können. Solche Treppen sind in Gebäuden mit mehr als fünf Vollgeschossen und in Hochhäusern vorgeschrieben, um im Brandfall eine sichere Evakuierung zu ermöglichen.
Wohnhaustreppen in Wohnhäusern mit bis zu zwei Wohnungen und Mansardwohnungen können, je nach den spezifischen Vorschriften, weniger strenge Anforderungen hinsichtlich des Brandschutzes haben. Es ist jedoch immer ratsam, sich an die geltenden Bauvorschriften zu halten, um die Sicherheit der Bewohner zu gewährleisten.
feuerhemmende Treppe
Feuerhemmende Treppen (F30, F60) können aus verschiedenen Materialien wie Beton oder auch mit ausreichendem Querschnitt sogar brennbarem Holz (z. B. Eichenholz) bestehen. Sie behalten ihre Standfestigkeit und Tragfähigkeit unter Einwirkung von Feuer und Löschwasser bei und verhindern den Durchgang von Feuer für eine Prüfzeit von 30 Minuten (F30) oder 60 Minuten (F60).
Diese Art von Treppen ist in Gebäuden mit bis zu zwei Vollgeschossen zulässig, und wenn die tragenden Teile nicht brennbar sind, können sie auch in Gebäuden mit drei bis fünf Vollgeschossen verwendet werden.
Feuerwiderstandsklasse (Treppe)
Treppen können unterschiedliche Feuerwiderstandsklassen haben, die durch die Prüfung ihrer Leistung unter standardisierten Brandbedingungen bestimmt werden. Die Feuerwiderstandsklasse wird üblicherweise durch einen Buchstaben gefolgt von einer Zeitangabe angegeben. Beispielsweise kann eine Treppe die Feuerwiderstandsklasse F30 haben, was bedeutet, dass sie den Durchgang von Feuer für eine Prüfzeit von 30 Minuten verhindern kann.
Es ist wichtig, dass die Auswahl der Treppen je nach den geltenden regionalen Bauvorschriften und Normen erfolgt, um sicherzustellen, dass die Treppen den entsprechenden Brandschutzanforderungen entsprechen.
Fingerfreiheit
Fingerfreiheit ist der Abstand von Handlauf zu angrenzenden Bauteilen wie z.B. einer Wand.
Dieser ist mindestens mit 50 mm einzuhalten, um eine Quetschungsgefahr der Hände zu verhindern.
Sinn der Fingerfreiheit besteht hauptsächlich in der Sicherheit. Dank des Abstandes kann die Hand beim Treppensteigen auf dem Handlauf gleiten.
Flächenbedarf
Aus der Geschosshöhe und den Anforderungen aus DIN / LBO ergeben sich Werte für das Steigungsverhältnis, Stufenanzahl, nutzbare Treppenlaufbreite und Lauflänge.
Hierdurch kann der Flächenbedarf einer Treppe berechnet werden.
In manchen Gebäuden steht aus funktionalen Gründen nur wenig Platz für die Anordnung der Treppe zur Verfügung. Dennoch gibt es praktikable Lösungen für flächensparende Treppen.
Eine Möglichkeit ist die 1m²-Treppe von KENNGOTT, siehe Bild.
Zur Berechnung der Treppe empfehlen wir unsere kostenlose App "Planungshilfe", verfügbar für Android und iOs.
Fluchttreppe
"Als Fluchttreppe bezeichnet man eine Treppe, die als Fluchtweg dient, um einem plötzlich auftauchenden, gefährlichen Ereignis, insbesondere einem Brand, auf sicherem Weg zu entkommen."
(Quelle Wikipedia)
Es gibt besondere Anforderungen an eine Fluchttreppe unter anderem bzgl. Brandschutz, Laufbreite, Handlauf etc.
Fluchttreppen, auch Feuertreppen, werden in der DIN als notwendige Treppen bezeichnet.
Freitragende Treppe
freitragende Treppen, auch Bolzentreppe genannt, bieten individuelle Gestaltungsfreiheiten. Wir empfehlen wir Ihnen die KENNGOTT-TREPPE, wenn Sie eine optisch leichte Treppe bevorzugen. Durch die lichtdurchlässige, freitragende Konstruktion erhält dieser Treppentyp seinen offenen und großzügigen Charakter.
Eine freitragende Treppe von KENNGOTT mit wohlproportionierten, ca. 65 mm starken Treppenstufen verzichtet auf Wangen und tragende, groß dimensionierte Handlaufholme. So wirkt die Treppe sehr leicht und lässt Räume größer erscheinen. Ermöglicht wird dies durch die wandseitige Verankerung der Stufen.
Übrigens: Im Treppenbau werden zwei unterschiedliche Bolzen eingesetzt. Zum einen die Tragbolzen, also jene Metallverbindungen, die die Treppenstufen miteinander verbinden und auf Abstand halten sowie die Wandlager, auch Wandbolzen oder Wandanker genannt. Die Wandanker dienen bei bestimmten Treppensystemen zur Befestigung und zum Lastabtrag einzelner Stufen an einer (ausreichend tragfähigen) Wand (oder einem Ersatzbauteil).
Freiseite
Die "Freiseite" einer Treppe bezieht sich auf die offene Seite der Treppe, die nicht an einer Wand oder einer anderen tragenden Struktur befestigt ist. Es ist die Seite, die den Blick in den darunterliegenden Raum oder die Umgebung freigibt und die Konstruktion der Treppe auf dieser Seite sichtbar macht.
Grundsätzlich ist auf der Freiseite eine Absturzsicherung anzubringen.
Alle Begriffe mit G
Gebäudeklassen
Gebäude werden gemäß den Landesbauordnungen der einzelnen Bundesländer in Gebäudeklassen eingeteilt. Die Einstufung eines Gebäudes in eine Gebäudeklasse richtet sich nach der Höhe und nach der Fläche des Gebäudes.
Die Einteilung der Gebäude in verschiedene Gebäudeklassen bringt unterschiedliche Anforderungen mit sich. Je höher die Gebäudeklasse ist, desto höher die Anforderungen.
Die Höhenangaben in den folgenden Gebäudeklassen der Musterbauordnung bezeichnen die Höhe der Fußbodenoberkante des höchstgelegenen Geschosses, in dem ein Aufenthaltsraum möglich ist, bezogen auf das mittlere Geländeniveau.
| Gebäudeklassen | |||
|---|---|---|---|
GK 1 | 1a) freistehende Gebäude | Gebäude mit einer Höhe
| feuerhemmend |
| 1 b) freistehende land- und forstwirtschaflich genutzte Gebäude | ||
GK 2 | Gebäude | Gebäude mit einer Höhe bis zu 7 m und nicht mehr als zwei Nutzungseinheiten von insgesamt nicht mehr als 400 m² | feuerhemmend |
|
|
|
|
GK 3 | sonstige Gebäude | mit einer Höhe bis zu 7 m | feuerhemmend |
GK 4 | Gebäude | mit einer Höhe bis zu 13 m und Nutzungseinheiten mit jeweils nicht mehr als 400 m² | hoch feuerhemmend |
GK 5 | sonstige Gebäude, einschließlich unterirdischer Gebäude |
| feuerbeständig |
Gehbereich und Lauflinie
Der Gehbereich liegt bei Treppen mit einer Laufbreite bis 100 cm im Mittelbereich der Treppe und hat eine Breite von 2/10 der nutzbaren Treppenlaufbreite. Im Gehbereich ist die Lauflinie angesiedelt, auf der der Auftritt der Treppe gemessen wird. Sie muss stetig verlaufen und darf keine Knickpunkte haben. Innerhalb des Gehbereiches kann die Lauflinie frei gewählt werden.
Im gewendelten Bereich eines Treppenlaufs ist die Auftrittsbreite der Stufe die Länge der Sehne, welche sich durch die Schnittpunkte der gekrümmten Lauflinie mit den Stufenvorderkanten ergibt.
Geländer
auch Umwehrung, Brüstung oder Treppengeländer genannt, an der freien Seite von Treppen, Balkonen, an Brücken o. Ä. angebrachte, einem Zaun ähnliche Vorrichtung zum Schutz vor dem Abstürzen und zum Festhalten. Treppengeländer begrenzen, sichern und geben Halt an Treppen, Balkonen, Terrassen und Wegen.
Die Form der Geländer von Treppen in Gebäuden ist in Deutschland in der DIN-Norm 18065 „Gebäudetreppen“, in den Landesbauordnungen und in den Unfallverhütungsvorschriften (UVV) geregelt.
Hat eine Treppe mehr als drei Stufen, muss ein Geländer eingelant werden. Treppengeländer müssen – über die Stufenvorderkante gemessen – mindestens 90 cm hoch sein. Bei einer Absturzhöhe von mehr als 12 m beträgt sie 1,10 m. Die Vorschriften sind unterschiedlich je nach Bundesland und in den jeweiligen Landesbauordnungen nachzulesen.
Geländerfüllung
Zwischen den Geländerpfosten und dem Handlauf befinden sich die Füllungen oder Stäbe oder ein bis zwei horizontale Kniestäbe.
In Ein- und Zweifamilienhäusern gibt es keine Anforderungen an die Öffnungen der Geländer. Bei Gebäuden, bei denen mit unbeaufsichtigten Kleinkindern zu rechnen ist, darf der Lichtabstand bei senkrechten Stäben nur bis 12 cm betragen.
Bei horizontalen Füllungen soll das Überklettern durch eine Scheibe bis 70 cm Höhe oder durch überstehende Handläufe, die mindestens 15 cm nach innen versetzt sind, erschwert werden.
Geländerhöhe
Die Höhe der Geländer variiert abhängig von der Nutzung der Treppe sowie der Art des Gebäudes und der Absturzhöhe bei Treppenanlagen mit mehreren Geschossen. Bei Treppenläufen wird die Brüstungshöhe senkrecht von der Vorderkante der Stufe aus gemessen. In Wohnräumen beträgt sie mindestens 90 cm, während sie in Arbeitsräumen mindestens 100 cm beträgt. Der Handlauf muss auf einer Höhe von 80 bis 120 cm montiert werden und eine Griffbreite von 45 bis maximal 60 mm aufweisen.
Gemäß den Vorschriften des Bauordnungsrechts wird für eine mögliche Absturzhöhe von bis zu 12 Metern eine Treppengeländerhöhe von 90 cm vorgeschrieben. Bei Absturzhöhen darüber beträgt die Geländerhöhe 110 cm. Diese Regelungen gelten für Wohngebäude und Gebäude, die keine Arbeitsstätten sind.
Geländerstäbe

Zwischen den Geländerpfosten und dem Handlauf befinden sich die Füllungen. Geländerstäbe sind einzelne vertikale Stäbe oder Baluster, die zusammen eine Geländerkonstruktion bilden. Geländerstäbe werden in regelmäßigen Abständen angebracht, um die Sicherheit zu gewährleisten, während sie gleichzeitig die Sicht durch das Geländer ermöglichen.
Geländertragende Treppe
Bei dieser Treppe hat das Geländer eine tragende Funktion. Das bedeutet, dass das Geländer nicht nur als Handlauf dient, sondern auch einen Teil der strukturellen Last der Treppe trägt.
Bei geländertragenden Treppen sind die Geländerpfosten oder -stäbe mit den Treppenstufen und -stufenwangen verbunden und tragen somit einen Teil des Gewichts der Treppenkonstruktion. Dieses Design ermöglicht es, auf zusätzliche seitliche Träger oder Stützen zu verzichten, was zu einem offeneren und luftigeren Erscheinungsbild der Treppe führt.
Geländergurt
Der Geländergurt ist ein horizontales Element, das entlang der Länge der Treppe verläuft und Teil des Geländersystems ist.
Teil des Geländersystems ist der Geländergurt in Untergurt oder Obergurt unterteilt, die das unterer oder oberen Enden der vertikalen Geländerstäbe oder Baluster miteinander verbindet und somit zusätzliche Stabilität und Festigkeit für das Geländersystem bietet.
geradläufiger Grundriss/ gerade Treppe
Die gerade Treppe besticht durch klare Linien, auch in unterschiedlichen Materialien und Gestaltungen.
Aus Sicherheitsgründen ist die Anzahl der Steigungen gemäß DIN 18065 für Gebäude im Allgemeinen auf maximal 18 begrenzt. Danach ist ein Zwischenpodest nötig. Dieses kann auch für einen Richtungswechsel oder eine Wende im Treppenverlauf dienen. Diese DIN enthält jedoch keine Anforderungen für Ein- und Zweifamilienhäuser oder Wohnungen.
Entstanden aus dem Steigebaum ist die geradläufige Treppe wohl die älteste Form eines Treppenlaufes. Alle anderen Treppenarten leiten sich aus dieser Urform ab.
Geschosshöhe
Geschosshöhe ist der senkrechte Abstand zwischen der Oberkante des Fußbodens einer Ebene und der Fußbodenoberkante der darüberliegenden Ebene (Geschoss).
Glastreppe
Eine nicht alltägliche Art, verschiedene Wohnebenen zu verbinden, bietet eine Glastreppe. Durch ihre Transparenz und Leichtigkeit bleibt der Raum optisch in seiner gesamten Größe erhalten.
Die Stufen der KENNGOTT-TREPPE oder der KENNGOTT-SPINDELTREPPE werden aus Plexiglas hergestellt.
In Verbindung mit einer Stahlunterkonstruktion als Wanden- oder Spindeltreppe können auch Stufen aus rutschhemmendem Verbundglas mit einer hohen Tragfähigkeit hergestellt werden. Eine KENNGOTT-Glastreppe stellt mit Sicherheit die effektvollste Ausdrucksform des "Begehens" dar.
Grenzmaße
Die DIN 18065 „Gebäudetreppen – Begriffe, Messregeln, Hauptmaße“ gilt im deutschen Wohnungsbau als die wichtigste Regel für die Maße von Treppen. Sie beinhaltet alle Höchst- und Mindestmaße für Treppen.
Grundrisse
Es gibt 5 verschiedene Grundrissarten:
Alle Begriffe mit H
Hängetreppe
Die KENNGOTT-Hängetreppe ist eine innenliegende geländertragende Geschosstreppe, die in Ein- oder Zweifamilienhäuser eingesetzt wird.
Die Stufen sind an einem Massivholzhandlauf über Geländerstäbe aufgehängt. Der tragende Holzhandlauf ist mindestens 16 cm hoch. Die Stufen sind wandseitig mit Wandanker gelagert und an der Lichtseite über Bolzen verbunden.
Handlauf
Treppen müssen mindestens auf einer Seite einen festen und griffsicheren Handlauf haben.
Beim Anbringen eines Handlaufes ist zu beachten, dass dieser bequem benutzt werden kann. Die greifende Handlaufbreite beträgt mindestens 2,5 cm und maximal 6,0 cm (Handlaufprofil). Zu benachbarten Teilen muss der lichte Abstand mindestens 5 cm betragen (Fingerfreiheit).
Die Höhe für den Handlauf bzw. Geländerhöhe darf nicht niedriger als 80 cm und nicht höher als 115 cm betragen. Das Maß hierzu wird senkrecht über der Stufenvorderkante bis Oberkante Handlauf gemessen.
Bei der KENNGOTT-TREPPE ist die Höhe des Handlaufes auch gleichzeitig die Geländerhöhe.
Zusätzlich ist zu beachten das der Handlauf durchgehend sein muss. Für notwendige Treppen in Wohngebäuden darf in den Ecken von Wendlungsbereichen unterbrochen werden. Dieser beträgt min. 5 cm und max. 20 cm. Zu beachten ist, dass die Höhe des ankommenden Handlaufs nicht über die Höhe des weiterführenden Handlaufes liegen darf.
Handlaufprofil
Um die Hand möglichst sicher und ergonomisch zu führen, sind Rundprofile oder daraus kombinierte Querschnitte besser geeignet als eckige Kantprofile. Die zu greifende Breite des Handlaufes muss laut DIN 18065 mindestens 2,5 cm und maximal 6 cm betragen.
Darüberhinausgehend fordert die DIN 18040, dass Handläufe gut umgreifbar, rund oder oval mit einem Durchmesser von 3 bis 4,5 cm anzufertigen und zur besseren Orientierung kontrastreich ausgebildet sind.
Für Handläufe eignen sich am besten Materialien, die glatt sind. Unter anderem kommen sowohl Vollholzprofile, verleimte Bohlen oder Holzwerkstoffe als auch Metallprofile und -rohre zum Einsatz.
HPL
HPL steht für „High Pressure Laminate“, ein Material, das unter Druck aus mehreren Schichten zusammengepresst wird. Die hohe Belastbarkeit und das geringe Eigenwicht gehören zu den Vorteilen der KENNGOTT HPL- Wangentreppe. Die Oberfläche der Wangen ist sehr schlagfest und porenlos glatt. Die HPL-Wangen sind oberflächenfertig, womit Maler- oder Lackierarbeiten entfallen. Es sind keine Schweißarbeiten erforderlich. Sämtliche Wangen-,Stufen- und Geländerverbindungen werden verschraubt.
Holztreppe
Eine Holztreppe ist eine Treppe, bei der das tragende Gerüst und die Stufen aus Holz gefertigt sind. Holztreppen sind sowohl in privaten Wohnhäusern als auch in öffentlichen Gebäuden weit verbreitet und bieten eine natürliche und warme Ästhetik. Es gibt verschiedene Arten von Holz, die für Treppen verwendet werden können, darunter Eiche, Buche, Ahorn, Kiefer und Mahagoni. Jede Holzart hat ihre eigenen Eigenschaften in Bezug auf Haltbarkeit, Aussehen und Bearbeitbarkeit.
Die Konstruktion einer Holztreppe besteht aus einer tragenden Struktur, oft als "Wangentreppe" bezeichnet, die aus seitlichen Wangen besteht, die die Stufen tragen. Die Stufen selbst sind in der Regel massiv oder als Stufenbrett ausgeführt und können entweder freitragend oder mit zusätzlichen Stützen wie Bolzen oder Pfosten befestigt sein. Die Holzstufen können unterschiedliche Formen und Profile haben, einschließlich gerader, gewendelter oder abgerundeter Kanten.
Alle Begriffe mit K
KENNGOTT 1m²-Treppe
Das kleine Raumwunder vereint Design und Funktion in einem handlichen Format und garantiert bei einem minimalen Bedarf an Platz eine außerordentlich bequeme Begehbarkeit der Treppe – sowohl in der Aufwärts- als auch in der Abwärtsbewegung. Der Mittelhandlauf ersetzt das sperrige Geländer. Die "1m²-Treppe" wurde mit dem reddot design Award ausgezeichnet und trägt das Qualitätssiegel für ästhetische Formen und nachhaltige Trends.
Die Maße sind individuell zwischen 1,00 m und 1,40 m möglich.
KENNGOTT-TREPPE
KENNGOTT-TREPPE ist die Bezeichnung für eine wandfreie Zweibolzen (WF2)-Treppe. Die KENNGOTT-TREPPE ist eine selbsttragende Konstruktion, die ohne Wangenelemente oder tragende, großdimensionierte Handlaufholme auskommt.
Das Treppenauge ist frei und transparent. Durch ihre Leichtigkeit hat die KENNGOTT-TREPPE den Charakter eines Möbels und integriert sich unaufdringlich in jedes Wohnambiente. Durch die höhenverstellbaren Tragelemente zwischen den Stufen und die Befestigung derselben an der Wand durch Wandanker bietet sie ein hohes Maß an Flexibilität. Durch die durchdachte variable Konstruktion ergeben sich kürzere Montagezeiten als bei anderen Systemen. Die Gummiauflage der Wandanker wirkt sich positiv auf das Schalldämmmaß und die Schwingungsdämpfung der gesamten Treppe aus.
Durch die Kombinationsmöglichkeit mit vielen Geländer Ausführungen und die Verbindung verschiedener Materialien wird jede KENNGOTT-TREPPE zu einem Unikat. Sie ist ein Blickfang für jeden Eingangsbereich und ist ein Beitrag zur Aufwertung der Immobilie.
Kindersicherheit
Durch einfache bauliche Maßnahmen wie den Kinderschutzleisten kann das Durchschlüpfen durch Kinder verhindert werden.
Kinderschutzleisten werden insbesondere bei Stufendicken unter 5 cm empfohlen, da der lichte Stufenabstand in der Regel durch die Steigungshöhe überschritten wird. Zusätzlich empfehlen wir handelsübliche Kinderschutztüren im Bereich des Antritts sowie am Austritt anzubringen.
Im Ein- und Zweifamilienhausbereich (Wohngebäude mit bis zu 2 Wohnungen) gibt es gemäß DIN 18065 keine Anforderungen zum lichten Stufenabstand. Allerdings sind in diesem Zusammenhang die bundesweit verschiedenen Regelungen in den Landesbauordnungen (LBOs) zu berücksichtigen.
Bei sonstigen Gebäuden (Gebäude im Allgemeinen) darf das Maß von Öffnungen zwischen Stufen darf in einer Richtung nicht größer als 12 cm sein.
Für die Kindersicherheit im Ein- und Zweifamilienhaus sind Geländer mit senkrechten Geländerstäben oder Glasfüllungen ratsam. Eine Füllung aus Glas oder mit Stabelementen schließt bzw. verkleinert Geländer- oder Brüstungsöffnungen. Das verhindert ggf. das Überklettern des Geländers durch kleine Kinder.
Kragarmtreppe
Dieser Treppentyp überzeugt durch seine innovative und gestalterische Optik. Anwendungsbereich für innenliegende Treppe in Gebäuden bis max. 18 Steigungen und einer Breite von 100 cm. Am besten eignen sich geradläufige Grundrisse, aber auch Viertels gewendelte und Podest Treppen. Befestigung an Betonwänden mit einer Wandstärke von mindestens 18 cm. Für alle anderen Wandtypen ist eine Lösung mit eingespannten Stahlstützen möglich.
Mit einer gesamten Stufenstärke von ca. 8,5 cm und einem gleichbleibenden Querschnitt wird die harmonische Optik der Treppe erzielt. Von einer Umwehrung bis hin zu einem eleganten Glasgeländer werden in Abhängigkeit der örtlichen Anforderungen (LBO) der gestalterischen Freiheit nahezu keine Grenzen gesetzt.
Alle Begriffe mit L
Landesbauordnung
Landesbauordnung (LBO)ist eine gesetzliche Grundlage, die von den Bundesländern in Deutschland erlassen wird. Die LBO regelt die Voraussetzungen und Anforderungen an den Bau von Gebäuden sowie die Verfahren zur Erteilung von Baugenehmigungen.
Sie basiert im Wesentlichen auf der Musterbauvordung. Die Landesbauordnungen enthalten auch regionale Ergänzungen und Anpassungen an die spezifischen Gegebenheiten des jeweiligen Bundeslandes.
Lichte Durchgangshöhe
Als lichte Treppendurchgangshöhe (auch Durchgangshöhe, Kopfhöhe, Kopflichte genannt) wird das „…kleinste lotrechte Fertigmaß zwischen einer gedachten, durch die Stufenvorderkanten verlaufenden Fläche und den Unterkanten und/oder –Flächen darüber liegender Bauteile“ bezeichnet.
Siehe auch Lichtraumprofil.
Gebäudetreppen müssen mindestens eine lichte Durchgangshöhe von 200 cm haben.
lichter Stufenabstand
Senkrechtes Maß zwischen Oberkante Trittfläche einer Stufe und Unterkante der darüberliegenden Stufe.
Lichtraumprofil
Gebäudetreppen müssen mindestens eine lichte Durchgangshöhe von 200 cm haben. Lediglich auf einem ein- oder beidseitigen Streifen darf die Durchgangshöhe auf einer Breite von 25 cm eingeschränkt sein. Diese ist in der DIN geregelt.
In der nachstehenden Abbildung können Sie die Ausmaße des Lichtraumprofils erkennen.

Leitertreppe
Eine Leitertreppe ist eine schmale, steile Treppe, die im Allgemeinen zur Verbindung von zwei Ebenen in einer begrenzten Raumhöhe verwendet wird. Im Gegensatz zu einer gewöhnlichen Treppe, die aus durchgehenden Trittstufen besteht, besteht eine Leitertreppe aus Sprossen oder Tritten, die in der Regel senkrecht montiert sind und in einem schmalen Winkel zur Ebene der Leiter geneigt sind. Eine Leitertreppe wird häufig als Zugang zu Dachböden, Dachterrassen, Kellern oder anderen Bereichen verwendet, in denen eine normale Treppe aufgrund von Platzbeschränkungen nicht möglich ist. Leitertreppen sind in der Regel aus Metall oder Holz gefertigt und können zusammenklappbar oder ausziehbar sein, um Platz zu sparen, wenn sie nicht in Gebrauch sind.
Longlife-Stufen
KENNGOTT bietet seine offenen Treppen ohne Unterkonstruktion mit Longlife-Stufen an. Diese haben große Vorteile wie hohe Widerstandsfestigkeit, Farb- und Strukturgleichheit, schöne gerundete Vorderkanten und sind pflegeleicht, um nur einige zu nennen. Optisch hochwertige Dekore wie Lofteiche, Nussbaum, Asteiche, Wildeiche, Eiche Trendline, Betonline und Schieferline sind gegen einen geringen Aufpreis zum Basissmodell wählbar und damit für jeden erschwinglich. Mehr Individualität und Wohnambiente sind das Ergebnis.
Sehen Sie die Vorteile der Longlife-Oberfläche in unserem Kurzvideo.
Alle Begriffe mit M
MBO, Musterbauordnung
Die Musterbauordnung (MBO) ist eine rechtliche Grundlage, die von der Bauministerkonferenz (BMK) entwickelt wurde. Die Musterbauordnung legt dabei die wesentlichen Regelungen für das Baurecht fest und dient als Grundlage für die Gestaltung der Landesbauordnungen der Bundesländer.
Die MBO ist ein wichtiger Leitfaden zur Bauqualität und wird regelmäßig aktualisiert, um die neuesten Entwicklungen und Standards im Bauwesen zu berücksichtigen. Die Anforderungen beinhalten auch den Schallschutz, Brandschutz usw. von Gebäuden, die auf unterschiedliche Gebäudetypen und Nutzungskategorien zugeschnitten sind. Die MBO fordert in Ihren Bestimmungen für Gebäude einen Ihrer Nutzung entsprechenden Standard.
Materialien
Bei der KENNGOTT-TREPPE ist die Auswahl an verschiedenen Materialien sehr groß. Als Stufenmaterial stehen Ihnen Massivhölzer in verschiedenen Qualitäten und Holzarten zur Verfügung. Alternativ zum Furnier stehen Longlife-Stufen zur Auswahl, die in optisch hochwertigen Dekoren wie Asteiche, Buche, Wildeiche, Lofteiche oder Eiche Trendline, Whiteline, Nussbaum, Pinie Nordicline, Betonline und Schieferline angeboten werden.
Im Steinbereich reicht die Materialauswahl von Betonwerkstein über Agglomarmor und Marmor bis hin zu edlem Granit. Nicht nur Stufen werden in vielen verschiedenen Materialien gefertigt, auch bei den Geländern und Tragelementen können Sie unter anderem zwischen Holz, Stahl, Edelstahl in vielen Varianten wählen. Dadurch wird jede KENNGOTT-TREPPE zu einem individuellen Bauteil, welches Ihren Wohnraum verschönert.
Zur bequemen Bemusterung Ihrer Treppe empfehlen wir unseren Online 3D-Treppenkonfigurator.

Metalltreppe
Metalltreppen sind sowohl innen als auch außen einsetzbar. Eine Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten bieten sich bei einer Metalltreppe an. So können z.B. Wangentreppen mit einer Tragkonstruktion aus Flachstahl, Stahlkasten oder Profilstahl mit dazwischengeschweißter oder -geschraubter Stufenkonstruktion hergestellt werden. Zum Beispiel Zweiholmtreppe
Steht eine Metalltreppe im Innenraum eines Hauses, so spielt natürlich die Ästhetik eine übergeordnete Rolle, dagegen wird an eine Außentreppe noch zusätzlich die Forderung an die Nutzbarkeit gestellt. Bei einer Aussentreppe eignen sich für die Trittsicherheit im Winter vorzugsweise Gitterroststufen oder gelochte Bleche.
KENNGOTT liefert für die Metalltreppen ja nach Anforderungsprofil auch passgenaue Stufenbeläge aus Granit, Marmor, Holz und Glas. Dadurch wird auch die KENNGOTT-Metalltreppe zu einem individuell gestalteten Objekt im Innen- oder Außenbereich.
MvVTB
Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen, (MvVTB)
Diese Bestimmung wurde von der Bauministerkonferenz erlassen. Sie dient als bundeseinheitliche Empfehlung für die Anwendung der Technischen Baubestimmungen und gibt Hinweise und Erläuterungen zur Auslegung der Baunormen. Im Zusammenhang mit der Landesbauordnung (LBO) haben die Technischen Baubestimmungen (MvVTB) eine wichtige Bedeutung. Die LBO der einzelnen Bundesländer verweist in der Regel auf die Technischen Baubestimmungen als maßgebliche Regelwerke für die Ausführung von Bauvorhaben. Diese Baubestimmungen umfassen unter anderem die DIN-Normen und Eurocodes, die für die Planung und Ausführung von Bauwerken relevant sind.
Alle Begriffe mit N
Neigung
Unter der Neigung einer Treppe versteht man den Winkel einer Steigung entlang der Lauflinie. Das aus dem Steigungsverhältnis (siehe Schrittmaßregel) resultierende Steigungswinkel der Lauflinie, wird in der DIN 18065 eine Kategorisierung der unterschiedlichen Treppenarten aufgeführt.
Aus dem Verhältnis der Tiefe des Auftritts einer Trittstufe zur Antrittshöhe einer Setzstufe errechnet sich die Neigung einer Treppe. Angegeben wird sie als Quotient = Steigungsverhältnis
Zwischen einer Neigung von 20 und 45 Grad spricht man von einer herkömmlichen Treppe. Bei einer geringeren Neigung wird von einer Rampe oder einer Treppenrampe gesprochen.
Bei einer Neigung von über 45 Grad wird meist von einer Steiltreppe oder Raumspartreppe gesprochen. Um eine Steigleiter handelt es sich, wenn der Neigungswinkel größer als 75 Grad ist.
Normen für Treppen
Die wichtigste Norm für Gebäudetreppen ist die DIN 18065
In dieser sind alle wichtigen Messregeln wie das Steigungsverhältnis sowie die Toleranzen festgelegt. In der WEP-APP Einplanungshilfe finden Sie grundlegenden Angaben der DIN 18065 für Ihre Planung.
Notwendige Treppe
„Das Bauordnungsrecht unterscheidet zwischen notwendigen und nicht notwendigen Treppen. Nach DIN 18065 Gebäudetreppen sind notwendige Treppen als Bestandteile des Rettungsweges zum Verlassen nicht ebenerdiger Geschosse zwingend erforderlich.“
Quelle: Baunetz
Nutzbare Laufbreite
Die nutzbare Treppenlaufbreite unterscheidet sich von der gesamten Treppenlaufbreite.
Die nutzbare Treppenlaufbreite wird waagerecht zwischen begrenzenden Oberflächen (z. B. fertige Wand) und Innenkante Handlauf gemessen. Diese beträgt bei Wohngebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen mindestens 80 cm, im Mehrfamilienhaus beträgt sie 100 cm.
Die gesamte Treppenlaufbreite hingegen ist die gemessene Stufenlänge.
Nutzlasten
Die Nutzlast, auch früher Verkehrslast, bezeichnet im Bauwesen eine veränderliche/ bewegliche Einwirkung auf ein Bauteil. Diese kann zum Beispiel durch Personen, Einrichtungsgegenstände, Maschinen oder Fahrzeugen erfolgen.
Nutzlasten für Treppen sind nach DIN EN 1991-1-1 und DIN EN 1991-1-1/NA geregelt.
Für die Europäische Zulassung muss die Standsicherheit sowie die Nutzungssicherheit über 50 Jahre nachgewiesen werden. Als gleichmäßige Last müssen 300kg/m² (entspricht 3kN/m²) bzw. als Einzellast an einer Stufe mit einer maximalen Durchbiegung < l/150 nachgewiesen werden (l = Stufenlänge).
Die Einzellast beträgt in diesem Fall auf einer Stufe 200 kg (2kN).
Im Einfamilienhaus und Mehrfamilienhaus gilt daher für die Verkehrslast 3,0 kN /m² und für die Einzellast der Stufe 2,0 kN. In öffentlichen Gebäuden liegt die Verkehrslast bei 5,0 kN/m².
Die KENNGOTT-Kragarmtreppe übertrifft die geforderten Werte erheblich, daher wird nahezu keine Schwingung und Durchbiegung der Stufe wahrgenommen.
Einordnung nach:
für T1, Treppen und Podeste der Gebäudekategorien A und B1, also Wohngebäude und bestimmte Büroflächen | 3,0/2,0/ |
für T2, Treppen und Podeste der Gebäudekategorien B2 bis E sowie alle Treppen, die als Fluchtweg dienen | 5,0/2,0/ |
für T3, Treppen und Podeste für Zugänge und Tribünen ohne feste Sitzplätze, die als Fluchtweg dienen | 7,5/3,0/ |
Alle Begriffe mit O
Obergurt
Gemäß der DIN 16055 sind die freien Seiten von Treppenläufen und -podesten als Sicherung gegen Absturz mit Geländer zu versehen, wenn sie an mehr als 100 cm tiefer liegende Flächen grenzen.
Im Ein-und Zweifamilienhausbereich (Wohngebäude mit bis zu 2 Wohnungen) ist bundesweit eine Geländerhöhe von mind. 90 cm. vorgeschrieben. Gemessen wird die Höhe lotrecht über der Stufenvorderkante.
Geländerfüllungen können durch Obergurte, Untergurte oder komplette Rahmen gefasst sein.
Alle Begriffe mit P
Pflege Ihrer Massivholztreppe
Die Pflege Ihrer Massivholztreppe ist durch die widerstandsfähige Oberfläche einfach. Abstauben reicht vollkommen aus. Schmutz können Sie mit einem feuchten Tuch (nicht nass!) abwischen. Verwenden Sie keine ammoniak- oder lösemittelhaltigen Reiniger und beachten Sie, dass keine Schlämmmittel (Kreide) enthalten sind (Schmirgelwirkung). Danach alle Holzflächen gründlich trocknen lassen.
Der Spitzenverband der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung fordert, dass unabhängig von der Bauart Treppen und Handläufe in einwandfreiem Zustand gehalten werden müssen. Bei der Reinigung
und Pflege einer Treppe sollten die Gebrauchseigenschaften erhalten und den Verschleiß der Treppenstufen und Stufenkanten so weit wie möglich mindern.
Falsche Reinigungsverfahren und falsch eingesetzte Pflegemittel können jedoch zu Rutschgefahren führen. Zu vermeiden sind möglichst schichtbildende (z.B. wachshaltige) Pflegemittel, da
diese bei Nässeeintrag akute Rutschgefahren hervorrufen können.
Aufgrund der Vielzahl der eingesetzten Treppenmaterialien wie Beton,
Holz, Naturstein etc. wird empfohlen die jeweilige Pflegeanleitung
Für die ausgeführte Treppe beim Hersteller nachzufragen.
unter https://shop.kenngott.de/pflegemittel/ können Sie die geeigneten Pflegepodukte erwerben.
Pfosten
Der Begriff "Pfosten bei Treppe" bezieht sich auf die vertikalen Stützelemente, die entlang einer Treppe angebracht sind, um Stabilität und Sicherheit zu gewährleisten. Diese Pfosten dienen dazu, das Geländer oder das Treppengeländer zu stützen und geben den Personen, die die Treppe benutzen, etwas zum Festhalten. Sie werden normalerweise entlang der Länge der Treppe platziert, in regelmäßigen Abständen oder an den Ecken und Landungen, um die Treppe zu stabilisieren und die Bewegungssicherheit zu erhöhen.
Pfosten bei Treppen können aus verschiedenen Materialien wie Holz, Metall oder Kunststoff gefertigt sein und in verschiedenen Designs und Stilen erhältlich sein, die zum Gesamtdesign der Treppe und des Geländers passen. Ihre Hauptfunktion besteht darin, eine Barriere zu schaffen, die verhindert, dass Personen von der Treppe fallen oder abrutschen. Darüber hinaus können sie auch dekorative Elemente sein, die zur Ästhetik des Treppenbereichs beitragen.
Plattenstufe
Bei Plattenstufen ist die Stufendicke wesentlich geringer als die Steigungshöhe. Plattenstufen werden in offenen und geschlossenen Treppen angeordnet. Die KENNGOTT-TREPPE besteht auf Plattenstufen.
Platzbedarf Spindeltreppen
In der Tabelle kann man erkennen, welche Durchmesser und Laufbreiten bei Spindeltreppen für die verschiedensten Anwendungsgebiete besonders gut geeignet sind.

Podest
Podest nennt man horizontale Flächen, die zwischen Stufen oder am Treppenbeginn/ Ende liegen. Sie können eine Plattform bilden oder zu einem Richtungswechsel der Treppe dienen. Podeste werden auch als Treppenabsatz bezeichnet. Durch Treppenabsätze lassen sich Treppen bequemer begehen. Die DIN 18065 schreibt in Gebäuden im Allgemeinen für notwendige Treppen ein Podest nach spätestens 18 Stufen vor. Dieses ist auch als Zwischenpodest bekannt.
Bei Wohngebäuden mit bis zu zwei Wohnungen und innerhalb von Wohnungen, sowie in Ein- und Zweifamilienhäusern gibt es nach der DIN 18065 keine Anforderung für Zwischenpodeste.
Zusätzlich können Podeste schweren Stürzen vorbeugen, da sie den geraden Fall abbremsen.

Psychologie
Betrachtet man eine Treppe nach den psychologischen Gesichtspunkten, so ergibt sich eine für das subjektive Empfinden psychologisch "günstige" Steigarbeit bei einem Treppen-Neigungswinkel von 30 Grad und bei folgendem Steigungsverhältnis: Stufenhöhe H / Stufentiefe T = 17 / 29.
Alle Begriffe mit R
Raumgewinntreppe
Mehr Sicherheit und Komfort beim Treppensteigen
Der bisher ungenutzte Dachboden lässt sich ideal zu einem praktischen Hobbyraum, einem phantasievollen Kinderparadies oder einem ruhigen Platz zum Arbeiten umbauen. Um bequem in die nächste Etage zu gelangen, sollte eine sicher begehbare Treppe vorhanden sein. Doch konventionelle Raumspartreppen sind gefährliche Stolperfallen und gerade unsichere Menschen empfinden das Erklimmen der Stufen oft als unangenehm.
Der Treppenhersteller Kenngott ist mit seiner innovativen Idee auf dem richtigen Weg – nach oben! Um auf den Dachboden oder die Galerie zu kommen, musste man bisher auf eine bequeme und sichere Treppe weitgehend verzichten, denn eine normale Raumspartreppe ist oft ein Kompromiss zwischen Begehbarkeit und Nutzen. Die „1m²-Treppe“ ist eine echte Alternative zu Samba-, Raumspar- oder Leitertreppen und stellt insbesondere für die Erschließung von engen Räumen eine optimale Lösung dar. Sie besticht mit außergewöhnlicher Technik und garantiert dadurch eine hohe Sicherheit beim Treppensteigen. Das besondere Merkmal der Quadratmeter-Treppe ist ihr spiralförmig gewundener Mittelhandlauf aus Edelstahl. Die originelle „1-m²-Treppe“ wurde aktuell mit dem red dot design award ausgezeichnet und trägt somit das begehrte Qualitätssiegel für ästhetische Formen und nachhaltige Trends: Das kleine Raumwunder vereint Design und Funktion in einem handlichen Format und garantiert bei einem minimalen Bedarf an Platz eine außerordentlich bequeme Begehbarkeit der Treppe – sowohl in der Aufwärts- als auch in der Abwärtsbewegung. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig, denn bei den Trittstufen stehen die unterschiedlichsten Werkstoffe zur Verfügung. Ob Massivholz, das strapazierfähige Material Longlife, Naturstein oder Glas – Materialien und Oberflächen können bei der Raumgewinntreppe individuell zusammengestellt werden und machen den Aufstieg in die nächste Etage sogar in kleinen Nischen oder engen Fluren zu einem echten Blickfang.
Raumspartreppe
Da der Wohnraum häufig knapp bemessen ist, wird oftmals das Dachgeschoss zu zusätzlichen Nebenräumen ausgebaut. Um nicht allzu viel Platz für eine Treppenanlage zu verschenken, die Räume aber erreichbar zu machen, bietet sich der Einbau einer Raumspartreppe an. Die Stufen sind bei diesen Treppen wechselseitig ausgeschweift oder verjüngt, um so einen möglichst geringen Platzbedarf zu erreichen, die Treppe aber dennoch sicher zu machen. Die Materialvielfalt bei KENNGOTT-Raumspartreppen erstreckt sich von Holz-, Metall- über Stein- bis hin zu Acryglastreppen. Als Treppenart eignen sich Wangen-, Samba- oder Spindeltreppen.
Reinigung / Pflege der Treppe
Beim Treppen reinigen ist weniger mehr. Staub und Hausschmutz lassen sich mit einem trockenen Tuch oder Besen entfernen. Bei stärkerer Verschmutzung genügen meist Wasser und gegebenenfalls ein mildes Reinigungsmittel. Die Feuchtreinigung sollte nur mit einem ausgewrungenen/leicht feuchten Lappen oder Wischmopp erfolgen. Vermeiden Sie Pfützen und Holzoberflächen sollten nach dem Wischen gründlich trocknen. Dauernässe kann Holz- und Steinmaterialen langfristig beschädigen.
Für empfindlichere Natursteinstufen ist auf alle Lösungsmittel, Säuren oder Laugen zu verzichten (Pflege mit feuchtem Tuch ohne Reinigungsmittel reicht in der Regel). Gerne empfehlen wir Ihnen erprobte Natursteinpflegemittel.
Kunststein, Massivholz und Longlife sind widerstandsfähigere Oberflächen und damit pflegeleichter.
Holz und Natursteinstufen freuen sich in regelmäßigen Abständen über eine Extraportion Pflege. Holz-Pflegemittel schützen vor Kratzern und verleihen eine angenehm matte Oberfläche.
Achten Sie bei Holztreppen auch auf die Raumtemperatur (geeignet 18-24C) und Luftfeuchtigkeit von 30-60%. Übermäßigen Schwankungen führen auf Dauer zu Fugen und Rissen.
Renovierung
Renovierung: Renovierung bezieht sich in der Regel auf die Aktualisierung oder Verbesserung von Gebäuden oder Räumen, um ihre ästhetische Erscheinung, Funktionalität oder Wert zu verbessern. Renovierungen können verschiedene Maßnahmen umfassen, wie z.B. das Ersetzen von Bodenbelägen, das Aktualisieren von Sanitäranlagen oder Elektroinstallationen, das Streichen von Wänden oder das Erneuern von Oberflächen. Renovierungen können in bewohnten Gebäuden durchgeführt werden und erfordern normalerweise keine umfassenden strukturellen Änderungen.
Rohbautreppe
Ermöglicht bereits beim Erstellen des Rohbaus ein sicheres Erreichen der einzelnen Geschosse und ein leichtes Transportieren der Materialien. Sie besteht aus leicht zu transportierenden Spindelrohrabschnitten und Einzelstufen, die in kürzester Zeit in der Höhe beliebig verstellbar montiert werden können. Sie passt sich daher jeder Geschosshöhe an. Treppenabschnitte bis zu 3 Geschossen können so übereinandergestellt werden. Ein Steckbügelgeländer gibt sicheren Halt. Der Abstand zu den Treppenhauswänden ist in der Regel groß genug, um die Wände ohne Behinderung verputzen zu können.
Rutschsicherheit R9
Zum Vermeiden des Ausrutschens sind Oberflächen mit rutschhemmenden Eigenschaften auszustatten. Diese werden in Bewertungsgruppen eingeteilt.
In Wohngebäuden mit bis zwei Wohnungen gibt es keine Anforderungen. Jedoch bietet gerade im privaten Bereich eine rutschhemmende Oberfläche zusätzliche Sicherheit.

Quelle: DGUV Regel 108-003, Basis BGR 181 [8]Beipiele:• R 9 gilt beispielsweise für Innenbodenbeläge in allgemeinen Bereichen (Büro)• R 10 gilt für öffentliche Toiletten• R 11 gilt für Ladeneingänge und Treppen außen sowie in Küchen für Gemeinschaftsverpflegung in Wohnheimen, Kindertagesstätten, Sanatorien• R 12 gilt in Krankenhausküchen und in Küchen, in denen mehr als 100 Gedecke täglich produziert werden• R 13 gilt für Bodenbeläge in Schlachthöfen Longlife-Stufen von Kenngott verfügen über eine strukturierte, haptisch angenehme Oberfläche, die nach der Rutschsicherheitsstufe R9 DGUV-zertifiziert ist und somit Unfällen im Haus vorbeugt. Der innovative Stufenbelag mit Rutschhemmung ist in neun Dekoren sowie zwei Stärken erhältlich und kommt bei Neubau und Sanierung gleichermaßen zum Einsatz. Die schlanke 39 mm-Variante ist ideal für den Stufentausch bei Metalltreppen oder für Betonläufe geeignet.
Alle Begriffe mit S
Sambatreppe
Eine Raumspartreppe oder Sambatreppe ist eine spezielle Art von Treppe, die aufgrund ihrer Bauweise eine geringe Grundfläche einnimmt. Sie zeichnet sich durch eine steile Neigung aus. Jede Stufe ist nur halbseitig breit genug, um einen Fuß darauf zu platzieren. Die Auftrittsfläche ist abwechselnd links und rechts angeordnet und ragt über die schmalere Seite der darunterliegenden Treppenstufe hinaus.
Diese besondere Anordnung der Stufen ermöglicht es, dass abwechselnd der linke und der rechte Fuß einen normaltiefen Auftritt haben, obwohl die Gesamtfläche der Treppe relativ klein ist. Beim Treppensteigen auf einer Sambatreppe werden Hüftbewegungen ähnlich denen beim Samba-Dance erzeugt. Daher hat diese Treppe ihren Namen erhalten.
Die Raumspartreppe oder Sambatreppe wird oft in Situationen eingesetzt, in denen der verfügbare Platz begrenzt ist und eine konventionelle Treppe zu viel Raum einnehmen würde. Sie ermöglicht es, auf kleiner Fläche eine funktionale Treppe mit ausreichender Begehbarkeit zu installieren.
Sanierung
Sanierung bezieht sich auf die Wiederherstellung oder Reparatur von Gebäuden, die in einem schlechten Zustand sind oder Schäden aufweisen. Sanierungsmaßnahmen können erforderlich sein, um strukturelle Mängel, Feuchtigkeitsschäden, Schimmelbefall oder andere Schäden an der Bausubstanz zu beheben.
Sanierungen können umfassender sein als Renovierungen und erfordern oft professionelle Fachkenntnisse, um die strukturelle Integrität eines Gebäudes wiederherzustellen.
Schallschutz
Schallschutz ist heute eines der wichtigsten Kriterien im Wohnungsbau. Für den Trittschallschutz einer Treppe ausschlaggebend ist die Gesamtsituation. Drei Faktoren spielen dabei u.a. eine Rolle:
• Wie gestalten Sie ihren Grundriss
• Die Wohnungstrennwand
• Wie und wo ist die Treppe befestigt
So gilt zum Beispiel je weiter ihre Treppe von „schutzbedürftigen“ Räumen (z.B. Schlafzimmer) entfernt liegt, umso geringer ist der wahrgenommene Schall. Bereits in der Planung nehmen Sie daher Einfluss auf die Wohnqualität. Im Treppenbau gab es zum Thema Schallschutz in den vergangenen Jahren große Fortschritte.
KENNGOTT stattet standardmäßig Wf2-, Zweiholm-Treppen, 1m²-Treppen und HPL-Wangentreppen mit Schallschutzelementen ab Werk aus.
Weitere Informationen zu geltenden Richtlinien und Normen finden Sie hier.
Schrittmaß, Schrittmaßregel
Wie hoch darf eine Stufe sein?
Was ist die ideale Stufenhöhe?
Die passende Stufenhöhe ist wichtig für einen hohen Komfort beim Treppensteigen. In Deutschland gelten die Vorschriften gemäß DIN 18065. Ob Holz-, Longlife- oder Steintreppe, ob gewendelter oder gerader Verlauf - diese baurechtliche Vorschrift gilt unabhängig von der Bauart der Treppe sowie dem Material. Entsprechend darf die Höhe einer Stufen minimal 14 cm und maximal 21 cm betragen. Außnahmen stellen Treppen dar, die nicht zu Aufenthaltsräumen führen, z.B. Keller- oder Bodentreppen.
Die Schrittmaßregel ist eine Formel zum sicheren und bequemen Begehen einer Treppe und wurde von dem französischen Ingenieur François Blondel (1617–1686) entwickelt.
Sie lautet: 2 x Steigung + Auftritt = 590 bis 650 mm.
Ideal sind 63 cm. Diese Formel resultiert daraus, dass beim Laufen eines Menschen seine Schrittlänge 63 cm beträgt. Beim Treppensteigen verkürzt sich die Schrittlänge, da zusätzlich zur Waagerechten auch ein Höhenunterschied überwunden werden muss. Ein „empfehlenswertes Steigungsverhältnis“ liegt bei einem Auftritt von 260 mm und einer Steigung von 185 mm.
Die Grenzmaße 590 und 650 mm sind durch die Treppen-DIN 18065 vorgegeben.
Die Schrittmaßregel lässt sich bei Treppen mit Neigungen zwischen 45° und 22° anwenden.
Siehe auch Sicherheitsregel, Bequemlichkeitsregel.
Setzstufe
Die Stufen einer Treppe setzen sich jeweils aus Auftritt und Steigung zusammen, man spricht auch von der Trittstufe und der Setzstufe. Dabei ist die Setzstufe bei geschlossenen Treppen die vertikale Verbindung zwischen zwei Auftritten.
Eine Setzstufe ist ein senkrechtes Stufenteil zwischen zwei Trittstufen. Ist der Raum zwischen zwei Trittstufen geschlossen, so nennt sich das lotgerechte bzw. annähernd lotgerechte Teil Setzstufe, Futterstufe oder Stoßstufe.
Sind Setzstufen in einem Lauf angeordnet so spricht man von einer geschlossenen Treppe.
Offene Treppen hingegen haben keine Setzstufen, sie bestehen nur aus Trittstufen. Der Abstand zwischen den Stufen muss unter 11 cm sein, wenn Kinder ab 3 Jahren anwesend sind/sein werden. Bei Kleinkinder sind sogar geringere Abstände von 8,9 cm empfohlen, damit kein Kinderkopf zwischen die Stufen geschoben werden kann. Ist der Abstand zwischen den Stufen für Kleinkinder zu groß, können Baurechtsleisten eingezogen werden. Diese Querleisten sind meist aus Metall oder Holz und lassen Sie wieder entfernen, wenn die Kinder größer werden.
Generell sollte der Abstand zwischen zwei Stufen sollte höchstens 12 cm betragen.
Sicherheitsradius
Die Ausführung der Stufenvorderkante kann entscheidend zur sicheren Begehbarkeit einer Treppe beitragen. Ist sie zu scharfkantig entsteht eine Stolperkante.
Dagegen verschwimmt die Stufenvorderkante für den Nutzer, wenn ein zu großer Radius angebracht wird. Eine deutliche Senkung des Unfallrisikos ergibt sich bei Radien zwischen 2 und 10 mm.
Longlife-Stufen von KENNGOTT liegen mit einem Radius von 5 mm hier im Idealbereich. Durch die patentierte Ausführungsart der Formgebung und Beschichtung wird ein Abtreten der Vorderkante verhindert.
Sicherheitsregel
Die Sicherheitsregel errechnet sich aus Auftritt (A) und Steigung (S):
A + S = 460 mm
Der Fokus dieser Regel liegt auf der Sicherheit beim Herabsteigen einer Treppe, da die Regelanwendung zu kleine Auftrittsbreiten verhindert.
Siehe auch Schrittmaßregel, Bequemlichkeitsregel.
Spickeltritt
Bei halb gewendelten Treppen ist der Spickeltritt, die Stufe, die im rechten Winkel zur Lauflinie steht. Diese Stufe hat von den verzogenen Stufen die kleinste Auftrittsbreite.
Spindeltreppe
Die Spindeltreppe ist eine Sonderform der Wendeltreppe. Ihr Stufen laufen um den lasttragende, stützenden Mittelpfosten. Diese Treppenform hat kein Treppenauge.
Durch das schwungvolle Erscheinungsbild integriert sich eine Spindeltreppe hervorragend in den Wohnraum, zumal auch noch der Platzbedarf geringer ist als z.B. bei einer gewendelten Treppe. Zur Befestigung werden keine Umfassungswände benötigt, die Verankerung erfolgt an einem bauseitigen Deckenelement. Der spiralförmige Verlauf einer Spindeltreppe kommt besonders mit einer formverleimten Holzwange oder einem geschwungenen Holzhandlauf zur Geltung.Spindeltreppen tragen durch ihre Individualität und die Materialvielfalt in Bezug auf Stufen- und Geländerkombinationen zu einer Aufwertung des Wohnraumes bei.
Steigebaum
Der Steigebaum gilt als eine der Ursprungsformen einer Treppe. Für einen Steigebaum schlägt man Kerben, auch „negative Stufen“, in einen schräg gestellten Holzstamm.
Da diese Form nur schwer zu begehen war, ersetzten flachere Treppen schon früh in der Baugeschichte den Steigebaum. Heute finden sich Varianten des Steigebaumes vor allem als Kletterhilfe in den Bergen. Hier besteht er meist aus einem Holz- oder Stahlholm mit schmalen Querleisten als Steigehilfe.
Steigung
Gemessen wird die Treppensteigung als lotrechtes Maß zwischen zwei benachbarten Trittflächen.
Bestimmt wird das Steigungsverhältnis von der Schrittmaßregel.
Steigungsverhältnis
Für ein sicheres und bequemes Begehen einer Treppe spielt das Steigungsverhältnis eine wichtige Rolle. Dies bezeichnet das Verhältnis von Stufen- oder Steigungshöhe und Auftrittsbreite. Um das ideale Steigungsverhältnis zu ermitteln, wird die durchschnittliche Schrittlänge eines erwachsenen Menschen bei normalem Gehen auf einer waagrechten Fläche zu Grunde gelegt. Als erster Architekt untersuchte Jaques-Francois Blondel (1705-1774) die Schrittlänge des Menschen und deren Auswirkung auf die Planung von Treppenstufen. In Wohnhäusern wird häufig für die Berechnung die Bequemlichkeitsregel angewandt.
Stufenanzahl
Ein Treppenlauf besteht aus einer ununterbrochenen Folge von mindestens 3 Stufen.
Die Anzahl der Stufen richtet sich unter anderem nach der zu überwindenden Höhe, dem zur Verfügung stehenden Platz, Schrittmaßregel, Anforderungen an die Treppe und Vorschriften.
Eine Treppe mit 15 Steigungen hat üblicherweise 14 Stufen, da die letzte Steigung dann von der Austrittsebene (Geschossdecke) gebildet wird. Im Wohnungsbau sind bei Fertighöhen zwischen 270 und 300 cm meist 14 bis 16 Steigungen (13 bis 15 Stufen) üblich. Für bestimmte Gebäudearten kann es erforderlich sein nach 18 Steigungen ein Ruhepodest einzuplanen.
Stufendicke
Die Stufendicke (auch Stufenstärke) ist das Maß der Stufe von der Oberkante (Trittfläche) und Unterseite. Je nach Stufenmaterial und statischer Anforderung wird diese durch die ETB, Europäische Technische Bewertungm festgelegt.
Bei Wangentreppen kann durch die Stufenstärke auch der Brandschutz beeinflusst werden. Bei vielen Holztreppen sind 40 mm als Stufendicke üblich.
Bei der Kenngott-Treppe mit Natursteinstufen sind 60 mm ausgeführt. Die Bolzentreppe mit Longlife- und Massivholzstufen werden 65 mm gefertigt. Dies trägt, in Verbindung mit der Unterschneidung von 9 cm, auch zur Verringerung des lichten Stufenabstandes bei. Das Durchklettern wird erschwert (Zwängungskräfte).
Stufenverziehung
Für die Stufenverziehung bei gewendelten Treppen gibt es in der DIN 18065 genaue Vorgaben. Ebenso sind handwerkliche Verziehungsregeln zu beachten. Diese Regeln haben im Verlauf von Jahrhunderten entwickelt und tragen zur sicheren Begehbarkeit der Treppe bei.
Stufenvorderkante
Die Stufenvorderkante ist der vordere Teil einer Treppenstufe, auf den man als erstes tritt. Sie markiert den Übergang von einer Stufe zur nächsten. Die Gestaltung der Vorderkante kann abgerundet oder profiliert sein, um das Erscheinungsbild der Treppe zu verbessern und Verletzungsrisiken zu minimieren.
Unsere patentierten 39 mm Stufen zeichnen sich durch einen 5 mm Radius an der Vorderkante aus, was ideale Bedingungen schafft, um das Stolperrisiko zu minimieren. Durch den abgerundeten Radius wird die Vorderkante vor Schäden wie Abbrüchen oder Absplitterungen geschützt, die im Laufe der Zeit auftreten könnten. Dadurch wird die Langlebigkeit der Stufen verbessert und die Notwendigkeit von Reparaturen oder Austausch verringert.
Alle Begriffe mit T
Toleranzen
Für Treppen regelt die DIN 18065 die Toleranzen im eingebauten Zustand. Unterschieden wird zwischen Sollmaß und Istmaß. Je nach Gebäudeart (Ein- Zweifamilienhaus, sonstige Gebäude) sind unterschiedliche Toleranzen für u.a. Auftritt, Steigungshöhe geregelt. Grenzmaße dürfen dabei nicht unter- bzw. unterschritten werden.
Tragbolzen
Verbindungsteil zwischen zwei Stufen. Bei freitragenden Treppen üblicherweise an Wand- und Geländerseite. Bei Geländertragenden Treppen („Hängetreppen“) nur an der Geländerseite.
Durch die Tragbolzen werden die Lasten über die Stufen in die Geschossdecken weitergeleitet.
Als gestalterisches Element tragen sie stark zur Optik der Treppe bei. Ausführungen sind in Edelstahl, Holz oder beschichtetem Stahl möglich.
tragender Handlauf
Während alle Elemente der geländertragenden Konstruktion wichtig sind, spielt der tragende Handlauf eine besonders zentrale Rolle. Er bildet zusammen mit den Geländerstäben und den Stufenverschraubungen die Tragefunktion auf der Lichtseite der Treppe bzw. im Treppenauge. Der tragende Handlauf ist dafür ausgelegt, die hohen seitlichen Belastungen, die durch das Geländer auf ihn einwirken, aufzunehmen und zu tragen. Daher ist es wichtig, dass der Handlauf eine ausreichende Stabilität und Tragfähigkeit aufweist, um die Sicherheit der Treppe zu gewährleisten.
TRAV
Die Technischen Regeln für absturzsichernde Verglasungen (TRAV) sind eine Sammlung von Regeln und Anforderungen, die in Deutschland für die Planung, Installation und Wartung von absturzsichernden Verglasungen gelten. Die TRAV wurden vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) erlassen und gelten für alle Verglasungen, die als Absturzsicherung fungieren sollen, wie zum Beispiel Balkongeländer, Brüstungen und Fenster.
Die TRAV enthalten spezifische Anforderungen an die Abmessungen und Materialien der Verglasungen sowie Anforderungen an deren Standsicherheit, Durchbruchhemmung und Bruchsicherheit. Sie umfassen auch Anforderungen an die Befestigung, Montage und Wartung der Verglasungen sowie die Prüfung und Zulassung der verwendeten Produkte.
Ziel der TRAV ist es, die Sicherheit von Personen vor Abstürzen aus Fenstern, von Balkonen oder Treppen zu gewährleisten und damit schwere Unfälle zu verhindern. Die Einhaltung der TRAV ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben und wird von den zuständigen Behörden überwacht.
Treppen gestern und heute
Egal ob eine steile Leiter oder eine flache Rampe, jede Treppe dient zur Überwindung von Höhendifferenzen. Nicht nur konstruktive, bautechnische Anforderungen sondern auch viele gestalterische Gesichtspunkte sind bei der Planung einer Treppe maßgebend. Bei den Urvölkern der Waldregion war der Steigbaum die erste Form einer Treppe, bei den Bewohnern der Steppenregion waren es aufgeschichtete Steine. Es handelte sich hierbei um einfache geradläufige Treppen. Durch eine lang andauernde Entwicklung des Treppenbaus haben sich die Formen, die wir heute kennen, herauskristallisiert. Daneben haben die vielen Stilepochen (z.B. Barock) ihr Übriges dazu getan, um eine Treppe optisch wirken zu lassen. Heute wird eine Treppe zuerst unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit betrachtet, wobei sich Sicherheit und Schönheit einer Treppe durchaus verbinden lassen. Das Bild zeigt die Königinnentreppe in Versailles, welche von Louis Le Vau (1612 - 1670) im 17. Jahrhundert geschaffen wurde.
Treppenantritt
Die erste, unterste Stufe eines Treppenlaufes wird als Treppenantrittsstufe bezeichnet.
siehe auch Antritt, Antrittsstufe
Treppenarten, -typen
Welche Treppenarten gibt es?
Der Begriff „Treppenart“ kann sich auf viele verschiedene Ausführungen oder Anforderungen beziehen.
Eine Treppe lässt sich auf unterschiedliche Weise kategorisieren: nach dem Grundriss, nach der Bauart der Treppe, der Nutzungsanforderung oder nach der Lage der Treppe im Gebäude / Gelände.
Ebenso wird nach Materialien unterschieden. Es gibt zum Beispiel Holztreppen, Steintreppen oder Metalltreppen.
(Zu einzelnen Punkten sind weiterführende Informationen unter dem jeweiligen Begriff hinterlegt)
Treppengrundriss / Laufrichtung:
Im Bezug auf den Grundriss unterscheidet man grundsätzlich zwei Treppenarten: Treppen mit geraden und Treppen mit gewendelten Läufen.
Zu den geradläufigen Treppen zählen die einläufig gerade und zweiläufig gerade Treppe.
Die zweiläufig gerade Treppe kann auch mit einem Zwischenpodest umgesetzt werden (Zwischenpodesttreppe).
Spindeltreppen sind hingegen den gewendelten Läufen zuzuordnen. siehe auch Begriff Grundrisse
CAD Grundrisse im dxf-Format für Einfamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser stellen wir Ihnen unter Treppengrundrisse in verschiedenen Abmessungen zum Download an: u.a.
- einläufig geradläufige Treppe
- einläufig halbgewendelte Treppe
- einläufige, zweimal viertelgewendelte Treppe
Neben den üblich gebräuchlichen Formen für Treppen wie geradläufig, viertel-, halbgewendelt, ¾ gewendelte Treppe, Podesttreppe (einläufig, mehrläufig, gegenläufig), Spindeltreppe oder Wendeltreppe, sind Ausführungen als Bogentreppe oder Freiformtreppe möglich.
Material:
Die häufigsten Materialien im Treppenbau sind:
- Holz
- - Massiv oder Holzwerkstoff
- Stein
- - Naturstein (Marmor, Granit, Quarzit, …)
- - Kunststein (kunstharzgebundener Agglomarmor, zementgebundener Betonwerkstein,…)
- Stahl
- - Unterkonstruktion aus Stahl, kombiniert mit einem anderen Material für den Stufenbelag
- - Treppe inklusive der Stufen (z.B. Gitterroststufen) aus Stahl
- Beton
- - Fertigteile oder vor Ort geschalt. Wird teilweise mit anderen Baustoffen belegt
Weiterhin können Treppen z.B. aus Glas oder modernen Kunststoffen gefertigt werden.
Bauart:
Je nach Anforderung an die Treppe oder den örtlichen Gegebenheiten kann bzw. muss die Konstruktionsart gewählt werden. Entscheidend ist ebenso der Wunsch des Nutzers nach der Gestaltung.
Die Lasten der Treppe müssen am An- und Austritt ausreichend in den Baukörper abgeleitet werden können. Teilweise sind für die Funktionsweise der Treppe tragfähige Wände notwendig:
- Wangentreppe
- - Eingestemmt
- - Aufgesattelt
- - Halbgestemmt
- Bolzentreppe
- - Freitragende Treppe WF1, WF2
- Hängetreppe (geländertragend)
- Zweiholmtreppe
- Metallwangentreppe
- Betontreppe
- - Fertigteil vorgefertigt
- - Geschalt (Baustelle)
- Harfentreppe
- Mittelholmtreppe
- Gemauerte Treppe
- Kragarmtreppe
- Raumspartreppe
Lage der Treppe:
- Außentreppe (in Verbindung mit einem Gebäude)
- Freitreppe (im Gelände, Gebäudeunabhängig)
- Gebäudetreppe
- - Haupttreppe
- - Nebentreppe
Nutzungsart:
Hier sind weitere Anforderungen an die Ausführung der Treppe neben der DIN 18065 zu beachten. Dies sind unter anderem die Vorgaben der Länder / Bundesländer, Berufsgenossenschaften
- Haupttreppe für
- - Gebäude im allgemeinen (z.B. im Mehrfamilienhaus oder öffentlichen Gebäuden)
- - Gebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen oder innerhalb von Wohnungen (klassischer Wohnungsbau)
- Nebentreppe für
- - Gebäude im allgemeinen
- - Gebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen oder innerhalb von Wohnungen
- Fluchttreppe
- Treppe in Arbeitsstätte
- Treppen in Kindergärten u.ä., Altersgerechtes bauen
- Treppen für Menschen mit Einschränkungen (barrierefreies Bauen)
Treppenaufhängung
Die Treppenaufhängung bezieht sich auf die Art und Weise, wie eine Treppe an der oberen oder an den Wänden befestigt wird, um Stabilität und Sicherheit zu gewährleisten. Es gibt verschiedene Methoden der Treppenaufhängung, die je nach den spezifischen Anforderungen und dem Design der Treppe verwendet werden.
Eine gängige Methode der Treppenaufhängung ist die Verwendung von Stahlwinkeln, die an der Deckenkante befestigt werden, um die Treppe zu stützen.
Treppenauftritt
Der Treppenauftritt ist das waagerechte Maß zwischen den Vorderkanten zweier benachbarter Stufen. Der Auftritt wird immer in der Lauflinie gemessen. Unterschneidungen werden für das Auftrittmaß nicht berücksichtigt.
Treppenauge
Als Treppenauge wird der freie Raum bezeichnet, welcher von Treppenlauf, Treppenpodest und Treppengeländer umschlossen wird.
Treppenaustritt, Treppenaustrittsstufe
Die letzte, oberste Stufe eines Treppenlaufes. Sie kann auch Teil des (Austritts-)Podestes sein.
Siehe auch Austrittsstufe
Treppendurchgangshöhe
Gebäudetreppen müssen mindestens eine lichte Durchgangshöhe von 200 cm haben. In Ein-, Zweifamilienhäusern darf die Durchgangshöhe und somit die Kopffreiheit auf einem ein- oder beidseitigen Streifen auf einer Breite von 25 cm, gemäß Abb. (DIN18065), eingeschränkt sein.

Treppengeländer
auch Umwehrung, Brüstung oder Geländer genannt, an der freien Seite von Treppen, Balkonen, an Brücken o. Ä. angebrachte, einem Zaun ähnliche Vorrichtung zum Schutz vor dem Abstürzen und zum Festhalten. Treppengeländer begrenzen, sichern und geben Halt an Treppen, Balkonen, Terrassen und Wegen.
Die DIN-Norm 18065 „Gebäudetreppen“, Die Landesbauordnungen und die Unfallverhütungsvorschriften (UVV) regeln u.a. die Form der Geländer von Treppen in Gebäuden in Deutschland.
Geländer müssen bei allen Treppen mit mehr als drei Stufen vorgesehen werden.Treppengeländer müssen – über die Stufenvorderkante gemessen – mindestens 90 cm hoch sein. Bei einer Absturzhöhe von mehr als 12 m beträgt die Mindesthöhe 1,10 m. Die Regelungen sind je nach Bundesland unterschiedlich und in den jeweiligen Landesbauordnungen nachzulesen.
Treppenhandlauf
Treppen müssen mindestens auf einer Seite einen festen und griffsicheren Handlauf haben.
Beim Anbringen eines Handlaufes ist zu beachten, dass dieser bequem benutzt werden kann. Die greifende Handlaufbreite beträgt mindestens 2,5 cm und maximal 6,0 cm (Handlaufprofil). Zu benachbarten Teilen muss der lichte Abstand mindestens 5 cm betragen (Fingerfreiheit).
Die Höhe für den Handlauf bzw. Geländerhöhe darf nicht niedriger als 80 cm und nicht höher als 115 cm betragen. Das Maß hierzu wird senkrecht über der Stufenvorderkante bis Oberkante Handlauf gemessen.
Treppenhaus
Ein Treppenhaus ist der Gebäudeteil oder Raum, der eine Treppenanlage umschließt. Es bildet die vertikale Verbindung zweier Etagen. Die Treppe wird durch ein Treppenhaus von anderen Bereichen physisch abgegrenzt. Treppenhäuser dienen häufig als Fluchtweg und sorgen für einen klimatischen Ausgleich. Mit einer offenen Architektur kann ein Treppenhaus Teil des Wohnraumes sein und eröffnet neue Gestaltungsmöglichkeiten.
Treppenlauf
Ein Treppenlauf verbindet zwei Ebenen miteinander und beinhaltet eine ununterbrochene Folge von mindestens drei Steigungen.
Treppenlaufbreite, nutzbare
Die nutzbare Treppenlaufbreite unterscheidet sich von der gesamten Treppenlaufbreite.
Die nutzbare Treppenlaufbreite wird waagerecht zwischen begrenzenden Oberflächen (z. B. fertige Wand) und Innenkante Handlauf gemessen. Diese beträgt bei Wohngebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen mindestens 80 cm, im Mehrfamilienhaus beträgt sie 100 cm.
Die gesamte Treppenlaufbreite hingegen ist die gemessene Stufenlänge.
Treppenlift
Ein Treppenlift dient zur Beförderung von eingeschränkten Personen von einer Ebene zur nächsten. Diese Möglichkeit kann z.B. in öffentlichen Gebäuden vorgeschrieben sein (barrierefreies Bauen). Durch die Veränderung der Alterspyramide ist der Einsatz im privaten Bereich in den letzten Jahren ein verstärktes Anliegen geworden.
Je nach Hersteller ist es möglich den Lift an der Wand oder einer vorhandenen Treppe zu montieren. Bei einer Nachrüstung auf der Treppe ist zu beachten, dass die Treppe statisch nicht überlastet wird bzw. durch Arbeiten die Gewährleistung erlischt.
KENNGOTT hat in Zusammenarbeit mit Hiro Lift ein System entwickelt, welches in vielen Fällen eine nachträgliche Liftmontage am Geländer einer älteren Kenngott-Treppe ermöglicht, ohne die Stufen zu beschädigen.
Treppenmaße
Je nach Anforderung an die Treppe ist eine Vielzahl an Vorschriften zu beachten. Ebenso ergibt sich aus der Treppenform ein unterschiedlicher Platzbedarf. Hier sollte bereits in der Planungsphase ein Fachmann zur Berechnung einbezogen werden. Beim Bauen im Bestand muss umgekehrt ermittelt werden, was in der gegebenen Situation machbar ist.
Eine erste Einplanung kann hier mit der KENNGOTT App "Planungshilfe" erfolgen (für Android und iOs erhältlich). Hier können Treppenformen und Beispiele ausprobiert werden. Weiterhin finden Sie dort Hinweise zur DIN 18065 und zur Treppensicherheit.
Auf unserer Webseite finden Sie Treppengrundrisse mit Maßen für viele verschiedene Treppenformen und Ausführungen zum Download.
Treppenplanung
Die Treppenplanung bezieht sich auf den Prozess der Gestaltung und Konstruktion von Treppen in einem Gebäude oder einer Struktur. Die Planung von Treppen erfordert ein Verständnis der technischen Anforderungen und Vorschriften, die für Treppen gelten, sowie der ästhetischen und funktionalen Anforderungen des Gebäudes.
In der Treppenplanung werden verschiedene Aspekte berücksichtigt, wie z. B. die Höhe des Gebäudes oder des Geschosshöhe, der verfügbare Platz für die Treppen, die Anzahl der zu befördernden Personen und die beabsichtigte Nutzung der Treppe. Weitere Faktoren sind die Sicherheit, Komfort und Barrierefreiheit, die Materialauswahl, die Treppenform, Steigung und Trittmaß.
Eine sorgfältige Treppenplanung ist von großer Bedeutung, um sicherzustellen, dass die Treppen sicher und funktional sind und den Anforderungen des Gebäudes entsprechen. Eine gut geplante Treppe kann auch zur Ästhetik des Gebäudes beitragen und einen wichtigen Beitrag zum allgemeinen Design des Gebäudes leisten.
Treppenrenovierung
Treppenrenovierung bezieht sich auf den Prozess der Aktualisierung oder Erneuerung einer bestehenden Treppe. Dies kann notwendig sein, um die Sicherheit, Ästhetik und Funktionalität einer Treppe zu verbessern oder um sie an geänderte Anforderungen oder einen neuen Einrichtungsstil anzupassen. Die Renovierung einer Treppe kann verschiedene Arbeiten umfassen, wie zum Beispiel den Austausch von Stufen und Geländern, die Reparatur von Beschädigungen oder die Anpassung der Treppe an neue Anforderungen.
Eine Treppenrenovierung kann auch eine Änderung der Optik der Treppe beinhalten, beispielsweise durch den Austausch des Belags, die Farbgebung oder die Verkleidung der Treppe. Auch eine Kombination verschiedener Materialien ist möglich, wie z.B. Holz, Metall, Glas oder Stein, um eine individuelle und ansprechende Gestaltung zu erreichen.
Eine gut durchgeführte Treppenrenovierung kann eine Treppe sicherer, funktionaler und ästhetisch ansprechender machen und somit den Wert eines Gebäudes erhöhen. Die Renovierung einer Treppe erfordert jedoch Fachkenntnisse und handwerkliches Geschick, um sicherzustellen, dass die Treppe den geltenden Normen und Vorschriften entspricht und ihre Funktion erfüllt.
Treppensicherheit
Unfälle auf Treppen stellen im privaten wie auch im öffentlichen Raum ein hohes Risiko dar. In Deutschland kommt es jährlich zu über 1000 Stürzen mit Todesfolge! Um das Risiko zu mindern, gibt es neben Vorschriften viele Parameter zur Vorsorge.
Neben einer fachmännischen Stufenverziehung kann besonders auf das Stufenmaterial (Rutschhemmung), die richtige Beleuchtung und einen griffsichern Handlauf geachtet werden.
Informationen und praktische Hinweise finden Sie in unserem Ratgeber „10 Tipps zu mehr Treppensicherheit“. Dieser steht zum kostenlosen Download bereit.
Treppenstufe
Eine Treppenstufe, auch Tritt oder Stufe genannt, ist Bauteil einer Treppe, welches mit einem Schritt begangen werden kann. Es ist das einzelne Steigungselement einer Treppe.
Eine Treppenstufe besteht aus Steigung und Auftritt.
Die erste Stufe einer Treppe nennt man Antrittsstufe, die letzte Treppenstufe ist die Austrittsstufe.
Treppensturz
Nach offiziellen Statistiken verunglücken jedes Jahr in Deutschland mehr als tausend Menschen bei einem Treppensturz tödlich, viele Weitere tragen bleibende körperliche Schäden davon. Eigenes Verhalten (z.B. rutschiges Schuhwerk, transportieren von Gegenständen, die ihre Sicht einschränken) oder Hindernisse (Dekorationsartikel, liegengelassene Gegenstände) können schnell zu Stürzen führen. Bereits in der Planung einer neuen Treppe können Sie Stürzen vorbeugen. Einzelne Treppengrundrisse verzeichnen ein höheres Sturzrisiko als andere.
Ebenso ist der Geländerverlauf in der Planung gleich mitzugestalten: Z.B. bergen größere Geländer-/Handlaufabsätze und Handlaufabstände in der Wendelung ein erhöhtes Unfallrisiko wegen des notwendigen „Umgreifens“. Besonders ältere oder bewegungseingeschränkte Menschen stürzen jedoch auch auf freien, gut begehbaren Treppen häufiger. Hier bieten zusätzliche Wand-Handläufe mehr Sicherheit.
Gerade im häuslichen Bereich werden oft Treppen ohne festes Schuhwerk, mit Hausschuhen oder „strümpfig“ begangen. Hier sind zur Unfallvermeidung, egal in welchem Alter, rutschhemmende Stufenoberflächen zu empfehlen. Die patentierten Longlife-Stufen sind aus diesem Grund serienmäßig mit rutschhemmenden Oberflächen ausgeführt. Auch Stufenkanten bergen gemäß durchgeführten Studien der Berufsgenossenschaften ein Risiko: Bei Stufen-Vorderkanten mit einem Radius von < 2mm können Laufende „hängenbleiben“ bzw. ist die Verletzungsgefahr bei Stürzen größer; bei Radien > 10 mm besteht die Gefahr einer optischen Fehleinschätzung und des „Abrutschens“. Daher sollten die Radien von Stufenkanten zwischen 2 und 10 mm liegen. Die Longlife-/Massivholz-Stufen von KENNGOTT-TREPPEN werden aus diesem Grund mit einem empfohlenen Sicherheitsradius von 5 mm ausgeführt. Weitere Informationen zur Treppensicherheit finden Sie hier.
Treppenwange, Wandwange
Bauteil, das die Stufen seitlich trägt und den Lauf meistens auch seitlich begrenzt. (DIN 18065)
Die Seitenteile der Treppe werden Wangen genannt, und geben der Wangentreppe ihren Namen. Zwei Wangen tragen die Konstruktion und sind gleichzeitig die Begrenzung der Wangentreppe an den Außenkanten. Die Bauart erlaubt Ihnen Flexibilität, denn die Treppe kann direkt in der Wand verankert oder frei im Raum, wandunabhängig, eingebaut werden.
Eine Treppenwange wird meist neben den Stufen angeordnet und sind aus verschiedenen Materialien möglich.
Ob eingestemmte oder aufgesattelte Stufen einer Holztreppe, HPL-Wangentreppe ohne Verschraubung an den Außenseiten oder Stahlwangen in Kombination mit Longlifestufen - die Treppenart passt sich jedem Wohnstil an.
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Untergurt
Häufig bei Stahl-, Segmentgeländern oder an Fertigteiltreppen.
Die Geländerfüllung geht hierbei nicht bis auf die Stufen oder Podestbelag, sondern wird am mitlaufenden Untergurt befestigt.
Die lichten Abstände zum Fertigbelag sind in DIN18065 und den Landesbauordnungen geregelt.
Unterkonstruktion
Wenn für eine Stufenbefestigung keine ausreichend tragfähigen Wände vorhanden sind, können die Stufen zum Lastabtrag auf einer Unterkonstruktion gelagert werden. Diese kann z.B. aus Stahl oder Holz (abgetreppte Wange) ausgeführt werden.
Im Bereich von Treppenpodesten ist eine Unterkonstruktion zum Überspannen der Treppenhausbreite und die Auflagerung der Podeste erforderlich.
Unterschneidung
Bei offenen Treppen, d.h. Treppen ohne Setzstufen sind die Stufen um mindestens 3 cm zu unterschneiden, um Sicherheit zu gewährleisten. Grundsätzlich muss Auftritt und Unterschneidung zusammen mindestens 26 cm ergeben. Mit der KENNGOTT-TREPPE liegen Sie auf der sicheren Seite, hier wird eine Unterschneidung von 9 bzw. 10 cm ausgeführt.
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Verkehrswege
Als Verkehrswege werden Flächen bezeichnet, die von Personen, Fahrzeugen oder Gütern zur Fortbewegung und zum Transport genutzt werden.
In Gebäuden sind dies unter anderem Flure und Treppen. Die Gestaltung richtet sich nach Nutzung (privat, öffentlich, Arbeitsstätte,..) und der zu erwartenden Personenanzahl. Es ist auf jeden Fall darauf zu achten, dass sie leicht und sicher zu begehen sind.
viertelgewendelter Grundriss
Beispiel: Antritt ¼ gewendelt, rechtsläufig
Antritt und Austritt liegen bei diesem Grundriss um 90° gedreht zueinander. Der Wendelungsbereich kann am Antritt, am Austritt oder auch mittig im Treppenlauf liegen.
Vorschriften
Vorschriften und Richtlinien zur Treppenplanung sind die DIN 18065 (Ausgabe 11/2019), die Landesbauordnungen der jeweiligen Bundesländer (LBO) bzw. die Musterbauordnung (MBO). Ebenso ist eine Vielzahl an Sondervorschriften zu beachten. Diese können u.a. sein: Arbeitsstättenverordnung, Versammlungsstättenverordnung, Krankenhausbauverordnung, Hochhausrichtlinien, Geschäftshausverordnung. Auch die Berufsgenossenschaften geben Richtlinien zur Errichtung von Treppenanlagen heraus.
Um hierbei der Planung und Ausführung auf der sicheren Seite zu sein, ist es wichtig von Beginn an eine Fachfirma an der Seite zu haben.
Alle Begriffe mit W
Wandabstand
Zwischen Treppenlauf bzw. Treppenpodest und Wand (oder anderen angrenzenden Bauteilen wie z.B. Glasscheiben) darf der waagerechte Abstand gemäß DIN 18065 höchstens 6 cm betragen.
Einzelne Landesbauordnungen haben hier auch max. 4 cm geregelt. Daher werden KENNGOTT-TREPPEN mit einem Wandabstand von 4 cm geplant und gefertigt, so dass keine Probleme bezüglich eines zu hohen Wandabstandes auftreten können.
Wandanker
Auch als Wandbolzen bezeichnet. Sie dienen bei bestimmten Treppensystemen zur Befestigung und zum Lastabtrag einzelner Stufen an einer (ausreichend tragfähigen) Wand (oder einem Ersatzbauteil).
Wandhandlauf
Bezeichnung für einen Handlauf, der nicht den oberen Abschluss des Geländers bildet, sondern unabhängig davon an der Seitenwand angebracht ist.
Dies kann unter Umständen durch eine Vorschrift gefordert sein (barrierefreies Bauen, große nutzbare Laufbreiten,…). Die Fingerfreiheit zwischen Handlauf und Wand muss mindestens 5 cm betragen. Der Handlauf muss griffsicher sein und in einer Höhe zwischen 80 und 112 cm über den Stufen mitlaufen. Wird eine Bestandstreppe mit einem Wandhandlauf nachgerüstet, ist die verbleibende nutzbare Laufbreite zu beachten.
Wangentreppe
Der Klassiker unter den Treppen. Eine Wangentreppe kann wandunabhängig eingebaut werden. Die Vielzahl an Varianten macht sie auch heute noch für viele Bauvorhaben attraktiv.
Unterschieden wird unter anderem die eingestemmte und aufgesattelte Wangentreppe, sowie die offene (ohne Setzstufen) oder geschlossene (mit Setzstufen) Ausführung.
KENNGOTT-Wangentreppen bieten neben diesen auch viele weitere Gestaltungsmöglichkeiten z.B. über die Geländerausführungen.
Referenzen und weitere Infos: > Wangentreppen
Wendeltreppe
Eine Wendeltreppe ist eine spezielle Art von Treppe, die sich spiralförmig um eine zentrale Achse dreht. Sie wird auch als Schraubentreppe oder Helixtreppe bezeichnet. Wendeltreppen werden häufig in Gebäuden verwendet, um vertikale Höhenunterschiede zu überbrücken, insbesondere wenn der verfügbare Platz begrenzt ist.
Wendeltreppen können aus verschiedenen Materialien wie Holz, Metall oder Beton hergestellt werden. Sie zeichnen sich durch ihre charakteristische spiralige Form aus, bei der die einzelnen Stufen um einen Mittelpunkt angeordnet sind. Es gibt verschiedene Designs und Variationen von Wendeltreppen, darunter solche mit geraden Stufen, gewendelten Stufen oder solche, die sich um einen zentralen Pfosten wickeln.
Wendeltreppen haben sowohl praktische als auch ästhetische Vorteile. Sie können Platz sparen, da sie eine relativ kleine Grundfläche haben und sich gut in enge Räume einpassen lassen. Darüber hinaus können sie ein architektonisches Highlight sein und einen gewissen Charme und eine elegante Ästhetik in einem Raum bieten.
Insgesamt sind Wendeltreppen ein interessantes architektonisches Element, das sowohl funktional als auch ästhetisch ansprechend sein kann, aber auch einige Einschränkungen hinsichtlich der Zugänglichkeit aufweisen kann.
Alle Begriffe mit Z
Zulassung
In allen europäischen Staaten sind Zulassungen für Treppen erforderlich. Unsere Treppen (z.B. KENNGOTT-TREPPE mit Longlife- oder Steinstufen, HPL-Wangentreppe, handlauftragende Treppe oder Kragarmtreppe) sind bauaufsichtlich vom Deutschen Institut für Bautechnik zugelassen.
siehe Europäische Technische Bewertung (ETB)
Zweiholmtreppe
Je nach Grundriss geeignet für Treppen mit nichttragenden Umfassungswänden. Die Stufen liegen auf zwei parallel verlaufenden Rechteckrohren. Eine Ausführung mit Stellstufen (geschlossenen Treppe) ist möglich. Die Stahlkonstruktion (einschließlich Geländer) wird grundiert ausgeliefert und ist als Rohbautreppe geeignet. Nach der Bauphase können die Stahlteile dann bauseits individuell gestrichen werden. Dieser Treppentyp ist oft eine kostengünstige Alternative zu anderen Treppenausführungen.
Zweiläufig
Eine zweiläufige Treppe gehört zu den geradläufigen Treppen und wird deshalb oft auch zweiläufig gerade Treppe (mit Zwischenpodest) genannt.
Die geradeläufige Treppe wird in ihrer heutigen Form seit Jahrhunderten geplant und gebaut. Sie zeichnet sich durch ihre klare Konstruktion aus und kommt vor allem in großzügigen Wohnsituationen zum Einsatz, da sie relativ viel Platz benötigt.
In der Regel werden zwei Geschosse über zwei Treppenläufe und einem Zwischenpodest verbunden, da aus Sicherheitsgründen die Anordnung eines Treppenpodestes nach 18 Steigungen als Unterbrechung des Steigevorgangs erforderlich ist. Werden die Aufgänge mit einem Podest verbunden, spricht man von einer zweiläufigen Treppe.
Bei Anordnung eines Zwischenpodestes kann die Bewegungsführung auf der Treppe geschwenkt werden. Daraus ergeben sich folgende Grundtypen:
Einläufige gerade Treppen
Zweiläufige gerade Treppe mit Zwischenpodesten (kein Richtungswechsel)
Zweiläufige gewinkelte Treppe mit Zwischenpodest (Richtungswechsel um 90°)
Zweiläufige gegenläufige Treppe mit Zwischenpodest (Richtungswechsel um 180°)
Zweiläufige gerade Treppe mit Zwischenpodesten

In der Regel werden zwei Geschosse über zwei Treppenläufe und einem Zwischenpodest verbunden, da aus Sicherheitsgründen die Anordnung eines Treppenpodestes nach 18 Steigungen als Unterbrechung des Steigevorgangs erforderlich ist. Werden die Aufgänge mit einem Podest verbunden, spricht man von einer zweiläufigen Treppe.
Zweiläufige gewinkelte Treppe mit Zwischenpodest
Richtungswechsel 90 Grad
In der Regel werden zwei Geschosse über zwei Treppenläufe und einem Zwischenpodest verbunden, da aus Sicherheitsgründen die Anordnung eines Treppenpodestes nach 18 Steigungen als Unterbrechung des Steigevorgangs erforderlich ist. Werden die Aufgänge mit einem Podest verbunden, spricht man von einer zweiläufigen Treppe.
Zweiläufige gegenläufige Treppe mit Zwischenpodest

Richtungswechsel 180 Grad
In der Regel werden zwei Geschosse über zwei Treppenläufe und einem Zwischenpodest verbunden, da aus Sicherheitsgründen die Anordnung eines Treppenpodestes nach 18 Steigungen als Unterbrechung des Steigevorgangs erforderlich ist. Werden die Aufgänge mit einem Podest verbunden, spricht man von einer zweiläufigen Treppe.

